VIDEO: Motorradfahrer schläft ein – Passagierin fällt von Brücke

VIDEO: Motorradfahrer schläft ein – Passagierin fällt von Brücke
TikTok/ @rnatpakan

Schock-Unfall in Bangkok: 
Motorrad-Taxifahrer schläft ein 
Passagierin stürzt von Brücke 

Bangkok – Ein schockierender Vorfall ereignete sich gestern Morgen an der Ratchayothin-Kreuzung im Bezirk Chatuchak: Ein App-basierter Motorradtaxi-Fahrer schlief am Steuer ein und krachte in ein Brückengeländer, wodurch seine weibliche Passagierin mehrere Meter in die Tiefe stürzte. Der gesamte Vorfall wurde auf Video festgehalten und ging auf TikTok viral.

Was geschah an der Brücke?

Gegen 7 Uhr morgens war der Fahrer Thanaphat mit der burmesischen Passagierin Lwin Lwin Aye auf der Überführung unterwegs, als er offenbar vor Müdigkeit die Kontrolle verlor. Seine Maschine schleuderte gegen das Geländer, und die Frau wurde durch den Aufprall über die Brüstung geschleudert. Augenzeuge Kai (46), selbst Motorradtaxi-Fahrer, eilte sofort zur Hilfe: „Ich hörte den lauten Knall und sah, wie die Frau auf das Dach eines vorbeifahrenden Autos stürzte. Die Windschutzscheibe zerbarst vollständig.“

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Opfer in kritischem Zustand

Die verletzte Passagierin wurde bewusstlos mit Rettungswagen ins Paolo Kaset Hospital gebracht. Sie erlitt schwere Verletzungen, ist aber bei Bewusstsein. Der Fahrer kam mit leichten Verletzungen davon und wurde umgehend von der Polizeistation Phahonyothin festgenommen.

Eingeständnis und Anklage

Thanaphat gestand sofort, während der Fahrt eingenickt zu sein. Er wurde nach § 390 angeklagt: „Fahrlässige Handlung mit Körperverletzung“. Drohende Strafe: Bis zu ein Monat Haft oder eine Geldstrafe von 10.000 Baht – falls sich der Zustand der Passagierin verschlechtert, sogar noch mehr.

SiamRath

Nicht der erste Vorfall dieser Art

Dies ist bei weitem nicht der erste Zwischenfall mit Brücken in Bangkok:
April 2025: Eine Thailänderin in Pathum Thani überlebte knapp den Sturz von einer 5 Meter hohen Brücke
Dezember 2024: Eine Frau in Samut Prakan verletzte sich, als sie ihr Handy von einer Fußgängerbrücke retten wollte
Experten kritisieren die prekären Arbeitsbedingungen der App-Fahrer: „Viele fahren 12-Stunden-Schichten, um genug zu verdienen. Die Müdigkeit wird zur tickenden Zeitbombe“, warnt ein Verkehrssicherheitsexperte.

Die App-Firma GrabBike äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall. Bekanntlich arbeiten viele Fahrer auf eigene Rechnung und tragen somit das volle Risiko.

Für Lwin Lwin Aye beginnt nun ein langer Heilungsprozess. Ihre Familie wurde informiert, die burmesische Botschaft bietet Unterstützung an. Der Fahrer Thanaphat wartet derweil auf seinen Prozess – und darauf, ob aus fahrlässiger Körperverletzung vielleicht doch Totschlag wird.

SiamRath

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