Deutschland schenkt Thailand 570 Millionen Baht für Klimaschutz

Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Ein Projekt soll Küstenstädte wie Bangkok vor Naturkatastrophen schützen. Der Minister nennt außerdem eine zweite Summe, die in nur zwei Wochen zusammenkam.

Deutschland schenkt Thailand 570 Millionen Baht für Klimaschutz
Naewna

BANGKOK – Thailands Klimabehörde DCCE hat Zuschüsse aus Deutschland über 15 Millionen Euro eingeworben, umgerechnet rund 570 Millionen Baht. Das Geld fließt in zwei Projekte, die Thailand auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel bis 2050 helfen sollen. Gleichzeitig geht es um den Schutz der Artenvielfalt und um besseren Schutz vor Naturkatastrophen.

Geld ohne Rückzahlung aus dem Fonds IKI

Die Summe kommt als sogenannter Grant, also als Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Die International Climate Initiative (IKI) steht unter dem deutschen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).

Die Bundesrepublik Deutschland stellt insgesamt 15 Millionen Euro bereit, das sind rund 570 Millionen Baht. Verteilt wird das Geld auf zwei Projekte.

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ENNaCT: 380 Millionen Baht für Artenschutz und Landwirtschaft

Das erste Projekt heißt ENNaCT. Es bekommt 10 Millionen Euro, rund 380 Millionen Baht, und läuft fünf Jahre.

Ziel ist, den Schutz der Artenvielfalt mit der Senkung von Treibhausgasen zu verbinden. Außerdem sollen Haushaltsmechanismen für grüne Ausgaben und neue Finanzinstrumente entwickelt werden. Auch nachhaltige Lieferketten in der Landwirtschaft gehören zum Programm.

ANCHOR: Thailand und die Philippinen rüsten Küstenstädte

Das zweite Projekt ANCHOR ist eine Zusammenarbeit zwischen Thailand und den Philippinen. Insgesamt fließen 10 Millionen Euro, davon 5 Millionen Euro oder rund 190 Millionen Baht an Thailand. Die Laufzeit beträgt sieben Jahre.

Es geht um den Umgang mit den Folgen des Klimawandels in Küstenstädten, besonders in Bangkok, in der Sonderentwicklungszone Ostthailand (EEC) und rund um den Golf von Thailand. Natur und Ökosysteme sollen als Schutz vor Katastrophen dienen. Dazu kommen Finanzmechanismen für die langfristige Arbeit.

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Ministerium will beide Projekte miteinander verknüpfen

Die Ständige Sekretärin des Ministeriums für Naturressourcen und Umwelt, Dr. Raweewan Phurideche, kündigte an, beide Projekte von der politischen Ebene bis in die Regionen zu verbinden. Ziel sei, Ressourcen und Budget so einzusetzen, dass sie möglichst viel bewirken.

Davon sollen am Ende die Menschen konkret profitieren, so ihre Aussage.

Behördenleiter sieht Beitrag zum Netto-Null-Ziel

Dr. Pirun Saiyasitpanich, Leiter des DCCE, sagte, die Mittel stärkten Thailands Möglichkeiten, das Netto-Null-Ziel zu erreichen.

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Gleichzeitig soll der Schutz der Natur mit der Anpassung an den Klimawandel verbunden werden.

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Mehr als 670 Millionen Baht in zwei Wochen

Minister Suchat Chomklin erklärte, das DCCE habe in den vergangenen zwei Wochen Zuschüsse aus in- und ausländischen Quellen in Höhe von insgesamt mehr als 670 Millionen Baht gesichert.

Diese Summe nennt er einen wichtigen Baustein, um die Arbeit für die Umwelt voranzubringen und die Lebensqualität der Bevölkerung langfristig zu verbessern.

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Quelle: Naewna

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