Interpol-Großeinsatz in Pattaya: Türkischer Ingenieur verhaftet

Ein flüchtiger Ingenieur versteckt sich im Jomtien-Condo, während er für dutzende Tote unter Trümmern verantwortlich sein soll. Jetzt schnappte die Fahnder-Falle beim Türken in Pattaya zu.

Interpol-Großeinsatz in Pattaya: Türkischer Ingenieur verhaftet
Matichon

PATTAYA, THAILAND – Ein international gesuchter Ingenieur schlief friedlich in seiner Luxuswohnung, während in seiner Heimat die Opfer betrauert werden. Die Polizei fasste den 76-jährigen Türken jetzt in Thailands Sündenmeile Pattaya. Der Mann soll für den Einsturz eines Wohnhauses verantwortlich sein, bei dem zahlreiche Menschen ihr Leben verloren.

Viele Tote unter Trümmern!

Im Februar bebte in der türkischen Provinz Adana die Erde mit einer gewaltigen Stärke von 7,7. Ein Gebäude hielt den Erschütterungen nicht stand und krachte wie ein Kartenhaus zusammen. Viele Bewohner starben oder erlitten schwerste Verletzungen.

Ermittler fanden schnell heraus, dass minderwertiges Baumaterial für die Katastrophe mitverantwortlich war. Als bauleitender Ingenieur stand Abdullah Ayababa im Visier der Justiz. Doch statt sich der Verantwortung zu stellen, flüchtete der Senior nach Südostasien.

Flucht ins Urlaubsparadies

Die thailändische Einwanderungsbehörde spürte den Mann in einem schicken Wohnkomplex im Stadtteil Jomtien auf. Die Beamten aus Tschon Buri schlugen zu und nahmen den Ingenieur fest. Er lebte dort offenbar völlig unbehelligt von seiner dunklen Vergangenheit.

Gegen den Türken lag bereits ein roter Haftbefehl von Interpol vor. Die Behörden in seiner Heimat werfen ihm vor, für die Toten und Verletzten des Einsturzes direkt verantwortlich zu sein. Nun wartet auf ihn die Abschiebung in die Türkei und ein Prozess wegen fahrlässiger Tötung.

Thailands Jagd auf Gangster

Der Zugriff in Pattaya ist nur ein Glied in einer langen Kette von Ermittlungserfolgen. Die thailändische Polizei geht derzeit massiv gegen internationale Kriminelle vor. Erst vor wenigen Tagen klickten in Phuket die Handschellen bei einem Schweden, der wegen Mordes und Drogenhandels gesucht wurde.

Auch ein Betrüger aus Südkorea ging den Fahndern ins Netz. Er soll mehr als 9.000 Opfer um riesige Summen geprellt haben. Die Polizei in Pathum Thani beendete das kriminelle Spiel des Bandenchefs nach langen Nachforschungen.

Kein Versteck für Verbrecher

Ob Mordverdächtige aus Frankreich oder Anlagebetrüger aus Russland – die Liste der Festnahmen im Königreich wächst täglich. Sogar eine Menschenhändlerin aus Usbekistan wurde in Pattaya entdeckt. Sie lockte Frauen in die Prostitution und versteckte sich monatelang vor der Justiz.

Die Behörden machen deutlich, dass Thailand kein sicherer Hafen mehr für die Unterwelt ist. Wer international gesucht wird, muss jederzeit mit dem Klopfen der Polizei an der Tür rechnen. Für Abdullah Ayababa endete die Flucht nun hinter thailändischen Gittern.

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Quelle: Thaiger

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