PATTAYA/CHONBURI – Fünf Menschen tot, zwei Fälle, eine Bande: Thana „Pong“ Kerdthong, 43, soll erst eine dreiköpfige Thai-Familie ermordet haben, dann die russischen Geschwister Diana (22) und Roman (17) Nazimova. Bei der Einäscherung der Thai-Opfer am 8. August in Chonburi forderten Angehörige die Todesstrafe.
Fünf Tote, zwei verbundene Fälle
Am 26. Juli 2026 verließen Diana und Roman Nazimova gegen 4 Uhr morgens ihre Unterkunft in Huai Yai – auf einem Motorrad, ohne zurückzukehren. Ihr Motorrad tauchte wenig später zerlegt und vergraben auf. Die Fahndung konzentrierte sich auf Thana „Pong“ Kerdthong (43) und Thongchai „Thong“ Srinil (39). Am 31. Juli nahm die Polizei beide im rund 190 km entfernten Bezirk Wang Sombun, Provinz Sakaeo, fest. Pong gestand, den Bruder erschossen zu haben. Diana starb durch Schläge. Motiv: das Motorrad.
Bei den Vernehmungen führte Pong die Ermittler zu einem zweiten Grab – auf einer Kokosplantage in Huai Yai. Dort lagen Wichian Wongsa (53), seine Frau Chantana Chatin (50) und ihre Tochter Nichapa (18), ermordet bereits Ende Juni. Auch hier das Motiv: Raub, diesmal der Pick-up der Familie. Seit 1. August sitzen vier Verdächtige in U-Haft – Pong, Thong, Chatchanan „Fluke“ und Atsadang „Ball“. Kaution verweigert.
Drei Särge, drei Einäscherungen
Am 8. August hielt der stellvertretende Gouverneur von Chonburi die Trauerfeier im Wat Khao Bunmee Dararam in Bang Lamung ab. Für Wichian, Chantana und Nichapa gab es drei getrennte Einäscherungen, damit die Asche nicht vermischt wurde. Hunderte Dorfbewohner, Beamte und Polizisten kamen.
Großmutter, Schwester, Onkel – alle wollen die Todesstrafe
Pranee Chatin (68), Mutter der ermordeten Chantana, sagte, sie könne den Tod ihrer Tochter, ihres Schwiegersohns und ihrer Enkelin nicht annehmen. Schlafen, essen – beides falle ihr schwer. Sie will Pong am Galgen sehen. Prisna Blundell (45), Chantanas jüngere Schwester, und Onkel Somnuek Chatin (55) sagten dasselbe. Premierminister Anutin Charnvirakul reiste eigens nach Chonburi und verlangte vor Kameras die härteste Strafe – mit dem Zusatz, das Gericht entscheide.
Zwei Monate nach der Entlassung: fünf Tote
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Pong kam im Juni 2026 frei – nach sieben Jahren Haft wegen bewaffneten Überfalls. Knapp acht Wochen später lagen fünf Menschen tot. Justizminister Ruttaphol Naowarat ordnete daraufhin eine Überprüfung von rund 5.000 Personen an, die eigentlich unter JSOC-Überwachung stehen sollten – ein 2022 eingeführtes Gesetz für rückfallgefährdete Gewalttäter. Ein ehemaliger Ministeriumsmitarbeiter sagte es direkt: Mit einer Fußfessel hätte Pong um 4 Uhr morgens nicht das Haus verlassen können.

Eine nur zu “ verständliche Forderung – der Angehörigen – nach der Vollstreckung einer möglichen Todesstrafe “ – alleine schon wegen Mord aus niederen Beweggründen zur Verdeckung bereits zuvor begangener Straftaten. Auf jeden Fall würde es – weitere Straftaten – dieser Mörder wirksam verhindern + helfen die Straßen Thailandś ein Stück sicherer zu machen.
Echt jetzt? Vielleicht sollte man sich die Länder anschauen in denen die Todesstrafe regelmäßig vollstreckt wird. Da würde ich jetzt ganz kühn behaupten die sind damit kein Stück sicherer gemacht worden. Dabei kann ich den Rachegedanken der Angehörigen durchaus nachvollziehen. Würde mir vermutlich kein bisschen anders ergehen.
Es würde Andere nicht anschrecken. In diesem Punkt stimme ich dir, Oskar, zu.
Ich glaube aber, das bei diesen Tätern eine erhöhte Wiederholungsgefahr besteht.
Wäre die erste Tat ein Unfall, würden die Kindern auf dem Bike noch leben.
So hat sich gezeigt, das Tötung ein bequemes Mittel ist zur Erlangung des Ziel ist. Somit wird das wieder geschehen, solange sie körperlich in der Verfassung sind.
Andreas, wenn es nur einen abschreckt ist schon eine Tragödie abgewendet.
Denke immer daran wie du dich fühlen würdes wenn eines deiner Angehörigen massakriegt wird.
Nichts anderes machen nähmlich Mehrfachmörder weil sie längst jeden Skrupel verloren haben.
Denk mal drüber Nach.
Gruss, Hannes
Darüber habe ich schon Jahre vorher mal nachgedacht. Leider zeigen die Statistik, das die Abschreckung durch Todesstrafe nicht wirkt. Andere werden erwischt, aber nicht der Täter…. Ist halt so. Sonst gäbe es nur noch Tötungen im Affekt. Wo du auf Mehrfachtäter wie hier ansprichst, die Wiederholungsgefahr in Freiheit wäre ein Grund, aber nicht der sinnlose Versuch der Abschreckung.
so weit. so gut.
Ich möchte diejenigen, die der gleichen Auffassung sind mal hören wenn sie durch einen Wiederholungstäter einen Angehörigen verlieren,
Das sind immer wieder so Aussagen nach dem St. Florians-Prinzip.
Und dann wird wieder nach Schuldigen gesucht.
Die Suche ist einfach, wenn man bei sich selber sucht!
Oskar Kusch – genau deshalb habe ich ja auch wie folgt geschrieben: … WEITER Straftaten – DIESER Mörder wirksam verhindern ( also NICHT ANDERER …. ) – auch habe ich NICHT von anderen Ländern geschrieben, sondern lediglich meiner Hoffnung zum Ausdruck gebracht, andere Täter würden “ nicht bis Äußersten gehen “ abgehalten in der Gewissheit – auch ihnen – droht die Todesstrafe, man müßte sie nur öfter auch vollstrecken als bisher in Thailand. Natürlich nur für Mehrfachmörder, dann aber konseqent.