BANGKOK, Thailand – Soldaten sollen am Suvarnabhumi-Flughafen gestrandete Koffer bewegen. Nach drei Tagen mit erheblichen Verzögerungen warten Reisende bis zu sechs Stunden auf ihr Gepäck oder fliegen ohne aufgegebene Taschen weiter. Überschwemmungen halten viele Beschäftigte vom Flughafen fern. Die Räumung des Rückstands könnte noch zwei bis drei Tage dauern.
Soldaten helfen beim Bewegen der Koffer
Verteidigungsminister Adul Bunthamcharoen kündigte am Montag an, Militärpersonal zum Suvarnabhumi-Flughafen zu schicken. Er wollte sich dort selbst ein Bild von der Lage machen.
Die Soldaten sollen gemeinsam mit Thai-Airways-Mitarbeitern Gepäck aus dem überlasteten Abfertigungssystem holen und weitertransportieren. Wie viele Soldaten eingesetzt werden und wie viele Koffer feststecken, wurde zunächst nicht beziffert.
Überschwemmungen bremsen die Bodenabfertigung
Die Störung dauert seit Samstag, dem 26. September. Überschwemmungen verhinderten, dass viele Beschäftigte der Bodenabfertigung den Flughafen erreichten.
Auch Ersatzkräfte kamen nicht rechtzeitig an. Einige Mitarbeiter blieben deshalb länger im Dienst, während fehlende Gepäckwagen die Arbeit zusätzlich erschwerten.
Thai Airways setzt eigenes Personal ein
Thai Airways zog Büro- und Führungskräfte heran, um beim Bewegen der Koffer zu helfen. Die Fluggesellschaft bat außerdem die Königlich Thailändische Luftwaffe um Unterstützung.
Tourismus- und Sportminister Surasak Panjaroenworakul besuchte den Flughafen und erfuhr dort von Wartezeiten zwischen vier und sechs Stunden. Die militärische Hilfe ergänzt nun den Einsatz der Airline.
Verspätetes Gepäck wird nachgeliefert
Einige Reisende verließen den Flughafen ohne ihre aufgegebenen Koffer. Thai Airways bietet Betroffenen an, ihre Angaben zu hinterlassen und das Gepäck später nach Hause oder ins Hotel liefern zu lassen.
Surasak schlug außerdem eine Anmeldung per QR-Code vor. Reisende könnten sich damit schon vor dem Verlassen des Flugzeugs registrieren und längere Schlangen an den Gepäckschaltern vermeiden.
Flüge laufen trotz des Rückstaus weiter
Der Suvarnabhumi-Flughafen bleibt geöffnet, die Flüge werden fortgesetzt. Die Störung betrifft vor allem die Bodenabfertigung, nicht den Flugbetrieb.
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Dadurch gelangt weiterhin neues Gepäck ins System, während die Teams zugleich die angesammelten Koffer bearbeiten müssen. Bei früheren Kontrollen war das Passagierterminal nicht kritisch überfüllt.
Räumung kann noch mehrere Tage dauern
Die Behörden rechnen damit, dass der Gepäckrückstand noch zwei bis drei Tage Arbeit erfordert. Wie schnell die Abfertigung wieder normal läuft, hängt auch davon ab, ob die Beschäftigten den Flughafen wieder zuverlässig erreichen können.
Eine bestätigte Gesamtzahl der liegen gebliebenen Koffer liegt nicht vor. Die bislang genannte Wartezeit für einzelne Passagiere beträgt bis zu sechs Stunden.
Militär unterstützt auch Flutgebiete
Der Einsatz am Flughafen läuft parallel zu Hilfsmaßnahmen in Bangkok und umliegenden Provinzen. Adul nannte Lat Krabang und Khlong Chan als Gebiete in Bangkok, in denen Personal und Ausrüstung eingesetzt werden.
Auch Sa Kaeo, Prachinburi und Samut Prakan erhalten Unterstützung. Mobile Feldküchen haben fast alle Evakuierungsunterkünfte erreicht, die Militärhilfe angefordert haben.
Militärlager dienen als Parkplätze
Militärlager wurden für Anwohner geöffnet, die ihre Fahrzeuge dort abstellen müssen. Hilfsanfragen sollen laut Adul über die zuständigen Katastrophenschutzzentren laufen.
Einwohner können sich auch direkt an nahegelegene Militäreinheiten wenden. Am Suvarnabhumi-Flughafen helfen Soldaten unterdessen dabei, den Gepäckrückstand abzubauen.
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