AIS funkt 5G jetzt aufs Meer hinaus

Bisher brach der Empfang auf der Fähre schon nach 38 Kilometern ab, nun sorgt eine in Südostasien erstmals genutzte Antennentechnik von AIS für Netz auf See.

AIS funkt 5G jetzt aufs Meer hinaus
Naewna

KOH TAO, THAILAND – Der Mobilfunkanbieter AIS funkt 5G jetzt deutlich weiter aufs Meer hinaus. Auf der Fährstrecke von Pak Nam Chumphon nach Koh Tao reicht das Signal im Test bis zu 60 Kilometer weit, bisher waren es 38 Kilometer. Möglich macht das die Technik Sub-1 GHz Massive MIMO, die nach Angaben des Unternehmens als erste in Südostasien zum Einsatz kommt. Urlauber auf dem Weg zu den Inseln sollen davon zur Hochsaison zum Jahresende profitieren.

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60 statt 38 Kilometer auf der Fährlinie

Getestet wurde auf der Fährstrecke von Pak Nam Chumphon nach Koh Tao. Dort reicht das 5G-Signal nun bis zu 60 Kilometer über das Wasser, vorher endete es nach 38 Kilometern.

Das Netz kann dabei auch mehr Nutzer und mehr Datenverkehr verkraften. AIS will damit Touristen, Unternehmer und Gemeinden vor Ort besser anbinden und rechtzeitig vor der Hochsaison am Jahresende gerüstet sein.

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So funktioniert die neue Technik

Die Lösung kombiniert Frequenzen unter 1 GHz, nämlich 700 und 900 MHz, mit Massive MIMO. Niedrige Frequenzen tragen weit und decken große Flächen ab. Massive MIMO nutzt mehrere Antennen gleichzeitig zum Senden und Empfangen.

Das hilft vor allem auf See, wo sich Basisstationen nur schwer aufstellen lassen und die Küste weit entfernt ist. Das Signal soll von der Küste über das Wasser bis zu den Inseln und auf die Schifffahrtsrouten reichen.

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Was Reisende damit tun können

Telefonieren, Surfen, Suchen und Navigation sollen an Bord und auf den Inseln funktionieren. Auch Fotos und Videos lassen sich unterwegs hochladen und teilen.

Das Projekt baut auf dem Netz 5G Sea Coverage auf, das AIS seit 2023 aufbaut. Es soll Küsten, Inseln und wichtige Schifffahrtsrouten im ganzen Land abdecken. Das neue Konzept heißt Sea First Coverage.

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Das sagt der Technikchef

Kitti Ngamchetanarom, Technikchef von AIS, will Qualität nicht nur an Tempo und Reichweite messen. Kunden sollten sich überall sicher verbinden können, an der Küste, auf dem Schiff und auf der Insel.

Gute Verbindung höre nicht an der Küste auf, betont er. Gerade in der Hochsaison am Jahresende kämen Gäste aus aller Welt nach Thailand. Das Vorgehen folgt der Strategie WISE Framework mit dem Ansatz Innovate Beyond.

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Der Süden als Herausforderung

Chotiwat Unpikul, Leiter des regionalen Betriebs Süd bei AIS, nennt den Süden einen strategisch wichtigen Tourismusraum. Gelände, Abstand zwischen Küste und Insel und verstreute Schiffsrouten machen den Netzausbau dort schwieriger.

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ZUM ANGEBOT

Es genüge nicht, Basisstationen auf Inseln zu bauen. Auch die Strecke dazwischen muss versorgt sein. AIS wertet dafür reale Nutzungsdaten zusammen mit dem Gelände aus. Das Ziel sei nicht nur mehr Reichweite, sondern eine Verbindung, die im Alltag taugt. Der Test auf Koh Tao soll als Grundlage für den weiteren Ausbau des Seenetzes dienen.

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Ausbau im ganzen Land

AIS will sein Netz im ganzen Land ausbauen, besonders in Küstengebieten und auf Inseln mit schwierigem Gelände. Neue Netztechnik soll dort Küste, Inseln und Fährrouten besser verbinden.

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Quelle: Naewna

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