BANGKOK, Thailand – Thailands Sonderermittlungsbehörde DSI und die Geldwäschebehörde AMLO haben Vermögenswerte im Wert von mehr als 185 Millionen Baht beschlagnahmt. Der Fall betrifft ein mutmaßliches Netzwerk aus illegalem Bitcoin-Mining, Strohmann-Eigentum und grenzüberschreitender Geldwäsche. Die Behörden sehen Verbindungen zu chinesischem Graukapital und einem internationalen Betrügernetzwerk. Gegen 25 Beschuldigte wurden Haftbefehle erlassen.
Luxushaus und 15 Eigentumswohnungen beschlagnahmt
Das größte Objekt ist ein Luxushaus im Distrikt Bang Lamung in der Provinz Chon Buri. Es steht auf 525 Quadrat-Wah Land und ist mehr als 106 Millionen Baht wert. Es soll bar auf den Namen einer Firma gekauft worden sein, deren thailändische und myanmarische Gesellschafter als Strohmänner gehandelt haben sollen.
Weitere 15 Eigentumswohnungen im Rama-9-Gebiet im Distrikt Huai Khwang in Bangkok wurden ebenfalls beschlagnahmt. Sie sind rund 79 Millionen Baht wert und auf fünf Staatsbürger aus Myanmar eingetragen. Sie sollen an Ausländer weitervermietet worden sein, wobei die Behörden keine Mieter nannten und keinen Vorwurf gegen die Mieter erhoben.
Haftbefehle gegen 25 Beschuldigte
Die Ermittler haben Haftbefehle gegen 25 Beschuldigte erlassen. Unter ihnen sind fünf Chinesen, sechs Thailänder, 13 Myanmaren und eine Firma.
Einige Verdächtige werden laut Behörden mit internationalen Haftbefehlen gesucht. Die AMLO arbeitete bei der Verfolgung der Geldflüsse mit der DSI und dem Einwanderungsbüro zusammen. Sie fand nach eigenen Angaben Verbindungen zu zentralen Figuren eines internationalen Betrügernetzwerks und zu öffentlichen Betrugsfällen.
Vorwürfe reichen von Stromdiebstahl bis Geldwäsche
Den Beschuldigten werden gemeinsam begangener Diebstahl im normalen Geschäftsbetrieb, Verstöße gegen das Computerkriminalitätsgesetz und Geldwäsche vorgeworfen.
Laut den Behörden entstand dem Staat durch den mutmaßlichen Stromdiebstahl ein Schaden von mehr als 3 Milliarden Baht. Die Geldflüsse des internationalen Netzwerks werden auf bis zu 5 Milliarden Baht geschätzt.
Schon 2025 mehr als 3.600 illegale Mining-Maschinen beschlagnahmt
Die aktuelle Aktion baut auf früheren Beschlagnahmungen auf. Im Jahr 2025 stellten die Behörden bereits mehr als 3.600 illegale Bitcoin-Mining-Maschinen sicher, wie Polizeikapitän Khemchat Prakaikhongmanee berichtete.
Das Netzwerk soll Stromzähler manipuliert haben, um die Stromrechnungen unter ihr tatsächliches Niveau zu drücken.
Ermittlungen auch gegen Berater und Helfer der Strohmann-Firmen
Das Justizministerium will seine Untersuchung auf Rechtsberater, Anwälte und Buchhaltungsbüros ausweiten. Sie sollen beim Aufbau der Strohmann-Firmen beraten oder dabei geholfen haben, so der Verdacht.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
AMLO warnt zugleich Thailänder, die als Strohmänner auftreten oder Ausländern bei solchen Konstruktionen rechtlichen Beistand leisten. Ihnen drohen Strafverfahren und die Beschlagnahme ihres Vermögens.
Beschlagnahmte Vermögenswerte könnten an Opfer zurückgehen
Die AMLO prüft die eingefrorenen Vermögenswerte. Stammen sie aus dem Geld von Opfern, will die Behörde deren Rechte schützen und den Erlös an sie zurückgeben, sagte Piya Sriwika.
Ob die Vermögenswerte tatsächlich aus Opfergeldern stammen, muss die Prüfung noch zeigen.
Lesen Sie auch: Niemand steht über dem Gesetz: Ausländern droht Zwangsverkauf
Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.
Lesen Sie auch: Überfall auf Tourist in Pattaya – Ausländer gefasst!

Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: