CHIANG MAI, THAILAND – Die Polizei hat am 2. Juni einen chinesischen Mann und seine thailändische Ehefrau festgenommen, weil sie laut Ermittlern Vape-Produkte mit der Betäubungssubstanz Etomidat – lokal „Pod K“ genannt – an Gäste in Unterhaltungslokalen verkauft haben sollen. Behörden warnen vor schweren gesundheitlichen Folgen und kündigen scharfe Maßnahmen gegen Händler und betroffene Lokale an.
Festnahmen im CCOC präsentiert
Die Festnahmen wurden am 2. Juni im Command and Control Operation Centre (CCOC) der Provinzialpolizeiregion 5 in Chiang Mai bekanntgegeben. Polizeigeneralleutnant Kritthapol Yeesakorn und Gouverneur Ratthaphon Naradisorn stellten den Fall vor.
Die beiden Verdächtigen sitzen den Angaben zufolge in Untersuchungshaft und stehen im Zentrum einer größeren Aktion gegen Drogenhandel in Unterhaltungsvierteln der Region. Gegen sie laufen Ermittlungen wegen des mutmaßlichen Verkaufs der mit Etomidat versetzten Produkte.
Verdächtige geben Import aus China zu
Nach Angaben der Polizei gestanden die Verdächtigen, die Substanz aus China importiert und in Vape-Produkten verwendet zu haben. Sie sollen die Ware seit April verkauft haben, also etwa zwei Monate vor ihrer Festnahme.
Die Ermittler teilten mit, die Verdächtigen hätten mehr als das Fünffache ihrer Kosten als Gewinn erzielt. Der Reisepass und die Aufenthaltsgenehmigung des chinesischen Mannes waren zum Zeitpunkt der Festnahme gültig.
Etomidat in E-Zigaretten: Neue Gefahr
Ermittler erklärten, die Produkte enthielten Etomidat, das inzwischen als neue Form eines Betäubungsmittels beschrieben wird, das in elektronische Zigaretten gemischt wird. Die Behörden warnen vor ungewöhnlichen und schwer zu behandelnden Wirkungen.
Polizeigeneralleutnant Kritthapol sagte, Konsumenten zeigten Verhaltensweisen, die an „Zombies“ erinnerten, und die Substanz lasse sich nur schwer therapieren. Diese Beschreibung unterstreicht die Gesundheitsrisiken nach Auffassung der Polizei.
Warnung vor Ausbreitung unter Jugendlichen
Gouverneur Ratthaphon wies darauf hin, dass die Droge derzeit teuer sei, aber sinkende Preise das Risiko einer weiteren Verbreitung erhöhen könnten. Er zeigte sich besorgt über eine mögliche Ausweitung des Konsums unter Kindern und Jugendlichen.
Die Behörden betonten, Prävention in Unterhaltungsvierteln sei jetzt besonders wichtig, weil vermehrter Verkauf und sinkende Preise die Verfügbarkeit erhöhen könnten. Lokale Kontrollen sollen deshalb verschärft werden.
Härtere Sanktionen gegen Lokale und Händler
Die Polizei kündigte an, gegen Betreiber von Unterhaltungsstätten vorzugehen, die in den Handel verwickelt sind, und nannte mögliche Maßnahmen wie Betriebsschließungen und Vermögensbeschlagnahmungen. Dies sei Teil einer breiteren Kampagne zur Unterdrückung des Drogenhandels.
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Denjenigen, die wegen Verkaufs der Substanz verurteilt werden, drohen laut Behörden Haftstrafen von zehn bis fünfzehn Jahren. Die Ankündigung signalisiert ein hartes Durchgreifen der Behörden gegen die Lieferkette.
Ermittlungen werden ausgeweitet
Die Behörden prüfen nun, ob weitere Personen oder Betreiber von Veranstaltungsorten in das Vertriebsnetz eingebunden sind, und setzen die rechtlichen Schritte gegen die Verdächtigen fort. Ermittlungen und rechtliche Prüfungen laufen weiter.
Als nächster Schritt wollen die Ermittler prüfen, welche Verbindungen es zu anderen Händlern oder Lokalen gibt und ob zusätzliche Beschlagnahmungen oder Schließungen notwendig sind. Die Untersuchung bleibt damit offen und aktiv.



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