BANGKOK, THAILAND – Ein ausländischer Tourist hat mit einer wüsten Schimpftirade gegen einen Flughafen in Bangkok für Aufsehen gesorgt. Auf der Plattform Threads bezeichnete er Personal und Einrichtungen als „absoluten Mist“ und forderte andere Reisende auf, Thailand zu meiden. Auslöser war offenbar ein beschlagnahmter Behälter Honig und ein als schäbig empfundener Boden im Terminal.
Ein wütender Tourist und seine Tirade
Der Mann ließ seinem Ärger in einem Beitrag freien Lauf, den er mit einem Foto eines beschädigten Passagierterminal-Bodens versah. „Der Flughafen Bangkok ist absoluter Mist! Der Changi International Airport in Singapur und das Personal lassen die Thailänder wie schwachsinnige Amateure aussehen“, polterte er.
Weiter schrieb er: „Ich bin heute am Transfer-Kontrollbereich für meinen AirAsia-Flug auf das weltweit schlechteste und widerwärtigste Flughafenpersonal gestoßen. Meidet Thailand und seine Flughäfen. Absolut widerliche Wilde.“ Der Beitrag verbreitete sich rasch und rief gemischte Reaktionen hervor.
Ein Topf Honig als Auslöser?
In weiteren Beiträgen deutete der Tourist an, dass der Ärger mit einem Sicherheitsvorfall an der Transferkontrolle begann. Das Personal habe ihm einen Behälter mit Honig abgenommen. Er echauffierte sich, bei Reisen in Nachbarländer wie Vietnam, Laos oder Malaysia niemals auf ähnliche Beschränkungen gestoßen zu sein.
Für den Mann war die Beschlagnahmung offenbar der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Er hielt mit seiner Verachtung für das Personal nicht hinter dem Berg und verglich die Situation direkt mit seinen Erlebnissen am hochgelobten Changi Airport in Singapur.
Gemischte Reaktionen im Netz
Die Reaktionen auf die Beschimpfungen fielen gespalten aus. Während einige Nutzer Verständnis für den Ärger über mangelnde Instandhaltung zeigten, sprangen viele Thailänder und internationale Reisende dem Flughafenpersonal zur Seite. Sie kritisierten die undifferenzierte und beleidigende Wortwahl des Touristen.
Mehrere Kommentatoren wiesen darauf hin, dass der Vergleich mit dem weltweit als Spitzenreiter geltenden Changi Airport unfair sei. Andere spekulierten, der Mann sei mit einer Billigfluglinie gereist, bei der Service und Abfertigungsbereiche oft einfacher ausfallen als bei teuren Full-Service-Carriern.
Welcher Flughafen war es wirklich?
Schnell kam die Frage auf, welcher der beiden großen Airports in Bangkok auf dem Foto zu sehen ist. Viele Nutzer tippten auf den Don Mueang International Airport, das Drehkreuz für AirAsia und andere Low-Cost-Airlines. Für diesen Flughafen bestehen seit längerem Renovierungspläne, um die in die Jahre gekommenen Einrichtungen aufzupolieren.
Eine offizielle Bestätigung, ob es sich tatsächlich um Don Mueang handelte oder um den moderneren Suvarnabhumi International Airport, blieb aus. Der Tourist selbst legte sich in seinen erbosten Kommentaren nicht eindeutig fest und sprach pauschal von einem „Bangkok airport“.
Behörden schweigen zu den Vorwürfen
Die zuständige Flughafenbetreibergesellschaft Airports of Thailand (AOT) hat sich zu dem Wutausbruch des Mannes bisher nicht geäußert. Es gab keine Stellungnahme zu den Vorwürfen über unfreundliches Personal oder die angeblich heruntergekommenen Räumlichkeiten in dem betroffenen Terminal.
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Anders als bei früheren Vorfällen blieb eine offizielle Reaktion oder gar eine Entschuldigung aus. Die Behörden scheinen den Vorfall, der sich in erster Linie durch die drastische Wortwahl des Touristen auszeichnet, zunächst auszusitzen.
Entschuldigung an einem anderen Flughafen
Zeitgleich sorgte ein separater Fall für Bewegung am Suvarnabhumi International Airport. Dort hatten sich thailändische Passagiere und ein Social-Media-Influencer über das Verhalten des Bodenpersonals beschwert. Dieser Vorfall nahm eine andere Wendung.
Die Verantwortlichen reagierten prompt mit einer offiziellen Entschuldigung bei den Betroffenen. Zudem wurde das Versprechen abgegeben, den Kundenservice durch zusätzliche Schulungen für das Personal spürbar zu verbessern. Von Konsequenzen im aktuellen Fall des wütenden Touristen ist indes nichts bekannt.
Changi als unerreichbarer Maßstab
In einem Folgebeitrag schwärmte der brüskierte Tourist erneut vom Changi International Airport in Singapur. Dessen Personal sei professionell, hilfsbereit und in jeder Hinsicht das genaue Gegenteil seiner Erfahrung in der thailändischen Hauptstadt. Für viele Beobachter ist dieser direkte Vergleich jedoch von vornherein verzerrt. Während Changi Jahr für Jahr Spitzenplätze in weltweiten Flughafenrankings belegt, kämpfen Bangkoks Airports – insbesondere Don Mueang – mit alternder Infrastruktur und enormem Passagieraufkommen.
Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

Da war wohl eher ein Choleriker unterwegs..
Was soll`s! Die Wortwahl des Nörglers zeigt schon, welch Geistes Kind er ist.
… Aber mit Dir darf man ja alles veranstalten, oder?
Ärger ist nicht gut für die Gesundheit und verkürzt die Lebenserwartung. Wegen ein bisschen Honig würde ich mir mein Urlaub nicht vermiesen lassen. Am Flughafen Frankfurt hat bei der Kontrolle vor ein paar Jahren die deutschen Sicherheitskräfte beim Passagier vor mir vier Mohrenköpfe (eine deutsche Süßspeise) als sicherheitsrelevant beschlagnahmen lassen. Mir wurde dann eine kleine Dose deutsche Streichwurst (100 Gramm) im Handgepäck zum „Verhängnis“. Der Passagierin hinter mir musste bei der Kontrolle in Eiltempo ein Joghurtbecher leer löffeln, da sonst der Zugang zum Flugzeug verweigert wurde. Da konnte man nur mit einem Kopfschütteln über die deutsche Gründlichkeit reagieren. Aber laut schreien bring da nichts.
Es würde mich sehr wundern wenn einer mit einem Topf Honig im Handgepäck am Changi International Airport durch die Security kommen würde.
Ääähhh, Honig? Von der obigen Debatte abgesehen: Ich habe keine Ahnung dass Honig im Handgepäck verboten ist.
Bomben, Drogen, Waffen, …, alles klar, aber Honig?
Honig zählt, wie irgendwelche Shampoos oder Gels, zu den Flüssigkeiten. Und das geht nur bis 100ml durch. Im Bericht steht was von Transferkontrolle. Der Mann muss ja von irgendwoher gekommen sein und hätte ein Glas/Topf Honig schon beim ersten einchecken nicht im Handgepäck durchs Röntgengerät bekommen. Der Topf Honig war evtl. im Koffer und da sollte es dann eigentlich keine Probleme geben. Ich hätte um einige Scheiben Brot (zur Not auch Farmhouse) gebeten und den Honig ausgelöffelt. Gerne auch zum probieren weitergereicht.
Stimmt, an doe Beschränkung bei Flüssigkeiten hatte ich nicht gedacht.
Bei flüssigem Honig, bei einem mit sehr fester Konsistenz, dazu im kalten Klima eingestiegen, könnte es durch die Kontrolle gehen. In Thailand ist er dann flüssig.
Aber im Ernst, wenn schon eine 250ml Wasserflasche beim Umsteigen zu viel ist, welche von der Airline ausgegeben wurde, hat das weniger mit Sicherheit als mit den Verkaufszahlen im Airport Bereich zu tun. Manches ist wirklich übertrieben.
Anderseits, Schutzzölle hat ja auch die EU im hohen Maße dieses Jahresmitte eingeführt. Die toppt sogar noch Herrn Trump. Kauft mal auf China Widerstände, ein paar Kondensatoren, 10 IC’s, ein paar Stecker. Auf jede Klasse pauschal €3,- Einfuhrsteuer wegen der bösen, schlechten Temo Qualität. Bei einem Einkaufspreis von unter €2 für die TTL Gatter. Nee, das ist einfach ein Protektionszoll. Kein Unterschied zu den USA.
Ja wenn der Honig die erlaubte Menge an ml überschreitet die im Handgepäck erlaubt ist, gibt es Probleme. Der Passagier hatte die Möglichkeit den Honig vor Ort zu essen, dann wäre dieser nicht konfisziert worden. Das gleiche wäre passiert wenn er eine Liter Flasche Whisky im Handgepäck mitgeführt hätte. Die hätte er auch am Sicherheitsschalter trinken können um sie nicht abgenommen zu bekommen 😉. Dieser wütende Reisende sollte sich lieber selbst kritisieren über seine Ahnungslosigkeit, bzgl. Flugeisen und speziell über geltende Vorschriften die Weltweit vorgeschrieben und einzuhalten sind.
Das Flughafenpersonal hat absolut richtig reagiert! Die Sicherheit ALLER Passagiere geht persönlichem Honiglecken vor! Es ist überall (Standard) verboten flüssige und gelartige resp. gar zähflüssige Materialen welcher Art auch immer im Handgepäckmitzuführen. Die Ausnahmen für Kleinbehäter wie Zahnpasta, Shampoo etc. sind auf 100ml limitiert und offen in Plastikbeutel sichtbar in den Behälter auf dem Band zu legen. Es zählt sogar der Aufdruck auf dem Behäter! Wenn dort 150ml steht und nur halbvoll kann es konfisziert werden. Total ist die Menge auf maximal 1 Liter beschränkt. Ich finde es TOLL wenn das Personal überall diese Vorschriften durchsetzt sie dienen ausschliesslich der SICHERHEIT und sind nicht Schikane. Google oder KI helfen dabei, sich vor dem Fliegen schlau zu machen.
zu Hause bleiben, ganz einfach.
Es wäre auch interessant zu wissen, warum der Honig beschlagnahmt wurde; wegen der schmierigen Masse, die mit gefährlichen verbotenen Chemikalien verwechselt werden könnte oder wegen Honig als Lebensmittel? Bei letzterem ist vermutlich Thailand der derzeit weltweit strengste Staat, der Lebensmittel auch in kleinsten Mengen beschlagnahmt und das eben nicht seit vielen Jahren, sondern erst seit ein paar Monaten – das weiß sicherlich noch nicht jeder Fluggast.
Das rechtfertigt sicherlich nicht dessen Verhalten, aber erklärt es evtl. durch dessen Unwissenheit.