🚨 Update 10:32 Uhr: Gouverneur Chadchart Sittipunt hat die Hochwasserwarnung drastisch verschärft: Ab sofort gelten alle 50 Bangkoker Stadtbezirke offiziell als Katastrophengebiet. Die Maßnahme soll schnelle, unbürokratische Nothilfe im gesamten Stadtgebiet ermöglichen.
BANGKOK, Thailand – Die Überschwemmungen nach anhaltendem Starkregen halten in mehreren Teilen Thailands an. In Bangkok und verschiedenen Provinzen sind Straßen und landwirtschaftliche Flächen betroffen. Die am 25. und 26. September veröffentlichten Berichte zeigen, wie schnell sich die Lage verändern kann: Während am Freitagabend in Bangkok vielerorts Wasserstände unter 30 Zentimetern gemeldet wurden, standen am Samstagmorgen einzelne Straßenabschnitte mehr als einen Meter unter Wasser. Der Wetterdienst warnte für den 26. und 27. September vor weiteren starken Regenfällen und möglichen Sturzfluten.
Starkregen setzt Bangkok unter Wasser
Die Bangkok Post berichtete am Freitagabend, dass zahlreiche Straßen in Bangkok überflutet waren. Nach Angaben der städtischen Abteilung für Entwässerung und Abwasser lagen die Wasserstände an den erfassten Stellen um 17.30 Uhr zwischen 5,6 und 28,5 Zentimetern. Den höchsten Wert meldete die Behörde für die Lat Phrao 122 Road. Auch auf mehreren Abschnitten anderer Straßen stand Wasser.
Bangkoks Gouverneur Chadchart Sittipunt führte den anhaltenden Regen laut Bangkok Post auf ein Tiefdruckgebiet zurück, das Regen vom Golf von Thailand in die Hauptstadt brachte. In den 24 Stunden vor dem Bericht wurden im Bezirk Khlong Sam Wa 168 Millimeter, in Min Buri 153 Millimeter und in Lat Krabang 145 Millimeter Niederschlag gemessen. Die Stadtverwaltung arbeitete daran, das Wasser aus den Kanälen abzuleiten. Da der Regen weiter anhielt, konnten sich die Wasserstände danach erneut verändern.
Am Samstagmorgen deutlich höhere Wasserstände an einzelnen Straßen
Thai PBS berichtete am Morgen des 26. September, der Regen habe die ganze Nacht über angehalten. Auf der Vibhavadi-Rangsit-Straße in Richtung Innenstadt sei der Wasserstand stellenweise auf mehr als einen Meter gestiegen. Kleine Fahrzeuge hätten dort nicht mehr passieren können. Auf einem Abschnitt der Phahonyothin-Straße in Richtung Bang Bua wurden mehr als 60 Zentimeter Wasser gemeldet.
Auch Wohngebiete waren betroffen. Thai PBS nannte für die Bang-Bua-Gemeinde Wasserstände von etwa 30 bis 50 Zentimetern und berichtete von beschädigten Autos und Motorrädern. Ein Anwohner sagte dem Nachrichtenteam, vor seinem Haus habe das Wasser etwa 50 Zentimeter hoch gestanden. An einer nahe gelegenen Straße habe er mehr als einen Meter gemessen. Diese Werte beziehen sich auf einzelne Orte und den Zeitpunkt der jeweiligen Meldung. Bei weiterem Regen kann sich die Lage ändern.
Drei Bezirke Bangkoks als Katastrophengebiete ausgewiesen
Matichon berichtete, Bangkoks Gouverneur habe Nong Chok, Suan Luang und Khan Na Yao als Gebiete mit Hochwasser-Katastrophenlage ausgewiesen. Eine vollständige Aufstellung der Schäden oder der betroffenen Haushalte lag in den verlinkten Berichten nicht vor. Die Ausweisung belegt nicht, dass sich die Gefahr in diesen Bezirken bereits erledigt hat.
Matichon meldete außerdem, sieben Straßenabschnitte in Bangkok seien wegen starker Überflutung für kleinere Fahrzeuge gesperrt oder schwer passierbar gewesen. Als betroffene Routen nannte der Bericht unter anderem Abschnitte im Bereich Chaeng Watthana, Ramkhamhaeng und Lat Krabang. Da Regen und Überschwemmungen weiter andauern, sollten Verkehrsteilnehmer aktuelle Hinweise der Stadt und der Polizei prüfen, bevor sie ihre Route planen.


Überschwemmungen in Chachoengsao und Buri Ram
Im Bezirk Tha Takiap in der Provinz Chachoengsao standen nach einem Bericht von Khaosod Straßen und landwirtschaftliche Flächen unter Wasser. Einige Gebiete seien zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten gewesen. Dort hätten Telefon- und Internetverbindungen nicht funktioniert. Ein Anwohner sagte dem Medium, er habe in 50 Jahren kein Hochwasser dieses Ausmaßes erlebt. Das ist seine persönliche Einschätzung und keine amtliche historische Messung.
Auch aus dem Bezirk Ban Kruat in der Provinz Buri Ram wurde Hochwasser gemeldet. Naewna berichtete, der Regen habe mehrere Tage angehalten und zusätzliches Wasser sei aus den Bergen abgeflossen. Eine Straße im Ortszentrum sei auf längerer Strecke überflutet gewesen. Eine Verbindung zum Dorf Sai Tri 9 sei durch die Strömung beschädigt und für Fahrzeuge unpassierbar geworden. Die örtliche Gemeinde habe die Strecke abgesperrt und eine Umleitung empfohlen. Bei anhaltendem Regen können weitere Straßen betroffen sein.
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Wetterdienst warnt vor weiterem Starkregen
Nach der von Nation Thailand wiedergegebenen Prognose des thailändischen Wetterdienstes sollten am Samstag, dem 26. September, in rund 80 Prozent der Zentral- und Ostregion Gewitter auftreten. Örtlich sei mit starkem bis sehr starkem Regen zu rechnen, auch in Bangkok und den angrenzenden Provinzen. Der Wetterdienst warnte vor Sturzfluten, rasch abfließendem Wasser und Erdrutschen.
Als Wetterursachen nannte der Bericht ein starkes Tiefdruckgebiet über dem unteren Zentralgebiet sowie einen stärker werdenden Südwestmonsun über der Andamanensee und dem Golf von Thailand. Die Warnung bezog sich auf den Zeitraum bis zum Beginn des 27. September. Besonders gefährdet seien tiefliegende Gebiete, Hänge in der Nähe von Wasserläufen und Straßenabschnitte, an denen sich bei Regen regelmäßig Wasser sammle. Die Prognose ist eine Warnung. Sie bestätigt nicht, dass alle genannten Folgen eintreten.



Behörden bereiten Krankenhäuser und Rettungswege vor
Die Regierung habe laut Nation Thailand eine Überwachung der Hochwasserlage rund um die Uhr in gefährdeten Provinzen angeordnet. Krankenhäuser in Risikogebieten sollten Stromversorgung, Trinkwasser, Sauerstoff, Medikamente und weitere wichtige Vorräte so vorbereiten, dass der Betrieb mindestens 72 Stunden aufrechterhalten werden könne.
Besondere Aufmerksamkeit sollte Menschen gelten, die bei einer Evakuierung Unterstützung benötigen, darunter ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Patienten mit regelmäßiger Behandlung. Die Gesundheitsbehörden sollten außerdem prüfen, ob Rettungsdienste und Kliniken erreichbar bleiben, falls Straßen durch Wasser abgeschnitten werden. Die Anweisungen stehen im Zusammenhang mit der anhaltenden Gefahr und sind keine Entwarnung.


Polizei verstärkt Verkehrseinsätze
Police News Varieties berichtete, dass Verkehrs- und Autobahnpolizei in den betroffenen Gebieten für Einsätze bei Starkregen und Überflutungen bereitstehen sollten. Die Kräfte sollten bei Bedarf Menschen aus gefährdeten Bereichen bringen und den Verkehr auf überfluteten Straßen sichern.
Als rund um die Uhr erreichbare Telefonnummern nannte der Bericht 1197 und 1193. Da Regen und Überschwemmungen weiter andauern, kann sich die Verkehrslage kurzfristig ändern. Reisende sollten aktuelle Hinweise prüfen und überflutete Straßen nicht als sicher passierbar voraussetzen.
Lage kann sich weiter verändern
Die vorliegenden Berichte beschreiben den Stand vom 25. und 26. September, während Regen und Überschwemmungen noch andauern. Die genannten Wasserstände und Straßensperrungen sind deshalb Momentaufnahmen und keine vollständige aktuelle Übersicht aller betroffenen Orte.
Neue Hinweise zu Niederschlägen, Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen werden ergänzt, sobald verlässliche Informationen vorliegen. Leser sollten für aktuelle Warnungen außerdem die Mitteilungen des thailändischen Wetterdienstes, der Stadtverwaltung Bangkok und der zuständigen örtlichen Behörden beachten.
Ihre Meinung ist gefragt
Wie erleben Sie die anhaltende Regen- und Hochwasserlage in Ihrer Region? Haben Sie aktuelle Hinweise zu gesperrten Straßen oder besonders betroffenen Orten? Schreiben Sie uns in den Kommentaren.
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Quellen: Dieser Artikel stützt sich auf am 25. und 26. September 2026 veröffentlichte Berichte von Matichon, Khaosod, Thai PBS, Nation Thailand, Naewna, Bangkok Post und Police News Varieties. Die Lage- und Wetterangaben können sich kurzfristig ändern.
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