KOH TAO, THAILAND – Bei einer Razzia auf Koh Tao hat die Polizei sechs ausländische Tauchlehrer festgenommen, die trotz DTV-Visum ohne Arbeitserlaubnis unterrichtet haben sollen. Bei Durchsuchungen in vier Betrieben wurden insgesamt neun Ausländer festgesetzt. Gegen die Direktoren der betroffenen Tauchunternehmen laufen eigene Verfahren, während die Behörden mögliche Nominee-Strukturen und Finanztransaktionen prüfen.
Sechs Tauchlehrer mit DTV-Visum festgenommen
Die sechs festgenommenen Tauchlehrer stammen aus Großbritannien und Spanien: ein britischer Staatsangehöriger und fünf Spanier. Sie unterrichteten nach Angaben der Polizei auf Koh Tao, obwohl sie keine Arbeitserlaubnis für diese Tätigkeit besaßen.
Alle sechs verfügten über ein Destination-Thailand-Visum, kurz DTV. Die Visa waren als Visa für Fernarbeit beschrieben, erlaubten aber keine Beschäftigung als Tauchlehrer auf der Insel. Die Verdächtigen wurden zur Polizeiwache von Koh Tao gebracht.
Apotheke und Schönheitssalon ebenfalls betroffen
In einer Apotheke nahmen die Beamten eine Staatsangehörige aus Myanmar fest. Sa Chi Lin soll Medikamente verkauft und Geld von Kunden entgegengenommen haben, während kein Apotheker anwesend war. Ihre Arbeitspapiere deckten diese Aufgaben nicht ab.
In einem Schönheitssalon nahe dem Strand von Sairee wurden zwei weitere Staatsangehörige aus Myanmar festgenommen. Zin Zin Myo und Tin Tin Wei besaßen Arbeitserlaubnisse als Arbeiterinnen, erbrachten aber Nagel- und Schönheitsdienstleistungen. Diese Arbeiten sind thailändischen Staatsangehörigen vorbehalten.
Vier Betriebe am 20. August durchsucht
Die Aktion am 20. August richtete sich gegen zwei Tauchunternehmen, eine Apotheke und einen Schönheitssalon. Beteiligt waren die Einwanderungspolizei der Provinz Surat Thani, die Polizei von Koh Tao, die Abteilung für Unternehmensentwicklung, Bezirksvertreter von Koh Phangan und Gesundheitsbeamte.
Die Ermittler prüften an den Standorten die Arbeitspapiere der Ausländer und verglichen die tatsächlichen Tätigkeiten mit den darin genannten Berufen. Hinweise aus sozialen Medien und Beschwerden von Touristen hatten die Kontrollen ausgelöst.
Gegen Direktoren der Tauchfirmen wurden Anklagen erhoben
Gegen die Direktoren beider Tauchunternehmen wurden eigene rechtliche Schritte eingeleitet. Ihnen wird vorgeworfen, die ausländischen Tauchlehrer beschäftigt zu haben.
Die Behörden untersuchen auch die Finanztransaktionen der beiden Firmen. Dabei prüfen sie mögliche Verstöße im Zusammenhang mit Nominee-Vereinbarungen. Anklagen wegen eines solchen Verstoßes wurden bislang nicht bekanntgegeben.
Neun neue Festnahmen nicht in früherer Statistik enthalten
Die Polizei meldete für Koh Tao vom 1. Januar bis zum 19. August 2026 insgesamt 47 festgenommene Ausländer. Die Fälle betrafen Verstöße gegen das Ausländerbeschäftigungs- und das Einwanderungsgesetz sowie Drogen- und andere Straftaten.
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Die neun Festnahmen der neuen Razzia sind in dieser Zahl nicht enthalten, weil der erfasste Zeitraum einen Tag vor dem Einsatz endete. Die Verfahren gegen die Festgenommenen werden getrennt bei der Polizei von Koh Tao weitergeführt.
Behörden setzen Kontrollen auf Koh Tao fort
Der Einsatz erfolgte auf Anweisung von Polizeigeneralleutnant Panumas Bunyalak, dem Kommissar des Einwanderungsbüros, und Polizeigeneralmajor Chutharet Yingyongdamrongkul, dem Leiter der Einwanderungsdivision 6. Die Koordination vor Ort übernahm Polize Oberst Naruwat Phutthaviro, der Leiter des Einwanderungsbüros Surat Thani.
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Die Ermittlungen gegen die Tauchunternehmen und ihre Finanzen dauern an. Hinweise auf illegale Beschäftigung auf Koh Tao können unter der Hotline 1178, über die Website des Einwanderungsbüros Surat Thani oder telefonisch unter 077-423440 gemeldet werden.
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