Kein Sprit-Alarm? Regierung gibt vorerst Entwarnung

2 Milliarden Baht Verlust pro Tag fürs Benzin? Jetzt sind die Löcher fast weg — Doch kommt der große Preisrutsch an der Zapfsäule noch?

Kein Sprit-Alarm? Regierung gibt vorerst Entwarnung
Varuth Hirunyatheb, Bangkok Post

BANGKOK, THAILAND – Thailands Energieminister Akanat Promphan sieht derzeit ausreichende Treibstoffvorräte, sodass geplante Einschränkungen der Öffnungszeiten von Tankstellen am Montag möglicherweise entfallen. Hintergrund sind die Lage im Nahen Osten und die zeitweise Blockade der Straße von Hormus, die zuvor Sorgen um die Versorgung ausgelöst hatten.

Geplante Einschränkungen könnten ausbleiben

Die Öffnungszeiten von Tankstellen in Thailand müssen am Montag womöglich doch nicht reduziert werden, sofern die Versorgungslage stabil bleibt. Das erklärte Energieminister Akanat Promphan am Donnerstag.

Zuvor hatte die Regierung Einschränkungen in Aussicht gestellt, um auf mögliche Engpässe vorbereitet zu sein. Nun deuten aktuelle Indikatoren laut Minister darauf hin, dass die Maßnahme nicht nötig sein könnte.

Warum die Regierung frühzeitig warnte

Die Regierung habe bewusst früh über mögliche Begrenzungen gesprochen, um transparent über die Treibstoffsicherheit zu informieren. Auslöser waren Entwicklungen im Krieg im Nahen Osten sowie die Blockade der Straße von Hormus.

Der Minister betonte, Risiken und Unsicherheiten bestünden weiterhin und Vorbereitung sei notwendig. Wenn sich eine Maßnahme jedoch als unnötig erweise, werde sie derzeit nicht umgesetzt.

Importlage und Raffinerieproduktion als Schlüssel

Entscheidend seien laut Akanat der Stand ausstehender Rohölimporte und die aktuelle Produktion von raffiniertem Öl in Thailand. Auf Basis dieser Daten könne eine Begrenzung der Betankungszeiten möglicherweise entfallen.

„Im Moment gibt es kein Problem“, sagte der Minister und verwies auf die derzeitige Lageeinschätzung. Gleichzeitig blieb er bei der Linie, dass die Regierung „geradlinig“ kommunizieren müsse.

Ölfonds: Verluste schrumpfen durch fallende Weltmarktpreise

Der staatliche Oil Fuel Fund habe durch die Subventionierung der Kraftstoffpreise zeitweise rund 2 Milliarden Baht pro Tag verloren. Diese Verluste seien inzwischen nahezu verschwunden, weil die Weltölpreise gefallen seien.

Als Grund nannte der Minister die Reaktion der Märkte auf ein Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA und Iran. Aktivisten fordern in diesem Zusammenhang, die Regierung solle die Preise an der Zapfsäule schneller senken.

PTT-Tanker „Serifos“ wieder unterwegs nach Thailand

Der Energiekonzern PTT Plc teilte mit, der Tanker „Serifos“ werde mit 2 Millionen Barrel Rohöl aus dem Nahen Osten in Thailand eintreffen. Das Schiff habe seit dem 7. März in den Sharjah Ports in den Vereinigten Arabischen Emiraten festgesteckt.

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Durch die Waffenruhe zwischen Iran und den USA habe der Tanker seine Reise fortsetzen können. PTT rechnet mit einer Ankunft in Thailand um den 21. April.

Importkosten steigen seit Ausbruch des Nahost-Kriegs massiv

PTT erklärte, die gesamten Rohöl-Importkosten seien seit Ausbruch des Kriegs im Nahen Osten um etwa 230 Milliarden Baht gestiegen. Das Unternehmen führte dies auf mehrere Faktoren zurück.

Dazu zählen laut PTT höhere Rohölpreise sowie die Notwendigkeit, Rohöl verstärkt aus anderen Regionen als dem Nahen Osten zu beziehen. Diese Umstellungen hätten die Beschaffung verteuert.

Deine Meinung

Sollte die thailändische Regierung bei sinkenden Weltmarktpreisen die Spritpreise schneller senken, oder ist es wichtiger, zuerst die Versorgungssicherheit und den Ölfonds zu stabilisieren?

Wie nimmst du die Kommunikation der Behörden wahr: rechtzeitig und transparent – oder eher verunsichernd? Schreib deine Einschätzung in die Kommentare.

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Quelle: Bangkok Post Thailand

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