BANGKOK, THAILAND – Eine junge Person am Berufsanfang schreibt, dass ihm nach den monatlichen Mindestzahlungen auf seine Schulden nur 2.500 Baht im Monat bleiben. Der Fall wurde online breit diskutiert, nachdem der X-Account Non @Seksan5554 die Geschichte samt Ratschlägen geteilt hatte. Ein Account, der über Geldthemen aufklärt, antwortete mit fünf Tipps. Der Fall zeigt, wie schnell Schulden in den ersten Berufsjahren den ganzen Alltag bestimmen können.
13.000 Baht Schuldendienst bei 15.500 Baht Nettogehalt
Der Beitrag stammt von einem anonymen Nutzer in der Facebook-Gruppe „ห้องเล่าหนี้“, was sinngemäß „Raum für Schuldengeschichten“ heißt. Die postende Person ist nach eigenen Angaben seit weniger als einem Jahr im Beruf und verdient 17.000 Baht im Monat. Nach Abzug von Sozialversicherung und Studienkreditfonds (กยศ.) bleiben rund 15.500 Baht.
Die Mindestzahlungen für die Schulden liegen laut Beitrag bei 13.000 Baht im Monat. Am Ende bleiben 2.500 Baht zum Leben, also etwa 83 Baht am Tag.
265.500 Baht geliehen, 233.100 Baht noch offen
Eine Excel-Tabelle, auf die sich die postende Person beruft, weist insgesamt 265.500 Baht an geliehenem Geld aus. Davon sind noch 233.100 Baht offen. Die Schulden teilen sich in zwei große Blöcke auf.
Der erste Block sind Kredite innerhalb des Systems, vor allem über Apps. Genannt werden AEON, Shopee Eseaycash, Lazada, Clicx, Paynext Extra, Finnix, Money Thunder und Line BK.
Schulden bei Freunden, Mutter und Partner
Der zweite Block sind Geldleihen außerhalb des Systems. Laut Tabelle stammen 7.000 Baht von einer befreundeten Person, 20.000 Baht von der Mutter und 45.000 Baht von der Partnerperson. Dazu kommt ein Darlehen bei AIA.
Die postende Person räumt ein, dass alle Schulden in weniger als einem Jahr entstanden sind. Ursache seien ein Leben nach den Maßstäben der Gesellschaft, und Glücksspiel. Mit dem Glücksspiel habe er aufgehört, doch er sehe keinen Ausweg und frage, ob ein neuer Kredit zur Umschuldung sinnvoll wäre.
Keine neuen Kredite zum Umschulden
Der X-Account Non @Seksan5554 antwortete auf den Beitrag. Der X-Account wolle die postende Person nicht zusätzlich verurteilen, aber wer in jungen Jahren Schulden mache, verspiele womöglich die eigene Zukunft. Danach nannte er fünf Punkte.
Der erste Punkt lautet: Ein neuer Kredit zur Umschuldung hilft nur, wenn er die Zinsen wirklich senkt oder das Monatsbudget entlastet. Sonst werde das Problem nur auf später verschoben.
Fast 84 Prozent des Einkommens gehen an die Gläubiger
Laut dem Account fließen knapp 84 Prozent des Einkommens in den Schuldendienst. Das sei auf Dauer nicht zu schaffen, auch bei großer Sparsamkeit. Deshalb rät er, die Gläubiger zu kontaktieren, bevor Zahlungen ausbleiben, und um längere Laufzeiten oder niedrigere Raten zu bitten.
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Zuerst sollten die Schulden im System geprüft werden, also Zinsen, Restsumme und Zahlungsstatus. Bei Schulden bei Freunden und Familie helfe ein offenes Gespräch über Ratenzahlungen.
Erst das Essen sichern, dann die Schulden bedienen
Der vierte Punkt lautet, notwendige Ausgaben wie Essen und Fahrtkosten zuerst abzusichern. Wer jeden Baht an die Gläubiger zahle, müsse am Ende doch wieder neue Kredite aufnehmen.
Als fünften Punkt nennt der Account einen Nebenverdienst. Der erste Schritt sei, mit dem Glücksspiel aufzuhören. Danach könnten geprüfte Online-Jobs oder Gelegenheitsarbeit helfen, die kein Startkapital brauchen. Zusätzliche 2.000 bis 3.000 Baht im Monat könnten helfen. Das tilgt die Schulden nicht sofort, verschafft aber Luft und hilft beim Aufbau einer Rücklage.
Die Leserfrage: Wo würdest du anfangen?
Der Account schloss mit der Botschaft, dass frühere Fehler kein Urteil fürs ganze Leben sind. Die postende Person habe zwar noch keinen Ausweg in Sicht, aber Zeit und Gelegenheit. Wer keine neuen Fehler macht und Schritt für Schritt vorgeht, könne die Lage überstehen.
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