BANGKOK, Thailand – Der Protestorganisator Sondhi Limthongkul will landesweit die Arbeit der Regierung beobachten lassen. Der 78-Jährige begründet den Schritt mit Korruption, Machtmissbrauch und einer Gefährdung von Rechtsstaat und Gesetzesordnung, die er auch in der heutigen Regierung erkennt.
Sondhi kündigt landesweite Kontrolle an
Sondhi stellte seine Pläne am Montag bei einer Pressekonferenz in Baan Phra Arthit in Bangkok vor, dem Sitz seiner Mediengruppe. Er will Menschen in Regionen des Landes treffen und mit ihnen über Probleme im Zusammenhang mit der Regierung sprechen.
Wenn viele Menschen mit der nationalen Regierung unzufrieden seien, könnten sie ihre Haltung durch politische Demonstrationen ausdrücken, sagte Sondhi. Die Bevölkerung könne damit Druck auf einflussreiche Gruppen ausüben, damit diese Fehlverhalten beendeten.
Kritik an Regierung und früherem Machtkampf
Sondhi erklärte, er habe gegen die Regierung und das Regime von Thaksin Shinawatra gekämpft, weil er Korruption, Machtmissbrauch sowie die Zerstörung von Rechtsstaat und Gesetzesordnung abgelehnt habe.
Die gleichen Probleme seien nun auch in der aktuellen Regierung und bei den maßgeblichen politischen Kräften zu erkennen. Deshalb müsse er auch jene Partei beobachten, die seine Bewegung früher unterstützt habe.
Senatswahl und KI-Projekt im Visier
Als konkrete Beispiele nannte Sondhi den Fall mutmaßlicher Absprachen bei der Senatswahl 2024 und das Regierungsprojekt zur Einführung künstlicher Intelligenz mit einem Volumen von 1,6 Milliarden Baht.
Falls der Fall um die Senatswahl eine einflussreiche Person nicht erreiche, könnten die Menschen laut Sondhi am Justizsystem und an der Unabhängigkeit der zuständigen Organisationen zweifeln.
Entscheidung der Wahlkommission erwartet
Der anstehende Beschluss der Wahlkommission in dem Fall am 14. September könnte nach Sondhis Einschätzung für seine weiteren Aktivitäten eine wichtige Rolle spielen.
Der Fall steht im Zusammenhang mit der Senatswahl 2024. Weitere Angaben zum geplanten Vorgehen machte Sondhi bei der Pressekonferenz nicht.
Forderung an israelische Botschaft
Sondhi kündigte außerdem an, am Donnerstag die israelische Botschaft in Bangkok aufzusuchen. Dort wolle er die Entfernung israelischer Staatsbürger verlangen, die in Thailand Probleme verursachten, und ein Schreiben mit der Forderung nach ihrer Abschiebung übergeben.
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Wie die Botschaft eine solche Abschiebung veranlassen könnte, erklärte er nicht. Sondhi sagte außerdem, die internationale Gemeinschaft lehne Israelis und Israel weitgehend ab, mit Ausnahme von Anutin, der dem israelischen Botschafter im Bezirk Pai in Mae Hong Son freundlich begegnet sei.
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