SURIN, Thailand – In der Nacht zum 8. Juni kam es auf der Tung Pho–Tha Sawang Road zu einer folgenschweren Tragödie, bei der eine 32-jährige Frau und ein 28-jähriger Helfer ums Leben kamen. Der Fahrer, ein Bekannter der Frau, wurde von der Polizei wegen vorsätzlichen Mordes angeklagt.
Eskalation im Auto: Dashcam zeichnet Streit auf
Thidarat Phonthong (32) und Arnon Kongkeng (32) saßen gemeinsam im Wagen, als der Streit ausbrach. Dashcam-Aufnahmen dokumentieren, wie Thidarat den Mann am Steuer immer wieder aufforderte, ein Messer fallen zu lassen.
Sie hielt an, stieg aus und wollte weg von ihm. Ein Fremder auf einem Motorrad wurde für sie zur letzten Hoffnung.
Hilferuf, dann die tödliche Fahrt
Nattanon Jitharn (28) fuhr zufällig vorbei, als Thidarat ihn um Hilfe bat. Der junge Mann hielt an – und bezahlte seine Zivilcourage mit dem Leben.
Laut Polizei kam es zu einem Zusammenstoß zwischen dem Auto und dem Motorrad, bei dem beide Insassen des Motorrads ihr Leben verloren.
Fahrer spricht von Unfall – Behörden widersprechen scharf
Arnon Kongkeng behauptet gegenüber den Beamten, er habe die Frau auf dem Sozius nicht als seine Freundin erkannt. Der Aufprall sei ein Versehen gewesen.
Doch die Ermittler sehen vorsätzliches Handeln und haben den 32-Jährigen wegen vorsätzlichen Mordes angeklagt. Arnons Worte nach der Tat klingen teilnahmslos: „Ich wage es nicht, ihr und ihrer Familie bei der Beerdigung eine Entschuldigung auszusprechen. Es ist bereits passiert. Ich kann es nicht rückgängig machen.“
Ihm drohen Todesstrafe oder lange Haft
Die Anklage wegen vorsätzlichen Mordes wiegt schwer. Sie reicht von der Todesstrafe über lebenslange Haft bis zu 15 bis 20 Jahren Freiheitsstrafe.
Eine Verurteilung steht noch aus, doch die Polizei stuft die Tat als absichtlichen Rammstoß ein – eine Tragödie, die nach einem einzigen Streit eskalierte.
Zweites Opfer: kurz vor der Hochzeit
Nattanon Jitharn arbeitete beim Provinz-Elektrizitätsamt Surin und stand mitten im Leben. Nur einen Tag nach der tödlichen Nacht, am 9. Juni, hätte er seinen Geburtstag gefeiert.
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Mit seiner Freundin plante er bereits die Hochzeit im Januar nächsten Jahres. Statt Feiern und Zukunft bleiben nun Trauer und Fassungslosigkeit.
Lob für den Mut – und eine Mahnung
Anwohner sprachen Nattanons Familie und seiner Freundin ihr Beileid aus. Sie würdigten den jungen Mann als mutigen Helfer, der einer Fremden beistand.
Gleichzeitig mahnen viele zur Vorsicht: Wer in eskalierende Beziehungsstreits eingreift, riskiert mitunter das eigene Leben. Solche Konflikte sollten umgehend der Polizei oder lokalen Behörden gemeldet werden, statt selbst einzugreifen.



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