NONTHABURI, THAILAND – Zwei Brüder suchten nachts in Müllsäcken vor Restaurants und Convenience-Stores nach Essensresten für sich und ihre kranke Mutter. Der Familie waren Wasser und Strom abgestellt worden, nachdem sie ihr Einkommen verloren hatte.
Essensreste waren für die ganze Familie bestimmt
Ein Polizist entdeckte die Brüder am 23. September gegen 2.30 Uhr bei einer nächtlichen Streife im Bezirk Bang Bua Thong. Polizeihauptfeldwebel Phukit Phetkhong sprach sie an und erfuhr, dass sie in den Säcken nach etwas Essbarem suchten.
Die Brüder gingen nach Angaben des Beamten jeden zweiten Abend los. Zu Hause seien nur noch etwa 600 Baht gewesen, zu wenig für regelmäßige Mahlzeiten.
Beide Brüder fanden keine Arbeit
Der ältere Bruder hat einen Abschluss in Rechtswissenschaften, war aber seit rund zwei Monaten arbeitslos. Sein jüngerer Bruder hatte kurz zuvor die Highschool abgeschlossen und ebenfalls Schwierigkeiten, eine Stelle zu finden.
Die Mutter könne wegen gesundheitlicher Folgen eines Verkehrsunfalls nicht arbeiten. Der Vater habe sich schon vor langer Zeit von der Familie getrennt, sagte Phukit. Der ältere Sohn sei deshalb zum Hauptversorger geworden.
Wasser und Strom waren seit zwei Monaten abgestellt
Die Familie hielt sich laut dem Polizisten unter anderem mit dem Sammeln und Verkaufen von Flaschen und Papier über Wasser. Außerdem habe sie Gegenstände aus dem Haus verkauft.
Das Haus sei inzwischen fast leer. Wasser und Strom seien seit etwa zwei Monaten abgestellt, berichtete Phukit.
Polizist brachte Reis und Grundbedarf
Phukit blieb bis etwa 5 Uhr morgens bei den Brüdern und kehrte später mit Reis und weiteren Dingen des täglichen Bedarfs zurück. Die Sachen ließ er vor dem Haus zurück.
Lesen Sie auch: Mit 1.750 € in Thailand? So leben Rentner in Thailand
Anschließend veröffentlichte er den Fall im Internet und bat staatliche Stellen sowie andere Organisationen um Hilfe. Der ältere Bruder hatte laut Phukit bereits Praktika bei örtlichen Behörden absolviert und sich für Prüfungen beworben. Die Fahrtkosten hätten es ihm jedoch erschwert, Arbeit zu finden. Eine offizielle Reaktion auf die Bitte um Hilfe war zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht bestätigt.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!

Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: