Elf Franzosen in Thailand mit Cannabis festgenommen

Angehörige berichten von kostenlosen Urlaubsreisen und verschlossenen Koffern mit angeblichen Handys. Bei Drogenschmuggel drohen bis zu zehn Jahre Haft; einige sitzen weiter in Gewahrsam.

Elf Franzosen in Thailand mit Cannabis festgenommen
Photo by Alexander Schimmeck on Unsplash

BANGKOK – Mindestens elf Franzosen sind in Thailand mit Cannabis im Gepäck festgenommen worden. Mehrere von ihnen erklärten, sie seien mit kostenlosen Urlaubsreisen getäuscht worden und hätten verschlossene Koffer mit angeblichen Mobiltelefonen erhalten. Die Betroffenen wurden wegen des versuchten Drogenschmuggels aus Thailand angeklagt.

16,8 Kilo Cannabis in verschlossenem Gepäck

Ein 20-jähriger Franzose wurde laut AFP im Juni auf der Rückreise festgenommen. Mitarbeiter am thailändischen Flughafen fanden 16,8 Kilogramm Cannabis in einem verschlossenen Koffer.

Der Mann sagte den Ermittlern, er habe die Zahlenkombination zum Öffnen des Gepäcks nicht besessen. Seine Reise sei von einer Person finanziert worden, die ihn über Snapchat kontaktiert habe. Ob er vom Inhalt des Koffers wusste, blieb offen.

Festnahmen unter verschärften Regeln

Frankreichs Nationalpolizei sagte dem Sender RTL, dass elf Franzosen in Thailand festgenommen wurden, nachdem Cannabis in ihrem Gepäck entdeckt worden war. Einige Verdächtige befinden sich weiterhin in Polizeigewahrsam.

Französische Medien berichteten, dass Beschuldigte früher nach der Sicherstellung des Cannabis zunächst nach Frankreich zurückkehren konnten. Nach den nun angewandten strengeren Regeln können sie festgehalten werden, wenn sie eine Geldbuße beim Zoll nicht bezahlen, und müssen dann auf ihren Prozess warten.

30.000 Baht Geldbuße

RTL zufolge beträgt die gemeldete Geldbuße 30.000 Baht, umgerechnet etwa 790 Euro, pro Kilogramm Cannabis. Der Versuch, Cannabis aus Thailand zu schmuggeln, kann mit zwei bis zehn Jahren Haft bestraft werden.

Die Verfahren richten sich gegen die festgenommenen Franzosen.

Familien sprechen von einer Reise-Falle

Angehörige mehrerer Festgenommener erklärten französischen Medien, ihre Verwandten seien Opfer eines Tricks geworden, der als „Thailand-Plan“ bezeichnet wird. Kriminelle Banden sollen Reisenden kostenlose Urlaube angeboten haben, wenn diese Gepäck nach Frankreich zurückbringen.

Den Reisenden sei angeblich gesagt worden, die Koffer enthielten Mobiltelefone. Stattdessen sollen sich darin große Mengen Cannabis befunden haben.

Zwei weitere Festnahmen in Hongkong

Französische Medien berichteten außerdem von zwei weiteren Franzosen, die in Hongkong festgenommen wurden. Auch in deren Gepäck soll Cannabis gefunden worden sein, das sie unwissentlich aus Thailand mitgenommen hätten.

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ZUM ANGEBOT

Das französische Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten rief französische Staatsbürger auf, Änderungen der thailändischen Cannabisgesetze zu verfolgen und die örtlichen Vorschriften einzuhalten.

Frankreich prüft mögliches Netzwerk

Das Ministerium verfolgt die Fälle der in Thailand festgehaltenen Franzosen und leistet konsularische Unterstützung. Zugleich soll eine Untersuchung klären, wer hinter dem gemeldeten „Thailand-Plan“ steht.

Lesen Sie auch: Elf Franzosen wegen Cannabis in Thailand festgesetzt

Geprüft werden soll auch, ob ein größeres Netzwerk beteiligt war.

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Quelle: Thaiger
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