Die Grippe zirkuliert in Thailand weiter, und im Oktober dominierte H1N1: 94,26 Prozent der positiven Proben gehörten zu diesem Erreger. Resistenzen gegen antivirale Medikamente fanden die Labore bislang nicht. Das teilte Adisorn Wattanasak, Chef des Departments für Medizinwissenschaften im Gesundheitsministerium, am 5. November mit.
Oktober: Jede fünfte Probe positiv
Im Oktober gingen 581 Patientenproben zur Überwachung ein. In 122 davon wiesen die Labore Grippeviren nach, das sind 21,00 Prozent.
Neben H1N1 spielte im Oktober kaum ein anderer Erreger eine Rolle. H3N2 steckte in nur drei Proben (2,46 Prozent), B/Victoria in vier (3,28 Prozent).
Die Bilanz von Januar bis Oktober
Von Januar bis Oktober 2026 prüften die Labore insgesamt 8.734 Proben. In 1.278 fanden sie Grippeviren, das entspricht 14,63 Prozent.
Über das gesamte Zeitfenster führt H1N1 mit 704 Proben (55,09 Prozent). Es folgen H3N2 mit 306 Proben (23,94 Prozent) und B/Victoria mit 268 Proben (20,97 Prozent).
Diese Untervarianten kursieren
Beim H1N1-Erreger legt die Variante 6B.1A.5a.2a.1 seit Juni deutlich zu. Sie bleibt die vorherrschende Linie unter den nachgewiesenen Viren.
Bei H3N2 war die Untervariante K während der gesamten Überwachung die Hauptlinie. Beim B/Victoria-Typ entdeckten die Forscher die Variante V1A.3a.2.

Keine Resistenz gegen Grippemittel
Die Analyse des Neuraminidase-Gens ergab von Januar bis Oktober keine Mutation H275Y bei H1N1. Genau diese Mutation hängt mit einer Resistenz gegen Oseltamivir zusammen.
Auch andere Mutationen, die mit geringerer Wirkung der Neuraminidase-Hemmer in Verbindung stehen, fehlten bei allen drei Erregertypen. Die 127 im Oktober untersuchten Proben zeigten ebenfalls keine Hinweise auf Resistenz.
Das Labor hinter den Zahlen
Die Daten stammen vom Thai National Influenza Center am Forschungsinstitut für öffentliche Gesundheit. Es ist das von der Weltgesundheitsorganisation ernannte Referenzlabor für Grippe in Südostasien.
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Die laufende Beobachtung von Varianten und Erbgut-Veränderungen hilft, den Trend der kursierenden Viren einzuschätzen. Sie liefert zudem die Grundlage für passende Maßnahmen zur Vorbeugung und Kontrolle.
Appell an die Bevölkerung
Das Department will Varianten, Erbgut-Veränderungen und Resistenzen weiter beobachten. Die Bevölkerung soll regelmäßig auf persönliche Hygiene achten und die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden befolgen, um Ansteckung und Ausbreitung zu bremsen.
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