PATTAYA, THAILAND – Die Polizei sucht mit Hilfe chinesischer Behörden und Interpol nach fünf Verdächtigen, die nach einem bewaffneten Raubüberfall auf einen türkischen Geschäftsmann in Pattaya innerhalb weniger Stunden das Land verlassen haben sollen. Die Beute soll einen Wert von mehr als 37 Millionen Baht haben. Ein Gericht hat bereits Haftbefehle gegen alle fünf Männer erlassen.
Fünf Verdächtige sollen binnen sechs Stunden ausgereist sein
Laut Reisedaten haben alle fünf Verdächtigen Thailand etwa sechs Stunden nach der Tat verlassen.
Die Polizei stimmt sich nun mit der chinesischen Botschaft ab. Die Beamten wollen die Männer über das vorgeschriebene Verfahren aufspüren lassen.
Überfall um 3.30 Uhr in einer Wohnanlage in Nong Prue
Am 6. Oktober drangen etwa um 3.30 Uhr drei Männer in schwarzer Kleidung und mit Gesichtsmasken in ein Luxushaus in einer Wohnanlage im Tambon Nong Prue im Bezirk Bang Lamung in der Provinz Chon Buri ein. Sie waren nach Polizeiangaben mit Schusswaffen und Messern bewaffnet.
Die Täter sollen den türkischen Geschäftsmann Kutay Aslan, 34, und eine Reinigungskraft aus Myanmar bedroht und attackiert haben. Anschließend fesselten sie beide mit Handschellen.
Kryptowährung, Bargeld und Luxusuhren erbeutet
Die Männer zwangen den Geschäftsmann laut Polizei, 824.000 US-Dollar in der Kryptowährung Tether (USDT) herauszugeben. Dazu kamen 210.000 Baht in bar, fünf Rolex-Uhren und vier Mobiltelefone.
Der Gesamtwert der Beute liegt nach Angaben der Behörden bei mehr als 37 Millionen Baht. Danach flohen die Täter vom Tatort.
Fluchtwagen in Jomtien gefunden
Ermittler werteten Videoaufnahmen entlang der Fluchtroute aus und stießen auf einen Toyota Fortuner, der mit der Tat in Verbindung stehen soll. Das Fahrzeug fanden die Beamten später verlassen in der Jomtien Soi 9 in Pattaya.
Bei der Untersuchung des Wagens sicherten die Polizisten 14 Beweisstücke. Dazu gehören Sturmhauben, Handschuhe, Kleidungsstücke, Schuhe und eine Aluminiumleiter. Die Gegenstände gehen nun in die forensische Analyse.
Haftbefehl gegen fünf Männer nach Ermittlungen
Die Ermittler stützten sich auf Zeugenaussagen, GPS-Daten des Fahrzeugs, Miet- und Unterkunftsunterlagen, Hotel-Check-ins sowie Einreisedaten der Verdächtigen. Mit diesen Informationen glichen sie die Kleidungsdetails mit den sichergestellten Beweisstücken ab.
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Die Beamten nennen fünf Verdächtige: Dong Ping, 38, der laut Polizei die Anmietung von Auto und Unterkunft organisiert haben soll, sowie Lixinle, 31, Wang Hongbo, 32, Mu Hongda, 33, und Zhiyu Wang, 31. Am Freitag legten die Ermittler die Beweise dem Provinzgericht Pattaya vor, das Haftbefehle gegen alle fünf erließ.
Vorwürfe reichen von bewaffnetem Raub bis Freiheitsberaubung
Den Männern wird bewaffneter Raub bei Nacht vorgeworfen, außerdem Sachbeschädigung und der Einsatz eines Fahrzeugs bei der Tat. Hinzu kommen die Verursachung körperlicher oder seelischer Schäden sowie das Festhalten und Einsperren von Menschen.
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Auch Waffendelikte stehen im Raum. Die Polizei koordiniert nun die Fahndung und will für die Verdächtigen Interpol-Red-Notices beantragen, um sie aufzuspüren und vor Gericht zu bringen.

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