BANGKOK – In Thailand haben sich seit Jahresbeginn bis zum 19. August 21.620 Menschen mit Dengue-Fieber angesteckt, 31 Erkrankte starben. Die Fallzahlen steigen weiter, weil die saisonale Ausbreitung begonnen hat. Auch Bangkok meldet 1.785 Fälle und vier Todesfälle.
Mehr als 21.000 Fälle seit Jahresbeginn
Nach Angaben des thailändischen Gesundheitsministeriums wurden landesweit 21.620 Erkrankungen registriert. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 31.
Die Fallzahlen liegen zwar unter dem Vorjahreswert und unter der Prognose für das laufende Jahr. Wegen der beginnenden Dengue-Saison rechnen die Behörden jedoch mit einem weiteren Anstieg.
Bangkok meldet vier Todesfälle
In Bangkok wurden nach Angaben des Gesundheitsamts 1.785 Dengue-Fälle festgestellt. Vier Menschen starben an der Krankheit.
Wenn in einem Gebiet mehrere Erkrankungen auftreten, sollen die Behörden die Lage fortlaufend prüfen. Dazu gehören die Überwachung von Erkrankten, die Suche nach weiteren Fällen und Untersuchungen zum Ausbruch.
Abfall und stehendes Wasser als Brutstätten
Bei Einsätzen in Bangkoks Bezirk Bang Kapi fanden die Gesundheitsbehörden angesammelten Müll und stehendes Wasser als wichtige Risikofaktoren. Solche Stellen bieten Tigermücken Brutplätze und Rückzugsorte.
Das thailändische Seuchenschutzamt arbeitete dort mit dem Gesundheitsamt, dem Gesundheitszentrum Huamark und dem Bezirksamt Bang Kapi zusammen. Gemeinsam mit der Bevölkerung wurden Müll und Wasseransammlungen beseitigt und die Umgebung so verändert, dass sich dort weniger Mücken vermehren oder aufhalten können.
Kontrollen und Schutz in den Gemeinden
Die Behörden richteten unter anderem Punkte für aktive Screenings ein und kontrollierten Schulkinder auf Krankheitssymptome. Bürgerversammlungen sollen die Bevölkerung über den Schutz vor Dengue-Fieber informieren und zur Zusammenarbeit bewegen.
Zusätzlich wurden Mückenschutzmittel, Chemikalien für die Vernebelung und Mückenspiralen bereitgestellt. Die Maßnahmen sollen in den Gemeinden fortgesetzt werden.
Die Maßnahmen wurden unter anderem von Dr. Phongthon Chatipak, dem Direktor des Instituts für Prävention und Kontrolle von Krankheiten im Stadtgebiet beim thailändischen Seuchenschutzamt, erläutert.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Die „drei Sammel“-Regel gegen Tigermücken
Das Gesundheitsministerium ruft die Bevölkerung dazu auf, Müll und Behälter mit stehendem Wasser zu entfernen, Häuser sauber und frei von Unordnung zu halten und Trink- sowie Gebrauchswasser abgedeckt aufzubewahren. Tigermücken legen ihre Eier unter anderem in Wasserbehälter, nicht mehr benötigte Gefäße, Deckel von Wasserkrügen, Untersetzer, Ameisenschutzschalen, Tischfüße und Abfälle.
Mückenschutzmittel und Moskitonetze sollen verhindern, dass die Tiere Menschen stechen. Damit lässt sich neben Dengue-Fieber auch das Chikungunya-Fieber und eine Zika-Virus-Infektion vermeiden.
Bei hohem Fieber sofort ins Krankenhaus
Wer länger als zwei Tage mehr als 38,5 Grad Fieber hat und an Kopfschmerzen, Schmerzen hinter den Augen, einem geröteten Gesicht, starkem Durst oder kleinen Blutungen unter der Haut an Armen, Beinen und am Körper leidet, sollte an Dengue-Fieber denken.
Lesen Sie auch: Sechs Jahre Covid: Die Fehler, die niemand zugeben will
Die Behörden raten in solchen Fällen zu einem sofortigen Krankenhausbesuch. Medikamente sollten nicht eigenständig gekauft und eingenommen werden. Weitere Informationen gibt es über die Hotline des thailändischen Seuchenschutzamts unter 1422.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: