NONG KHAE, SARABURI – Ein 60-jähriger Mann hat am Morgen des 8. Juni 2026 eine Mutter und ihre 15-jährige Tochter in ihrem Mietszimmer angeschossen und anschließend Suizid begangen. Nachbarn hörten die Schüsse und halfen den Opfern, 70 Meter bis zum Eingang der Gasse zu laufen, um Hilfe zu holen. Als die Polizei das Zimmer des Schützen umstellte und ihn zur Aufgabe bewegen wollte, erschoss sich der Mann. Hintergrund der Tat soll abgewiesene Zuneigung zu der Jugendlichen gewesen sein.
Drei Schüsse, dann verbarrikadierte sich der Schütze
Gegen 08:10 Uhr ging der Notruf bei der Polizeistation Nong Khae ein. In einem langgestreckten Mietshauskomplex mit einander gegenüberliegenden Zimmern war es zu einer Schießerei gekommen.
Der 60-jährige Prayong drang in das Zimmer von Frau Bussaba (45) und ihrer Tochter (15) ein und schoss auf sie. Anschließend flüchtete er in sein eigenes Zimmer direkt gegenüber und schloss sich ein, während Nachbarn den Opfern zur Hilfe eilten.
Mutter und Tochter gerettet
Nach den Schüssen zögerten die Anwohner nicht. Sie halfen der verletzten Frau und dem Mädchen, etwa 70 Meter bis zum Eingang der Gasse zu gelangen.
Dort suchten sie weitere Hilfe und brachten die beiden ins Krankenhaus Nong Khae. Bussaba und ihre 15-jährige Tochter erlitten Schussverletzungen und wurden medizinisch versorgt.
Polizei umstellt Zimmer, Täter bleibt stumm
Die ersten Beamten trafen schnell am Tatort ein, wagten aber keinen direkten Zugriff. Prayong war bewaffnet und hatte die Tür seines Zimmers verschlossen.
Die Polizei forderte Verstärkung und ballistische Schutzausrüstung an. Danach versuchten die Einsatzkräfte, den 60-Jährigen durch Verhandlungen zur friedlichen Aufgabe zu bewegen – doch aus dem Zimmer kam keine Reaktion.
Nach langem Schweigen ein lauter Knall
Als die Situation festgefahren schien und Prayong auf keine Ansprache reagierte, durchbrach plötzlich ein Schuss die Stille. Er kam aus dem Inneren des versperrten Zimmers.
Beim Blick durch einen Türspalt sahen die Beamten, dass sich der Mann das Leben genommen hatte, um einer Festnahme zu entgehen. Die Tür wurde aufgebrochen, der Mann konnte nur noch tot geborgen werden.
Illegale Waffe sichergestellt
Neben dem toten Prayong fanden die Ermittler die benutzte Schusswaffe und stellten sie umgehend als Beweismittel sicher. In Thailand ist der Besitz einer nicht registrierten Waffe strafbar und wird besonders bei Gewaltdelikten streng geahndet.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Der Leichnam wurde an die Ruamkatanyu-Stiftung übergeben. Die Freiwilligen brachten ihn zur detaillierten Obduktion in die Rechtsmedizin, um die genaue Todesursache offiziell zu dokumentieren.
Ein junges Mädchen, ein Verehrer und aufgestaute Eifersucht
Nachbarn schilderten später, was sich in den Monaten vor der Tat abgespielt haben muss. Demnach lebte Prayong, der ursprünglich aus Chai Nat stammte und als Gartenpfleger in einem Industriepark arbeitete, seit einem Jahr allein mit seiner eigenen Tochter in dem Mietshaus.
Er hatte nach Aussagen von Nachbarn ein Auge auf die 15-Jährige aus dem gegenüberliegenden Zimmer geworfen und sie immer wieder finanziell unterstützt. Wenn sie 100 Baht wollte, gab er 100, wenn sie 1.000 verlangte, gab er 1.000. Auch Frau Bussaba lebte nur mit ihrer Tochter im Komplex.
Neuer Freund wird dem 60-Jährigen zum Verhängnis
Die Situation kippte, als die Jugendliche einen Freund in ihrem eigenen Alter fand. Prayong soll das nicht ertragen haben und begann, Groll anzustauen.
Die Eifersucht entlud sich schließlich an diesem Morgen in einer Kurzschlusshandlung, bei der er in das Zimmer von Mutter und Tochter eindrang und die Schüsse abgab. Die Polizei wird die genauen Hintergründe und Abläufe weiter ermitteln.



Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: