Visa-Aus für Thailand: Tourismusbranche fürchtet Exodus der Langzeiturlauber

Thailand streicht das 60-Tage-Visum! Diese Entscheidung trifft besonders Langzeiturlauber in Pai hart. Tourismus-Unternehmer schlagen nun Alarm: Droht der beliebten Urlaubsregion jetzt der dramatische Einbruch der Besucherzahlen?

Visa-Aus für Thailand: Tourismusbranche fürchtet Exodus der Langzeiturlauber
Nation

MAE HONG SON, THAILAND – Das thailändische Kabinett hat am 19. Mai die 60‑tägige visafreie Einreise für mehr als 90 Länder abgeschafft. Für normale Kurzbesucher ändert sich wenig, doch Langzeiturlauber, vor allem im Distrikt Pai, müssen jetzt umplanen.

Kabinett kippt 60‑Tage‑Regel

Die Regierung beschloss, die bisherige 60‑tägige visafreie Aufenthaltsregel zu streichen und zu den früheren Visakategorien zurückzukehren. Mehr als 90 Länder sind von der Änderung betroffen, auch Staaten mit mehreren Visumsoptionen.

Nach dem Beschluss gelten wieder die früheren Regeln, die in den meisten Fällen Aufenthalte von etwa 30 Tagen erlauben. Die zuständigen Behörden werden über die Entscheidung informiert und die Umsetzung vorbereitet.

Betroffen: Langzeiturlauber in Pai

Panudej Chaiyasakul, Präsident des Mae Hong Son Tourism Business Association, sagte, normale Besucher würden kaum beeinflusst, Langzeittouristen in Pai aber stark. In Pai machen Langzeitgäste rund 15 Prozent aller Besucher aus.

Einige Gruppen hatten zuvor Aufenthalte von bis zu einem Jahr; diese Reisenden müssen nun ihre Pläne ändern und Visumverlängerungen unter strengeren Bedingungen beantragen.

Wie viele Touristen kommen nach Pai?

Die Besucherzahlen in Pai schwanken stark: In der Hochsaison kommen täglich 30.000 bis 40.000 Touristen, derzeit sind es in der Nebensaison etwas mehr als 7.000 pro Tag. Die Branche lebt von dieser starken Saisonalität.

Pai zieht viele Ausländer mit Aktivitäten wie Wandern, River Tubing im Pai River und Ziplining an. Gerade diese langfristig bleibenden Gäste reisen häufig wegen solcher Angebote und müssen nun ihre Aufenthaltsgenehmigungen prüfen.

Visa Policy Committee prüft länderspezifisch

Das Visa Policy Committee soll die neuen Kriterien landesspezifisch prüfen und dabei Sicherheits- sowie Wirtschaftsaspekte berücksichtigen. Die Entscheidung soll festlegen, welche Visaarten für welche Länder künftig gelten.

Panudej forderte die Regierung auf, parallel neue Marketingstrategien zu entwickeln, damit ausländische Besucher weiterhin Interesse an Thailand zeigen. Er lud zudem thailändische und ausländische Gäste ein, Mae Hong Son weiter zu besuchen.

Konkrete Schritte für Reisende

Langzeiturlauber müssen jetzt ihre Aufenthalte neu planen: Viele kehren zu etwa 30 Tagen zurück oder brauchen passende Visa und gegebenenfalls Verlängerungen unter strengeren Regeln. Die endgültigen Details hängen von der Prüfung durch den Visumpolitikausschuss ab.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Nation Thailand

26 Kommentare zu „Visa-Aus für Thailand: Tourismusbranche fürchtet Exodus der Langzeiturlauber

  1. Gestern wurde gefragt ob Pattaya der Touristen Schwund droht. Heute ist Pai an der Reihe. Da werden dann noch einige Städte/Regionen folgen wo die Langzeittouristen ausbleiben. Harte Zeiten stehen bevor…aber wir, die Rentner, sind ja auch noch da, ganz ohne kriminelle Energie. Und könnten die Misere, bei ein wenig mehr Wohlwollen, bestimmt lindern.

  2. Es ist müßig über weniger Langzeittouristen oder kürzeren Aufenthalten allein aufgrund der verkürzten visafreien Einreise zu lamentieren. Das ist ja nur ein Baustein von mehreren um die Ankunftszahlen internationaler Touristen nachhaltig zu deckeln. Die über 50%ige Erhöhung der Abfluggebühr, plus der vorgesehenen Eintrittsgebühr ins Land des Lächelns und die im Raum stehende Krankenpflichtversicherung gehören ja auch noch zum Paket. Und über allem schweben die Unsicherheiten, speziell zu Langstreckenflügen durch das erratische Verhalten des Jesus-Imitators aus Washington. Die dadurch bereits verursachte Kerosin-Preisexplosion und Verknappung ist ja bislang noch gar nicht wirklich auf den Ticketpreisen angekommen. Wird aber noch kommen. Und vielleicht sollte man auch noch den dadurch inflationären Wohlstandsverlust in den Herkunftsländern in Betracht ziehen, der das Budget für Auslands- und insbesondere Fernreisen in diesen regelbefreiten Zeiten auch noch maßgeblich mindern wird oder das bereits getan hat.
    Das alles zusammengenommen wird meines Erachtens in der Summe die Touristenzahlen in der nächsten Hochsaison gewaltig einschmelzen. Und dabei ist der etwas spezielle chinesische Quellmarkt mit seinen Unwägbarkeiten noch ganz unberücksichtigt. Mal schauen wie sich ,nur beispielsweise erwähnt, der Entführungsfall durch die Polizei in Sa Kaeo noch auswirken wird. Wie man aus Erfahrung wissen könnte, reagieren die auf solche Ereignisse äußerst sensibel.

    1. Herr Kusch, ich stimme Ihnen fast vollständig zu. Aber zum Jesus-Imitator: Hätte man den Iran-Schergen weiterhin zusehen sollen, wie sie im geheimen Atombomben vorbereiten? Und dann überrascht sein sollen, wenn diese in den nächsten Jahren gegen Israel eingesetzt werden? Und zusehen, wie ca. 40.000 freiheitsliebende Iran-Bürger einfach mit der Maschinenpistole hingemäht werden? Und die ca. 2.300 Iran-Bürger, die nach grob unfairen Verfahren hingerichtet wurden, die auch nicht zu vergessen? Wie bewerten Sie das? Helfen oder nicht helfen? Auch ich bin gegen Krieg. Es gibt den Spruch: Der Klügere gibt nach. Den habe ich in der Kindheit immer gehört. Aber dann wird die Welt von den Dummen (und Bösen) regiert. Leider.

      1. stimmt alles, aber einfach nach Iran fliegen und dort einige Bomben abwerfen? Und dann haben wir die jetzige Situation. Der Iran ist ein großes Land mit Öleinnahmen und hat sich auf diese militärischen Schläge vorbereiten können. Israel und USA haben immer damit gedroht. Man hatte den Atomvertrag mit dem Iran und da war Kontrolle. Der Iran konnte so keine Bombe entwickeln. Dann kam dieser irre “ Jesus “ und im Endeffekt musste er den Iran angreifen.

      2. Vielleicht sollte man nicht vergessen, dass es ein funktionierendes Kontrollabkommen mit dem Iran schon mal gab. Das wurde in der ersten Amtszeit des Jesus-Verschnitts von eben diesem mit der Begründung gekündigt, dass es aus der Amtszeit von Obama stammt und deshalb weg muss. Dass er einige Wochen vor dem Kriegsbeginn den Protestierern im Iran „Hilfe sei auf dem Weg“ mitgab sei nur am Rande erwähnt. Was hat er nun nach zwei Überfällen und der Behauptung den Iran in die Steinzeit zu bomben erreicht? Die Iraner sind schlimmer als zuvor versklavt und die Gefahr der atomaren Bewaffnung aber auch keinen Deut geringer geworden. Ganz im Gegenteil. Als Kollateralschaden wird die Weltwirtschaft anhaltend auf Talfahrt geschickt. Wie war das gleich nochmal mit den Dummen und Bösen welche regieren? Könnte es vielleicht sogar nur so sein, dass der nur regieren kann, weil dieser MAGA-Patriot von einer Mehrheit von Dummen erst gewählt wurde?

  3. Exodus für Langzeiturlauber??? Blötsinn! Die Reduktion vom 2 Monatsvisum auf 1 Monat ist nichts weiter als „Zurück zur Normalität“ wie es vorher immer war.

    1. Welche Normalität? Vietnam hatte 4 millionen Touristen mit Visa Pflicht und 15 visafreie Einreise für G7 Staaten als die 60 Tage eingeführt wurde, heute 45 Tage visafreie und 22 Millionen 2025, für 2026 28 Millionen Prognose. Thailand verliert jedes Jahr 7 bis 10% baut aber immermehr Hotels und Restaurants, schon jetzt absolut überdimensioniert. Plan für 2030 sind 60 Millionen. Lächerlich! Eher 25.000.000 wenn es für Inder nicht mehr in ist nach Thailand zu fliegen und die Russen den Preis für den Krieg zahlen und China so weiter macht mit restriktiver Passvergabe dann brechen ganze Gegenden ein und der Dominoeffekt zieht die Wirtschaft runter. Sieht man heute schon in der Automobilindustrie in Thailand

      1. Dass es für die „Inder nicht mehr in ist nach Thailand zu fliegen“ könnte schneller passieren als gedacht. Zumindest wenn alles tatsächlich wieder auf den Stand von vor 2024 gesetzt werden würde. Da brauchten diese nämlich ein „Visa on Arrival“ und das galt auch nur für 2 Wochen.

  4. Die Tourismusbranche befürchtet Exodus der Langzeiturlauber vollkommen zu Recht. Und das alles nur weil thailändische populistische Politiker ihren Wähler zeigen wollten, wie man mit Ausländer in Thailand umgehen kann. Wenn aber der zahlende Gast merkt, dass es mit der Gastfreundschaft nicht weit her ist, dann sucht er sich halt ein Urlaubsland wo man noch willkommen ist.

  5. Ich hatte vor meinen Lebensabend in Thailand zu verbringen. An Finanzmitteln würde dies nicht scheitern. Diese permanenten und nicht vorhersehbaren Änderungen der Visaregeln führen jedoch zu Unwägbarkeiten -(selbst für Inhaber eines Elite Visas), die man als Pensionär nicht haben möchte. Auch auf die Gerichte in Thailand würde ich (selbst Rechtsanwalt) beim Immigrationsrecht nicht mehr vertrauen. Thailand ist ein schönes Land. Aber wir sollten nicht vergessen: Es gibt Alternativen. Warum also Thailand?

    1. Schon mal Da Nang ausprobiert? Ist nur ein 90 Minuten Flug von Bangkok entfernt… 🇹🇭🛫🇻🇳🌇🏖️☀️😎 🌊🏄‍♂️👍🏽

      1. Urlaubsmäßig bestimmt interessant. Seinen Ruhestand dort zu suchen wohl absolut daneben. Vietnam kennt für Rentner kein ähnliches Visa-Programm wie in Thailand.

  6. In einem anderen Deutschen Blatt habe ich grade eben gelesen: „Tourismusbranche begrüßt 30-Tage-Regel“. Zumindest die Vertreter von Phuket und Pattaya denken so.

    1. Was in der Hotellerie-Lobby sogar nachvollziehbar sein dürfte. Welcher Langzeitgast wohnt schon monatelang in einem teuren Hotel?

      1. ICH!!! 4 Sterne+ Hotel & Residence in Hua Hin, seit inzwischen 5 Jahren! Für mich gibt‘s nichts besseres: Geld und Erbsen zählen interessieren mich nicht! Und Haus oder Condo in Thailand langfristig mieten oder kaufen schon gar nicht… 🤣🤣🤣🏡🏙️💶🔥🔥🔥

      2. ICH!!! 4 Sterne+ Hotel & Residence in Hua Hin, seit inzwischen 5 Jahren! Für mich gibt‘s nichts besseres: Geld und Erbsen zählen interessieren mich nicht! Und Haus oder Condo in Thailand langfristig mieten oder kaufen schon gar nicht… 🤣🤣🤣🏡🏙️💶🔥🔥🔥

  7. Ich wollte für 2 Monate Dezember 26 und Januar 27 nach Hua Hin, was brauche ich jetzt für ein Visum?

    1. Am besten rechtzeitig vor Abflug aus Deutschland ein Touristenvisum für maximal 90 Tage online beantragen. Andernfalls bei visafreier Einreise nach Thailand eine Verlängerung bei der Immigration Thailand vor Ablauf der 30 visafreien Tage beantragen. In diesem Fall müsste aber vor der Einreise nach Thailand auch ein Weiterflug- oder Rückflugticket mit Datum vor Ablauf der 30 visafreien Tage vorgezeigt werden. Das funktioniert am besten mit einem Flexi-Ticket, das man bei einer Verlängerung der visafreien Einreise entsprechend ändern kann. Alles easy…?! Hua Hin ist allerdings besonders im Dezember und Januar absolut überfüllt mit alten Männern… 🤣🤣🤣

  8. ALLES, was diesen unsäglichen und zerstörerischen Massentourismus in Thailand begrenzt, ist zu begrüßen! So auch die Rückkehr zu der visafreien Einreise für maximal 30 Tage… 🇹🇭🙏🙏🙏

    1. Genau meine Meinung. Vielleicht müssten auch die Anforderungen für die Jahresaufenthaltsbewilligung nochmals überdacht werden. Wer nicht mindestens 1 Million Baht jährlich nach Thailand überweist, eine TIN Nummer beantragt und über eine Krankenkasse verfügt, bekäme keine Aufenthaltsbewilligung mehr. Die Stammtische würden sich merklich leeren und die Anzahl der dauernd nur jammernden Rentner würde merklich reduziert werden.

Kommentare sind geschlossen.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.