Chinas Banden unterwandern Thailand

Chinas Banden unterwandern Thailand
Thai Examiner, KhaoSod, Matichon

Pattaya-Terror und Massen-Verhaftungen im Königreich 

Thailand erlebt eine beispiellose Kriminalitätswelle aus China: Am frühen Freitagmorgen terrorisierte der 35-jährige Zhang Shuai mit einer modifizierten Glock-Pistole einen 7-Eleven in Pattaya und behauptete, rücksichtslose chinesische Gangster würden ihn jagen. Nur wenige Stunden später verhaftete die Polizei in Chiang Rai 18 chinesische Staatsangehörige ohne Papiere, die illegal aus Myanmar eingereist waren. 

Diese schockierenden Vorfälle enthüllen eine wachsende Bedrohung: Chinas illegale Netzwerke untergraben aktiv Thailands Sicherheit und Wirtschaft. Arbeitsminister Pongkawin Jungrungruangkit startete daraufhin am Freitag eine Großrazzia gegen illegale Operationen. Undokumentierte chinesische und myanmar-stämmige Arbeiter befeuern eine Schattenwirtschaft durch geheime Fabriken, besonders in den östlichen Provinzen, die Thailands Souveränität und soziale Stabilität ernsthaft bedroht.

Bewaffneter Chinese löst Pattaya-Panik aus 
Stundenlange Verhandlungen

Der dramatische Pattaya-Vorfall ereignete sich um 12:15 Uhr in einem 7-Eleven an der Soi Theppasit 8, als Zhang Shuai mit seiner modifizierten Glock 19, die .380-mm-Munition abfeuern kann, Personal und Kunden in Angst und Schrecken versetzte. Augenzeugen beschrieben den Verdächtigen als sichtlich verstört, während er behauptete, von anderen chinesischen Staatsangehörigen gejagt zu werden. Polizeibeamte evakuierten sofort umliegende Geschäfte und sperrten die Straße ab. Nach mehr als zwei Stunden intensiver Verhandlungen ergab sich Zhang friedlich. 

Ermittler glauben, dass die Schusswaffe von einem illegalen Waffenhändler stammt, der ausländische Kriminelle beliefert. Die Polizei prüft Zhangs mögliche Verbindungen zu regionalen Call-Center-Betrügereien, ähnlich einem Fall mit einem Koreaner, der vor einer chinesisch geführten Bande in Pattaya floh. Dieser Vorfall ereignete sich nur zwei Tage nach einer weiteren Großrazzia.

18 Chinesen bei illegaler Grenzüberquerung geschnappt

Am Freitag verhaftete die Polizei in Chiang Rai 18 chinesische Staatsangehörige ohne Pässe oder Ausweisdokumente, nachdem Angestellte eines Convenience Stores gemeldet hatten, dass sie stundenlang herumlungerten. Bei der Befragung gab die Gruppe zu, illegal aus Myanmar eingereist zu sein und dabei Einwanderungskontrollpunkte umgangen zu haben. Sie übernachteten in einem Resort im Unterbezirk Tha Sai, möglicherweise in Erwartung krimineller Aufträge. Die Polizei vermutet, dass sie sich Thailands expandierender Untergrundwirtschaft anschließen wollten. 

Dieser verborgene Sektor ist gewaltig und vielfältig: Er umfasst Online-Betrug, nicht lizenzierte Kasinos, gefälschte Waren und illegale Fertigung. Sicherheitsanalysten zufolge stammt die Finanzierung oft von transnationalen Verbrechergruppen, die in Myanmar, Laos und Kambodscha operieren.

Visa-Regelung hilft chinesischen Verbrechernetzwerken bei Grenzausbeutung

Obwohl chinesische Touristenankünfte durch den Flughafen Suvarnabhumi gesunken sind, nehmen illegale Landgrenzüberquerungen zu. Kriminelle Syndikate haben sich angepasst und nutzen Flussrouten, Dschungelpfade und Verstecke. Das Innenministerium hat Provinzgouverneure angewiesen, die Grenzüberwachung zu verstärken. Zusätzliche Patrouillen werden entlang des Mekong-Flusses eingesetzt, einer bevorzugten Route für Schmuggler

In den vergangenen Wochen haben Strafverfolgungsbehörden ihre Operationen intensiviert: Allein in der letzten Woche griffen sie chinesisch geführte Betrugszentren, Hackergruppen und ein Pornografie-Netzwerk an. Razzien fanden in Bangkok, Pattaya und anderen Provinzzentren statt. Viele Verdächtige trugen keine Pässe oder gültigen Visa und waren vermutlich über illegale Landübergänge eingereist.

Notfall-Task-Force gegen geheime Fabriken und Schattenökonomie

Minister Pongkawin Jungrungruangkit kündigte eine Notfall-Task-Force an, nachdem ausländische Arbeiter in nicht registrierten thailändischen Fabriken und geheimen Produktionsstätten entdeckt wurden. Diese Standorte brachen Lohngesetze, ignorierten Sicherheitsvorschriften und beschäftigten undokumentierte Migranten. Das Ministerium wird mit Einwanderungs- und Polizeieinheiten koordinieren, um solche Operationen zu zerschlagen, besonders in Thailands östlichen Provinzen

Die öffentliche Meinung in betroffenen Gebieten ist gespalten: Viele Einwohner wünschen sich die wirtschaftlichen Vorteile des Tourismus, fürchten aber auch die Kriminalitätswelle. „Wir brauchen Besucher, aber keine Banden und Waffen“, sagte ein Ladenbesitzer in Chiang Rai. Ohne stärkere Maßnahmen stehen Thailands Grenzen, Arbeitsmarkt und Gesamtsicherheit vor ernsten Risiken durch organisierte chinesische Kriminalität, die Thailands Schwachstellen ausnutzt.

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