Höhere Lebenshaltungskosten: Leben in Thailand wird teurer

Transport und Kommunikation legen mit 228 Baht am stärksten zu. TPSO erwartet, dass die Ausgaben in den kommenden Monaten hoch bleiben.

Höhere Lebenshaltungskosten: Leben in Thailand wird teurer
Nation

BANGKOK, THAILAND – Thailändische Haushalte gaben in den ersten neun Monaten 2026 im Schnitt 21.217 Baht im Monat aus, 326 Baht mehr als im Vorjahreszeitraum. Den größten Teil des Anstiegs verursachen teurere Kraftstoffe und höhere Transportkosten.

Transport und Kommunikation steigen um 228 Baht

Die Ausgaben für Transport und Kommunikation legten um 228 Baht zu und liegen nun bei durchschnittlich 4.895 Baht im Monat. Damit ist dieser Posten die Kategorie mit dem größten Anstieg. Er macht 23,07 Prozent aller Haushaltsausgaben aus.

Das Handelsministerium nennt dafür vor allem höhere Einzelhandelspreise für Kraftstoff und teurere Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr. Auslöser sind laut der Behörde TPSO gestiegene globale Energiekosten.

Werbeanzeige

Essen bleibt größter Posten mit 8.342 Baht

Lebensmittel und alkoholfreie Getränke sind mit 8.342 Baht im Monat weiterhin die größte Ausgabenposition. Das sind 118 Baht mehr als vor einem Jahr. Fertiggerichte kosten die Haushalte nun 3.528 Baht, nach 3.435 Baht im Vorjahr. Die Ausgaben stiegen im Einklang mit den Produktions- und Transportkosten.

Die Ausgaben für Reis, Mehl und Mehlprodukte stiegen um 14 Baht auf 736 Baht. Die Ausgaben für alkoholfreie Getränke lagen bei 705 Baht, für Eier und Milchprodukte bei 374 Baht. Für Zuckerprodukte geben die Haushalte 186 Baht aus, für Gemüse und Obst 1.026 Baht. Alle diese Kategorien stiegen leicht.

Haushalte greifen häufiger zu Fertigessen

Die Ausgaben für Fleisch, Geflügel und Wasserprodukte sanken um 15 Baht auf 1.536 Baht. Für Gewürze und Kochzutaten zahlen Haushalte 6 Baht weniger, nun 252 Baht.

Die Zahlen deuten auf eine Verlagerung hin zu fertigen Mahlzeiten und Essen außer Haus. Viele Haushalte wählen offenbar Bequemlichkeit und Tempo.

Werbeanzeige

Ausgaben fürs Wohnen sinken um 17 Baht

Wohnen ist mit 5.117 Baht im Monat die zweitgrößte Ausgabe. Gegenüber dem Vorjahr sind es 17 Baht weniger. Das liegt teilweise an niedrigeren Stromkosten.

Auch andere Posten sind gesunken. Medizinische Behandlung und persönliche Dienstleistungen kosten 1.327 Baht, 5 Baht weniger. Kleidung und Schuhe fielen um 4 Baht auf 444 Baht, Tabak und alkoholische Getränke um 1 Baht auf 250 Baht.

Geopolitische Konflikte treiben Energiepreise

Laut TPSO haben lang anhaltende geopolitische Konflikte im Ausland die globalen Energielieferungen gestört. Die Folge sind höhere Kraftstoffpreise im Inland. Die Kosten wirken sich auf Reisen, Fracht und Lebensmittelproduktion aus.

Einige Haushalte sparen bei aufschiebbaren Ausgaben, etwa bei Kleidung und alkoholischen Getränken, um Geld für den Alltag zu sichern. Gleichzeitig stiegen die Ausgaben für Freizeit, Lesen, Bildung und religiöse Aktivitäten um 7 Baht auf 842 Baht im Monat.

Werbeanzeige

Ölpreise und Jahresendgeschäft könnten Kosten treiben

TPSO rechnet damit, dass die Haushaltsausgaben in den kommenden Monaten hoch bleiben. Schwankende globale Ölpreise gelten als zentrales Risiko. Wirtschaftliche Aktivität zum Jahresende und Feiertagsreisen könnten die Energienachfrage erhöhen und auf die Einzelhandelspreise durchschlagen.

Die Energiepreise können sich auf Frachtkosten und die Preise vieler Konsumgüter auswirken. Das zeigt laut Behörde vor allem die Ausgabenstruktur mit Kraftstoff, Transport und Lebensmitteln als wichtigsten Einflussfaktoren.

Hochwasser bringt zusätzliche Unsicherheit

Hochwasser in mehreren Teilen Thailands ist eine weitere kurzfristige Sorge. Beschädigte Felder könnten die Preise für Agrarprodukte, besonders für Frischgemüse, kurzfristig schwanken lassen. Unterbrochene Transportwege könnten zudem Verteilung und Versorgung stören.

Lesen Sie auch: Müllberge und Regen-Warnung! Neue Flut-Welle droht

Betroffene Haushalte könnten zusätzliche Kosten für Baumaterial, Reparaturen sowie für Elektro- und Haushaltsgeräte haben, die durch das Wasser beschädigt wurden. TPSO zufolge bleiben die Auswirkungen der Überflutungen auf Landwirtschaft, Logistik und Verteilung im restlichen Jahr ein wichtiger Faktor.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Nation (Business) Thailand

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.