Gift-Schock bei Wurst: Nitrit-Werte 50-fach über Grenzwert in Thailand

Lebensgefahr durch Wurst: In einer Fleischprobe wurden Nitrit-Werte gemessen, die den Grenzwert um das 50-Fache übertreffen. Konsumenten klagen über Bewusstlosigkeit und Vergiftungen. Ist Ihr täglicher Snack ein schleichendes Gift?

Gift-Schock bei Wurst: Nitrit-Werte 50-fach über Grenzwert in Thailand
KhaoSod

Bangkok – Behörde warnt: Nitritwerte in verzehrfertigem Fleisch teils bis zu 50‑mal über dem erlaubten Grenzwert; Konsumenten klagen über Schwindel und Bewusstseinsverlust.

Messwerte und gesetzliche Grenzwerte

Die zulässigen Höchstmengen sind laut Bekanntmachung Nr. 468 (B.E. 2025) bei Nitraten 200 mg/kg und bei Nitriten 80 mg/kg. Bei Kontrollen von 2024–2026 wies das Department in verzehrfertigen Fleischgerichten Nitritgehalte bis zu 3.880 mg/kg nach – fast 50‑fach über dem Grenzwert.

Neben dem Extremfall meldet das Department mehrere Proben mit Grenzwertüberschreitungen; die Behörde betont die gesundheitlichen Risiken bei hoher Aufnahme.

Welche Produkte betroffen sind

Bei Würstchen, Bologna und Schinken lagen die Nachweisraten für Nitrate bei 61 Prozent und für Nitrite bei 55 Prozent, die meisten Messwerte blieben aber innerhalb der gesetzlichen Grenzen. Diese Produktgruppen zeigten die höchsten Routinebefunde.

Bei fermentiertem Schweinefleisch, Schweinswurst, Isaan‑Wurst und chinesischer Wurst wurden Nitrate in 38 Prozent und Nitrite in 12 Prozent der Proben gefunden; hier gab es vier Proben mit Grenzwertüberschreitung (1 Nitrat, 3 Nitrit), überwiegend von kleinen, nicht regulierten Herstellern.

Gemeldete gesundheitliche Beschwerden

Es liegen Berichte vor, dass Konsumenten nach dem Verzehr über Schwindel, Benommenheit, Taubheitsgefühle in den Händen, Muskelkrämpfe und in Einzelfällen Bewusstlosigkeit klagten. Diese Symptome passen zu einer verminderten Sauerstoffversorgung des Körpers.

Das Department warnt ausdrücklich vor Zyanose, Atemnot und Herzrhythmusstörungen als mögliche Folgen bei hoher Nitritaufnahme.

Warum Nitrat und Nitrit eingesetzt werden

Natrium‑ und Kaliumnitrat beziehungsweise Nitrit werden in der Fleischverarbeitung eingesetzt, um die rosarote Farbe zu erhalten und das Wachstum gefährlicher Keime wie Clostridium botulinum zu hemmen. Das schützt vor Lebensmittelvergiftungen und sorgt für das gewohnte Aussehen.

Gleichzeitig weist die Behörde darauf hin, dass beim starken Erhitzen – etwa Grillen oder starkes Braten bis zum Verkohlen – aus Nitraten und Nitriten mit Proteinen krebserregende Nitrosamine entstehen können.

Konkrete Empfehlungen für Verbraucher

Das Department rät, Produkte zu meiden, die ungewöhnlich rosa oder dunkelrot aussehen, und den häufigen, wiederholten Verzehr verarbeiteter Fleischwaren zu reduzieren. Eine abwechslungsreiche Ernährung senkt das Risiko einer langfristigen Anreicherung potenzieller Karzinogene.

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Die Behörde appelliert an alle Hersteller, Lebensmittelzusatzstoffe strikt nach den gesetzlich festgelegten Kriterien zu verwenden, um die Sicherheit besonders für Kinder und Jugendliche zu gewährleisten.

Fazit und Ausblick

Die Untersuchungsergebnisse zeigen erhebliche Überschreitungen der Nitritgrenzwerte in verzehrfertigen Fleischprodukten, verbunden mit gesundheitlichen Beschwerden bei Konsumenten. Verbraucher sollten vorsichtig sein und auf die Farbe der Produkte achten, während Hersteller zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben verpflichtet sind.

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Quelle: Khaosod Thai

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