BANGKOK, THAILAND – Eine Nida-Umfrage zeigt: Die Mehrheit unterstützt die seit 1. April ohne zusätzliche Warnungen durchgesetzten, strengeren Strafen für zentrale Verkehrsverstöße. Ausgerechnet beim Rasen kippt die Stimmung – hier halten mehr Befragte das Bußgeld für zu hoch als angemessen.
Umfrage: Zustimmung zu härteren Strafen – mit einer Ausnahme
Das National Institute of Development Administration (Nida) hat die öffentliche Meinung zu neuen, verschärften Strafen für Verkehrsdelikte abgefragt. Hintergrund ist, dass die Polizei diese Sanktionen seit dem 1. April ohne zusätzliche Warnhinweise durchsetzt.
Die Befragung wurde landesweit telefonisch am 7. und 8. April durchgeführt und umfasste 1.310 Personen. Insgesamt fällt die Zustimmung bei vielen Delikten deutlich aus – beim Thema Geschwindigkeit jedoch nicht.
Rücksichtsloses Fahren: Klare Mehrheit für hohe Strafen
Für rücksichtsloses Fahren befürworten 74,66% der Befragten eine Geldstrafe von 5.000 bis 20.000 Baht und/oder eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr. 12,67% halten die neue Strafe für zu mild, 11,60% für zu hart.
Damit ist die Zustimmung in diesem Bereich besonders hoch. Die Umfrage deutet zugleich darauf hin, dass ein relevanter Teil der Bevölkerung sogar noch strengere Sanktionen erwartet.
Alkohol am Steuer: Breite Unterstützung, aber viele wollen noch mehr
Beim Fahren unter Alkoholeinfluss – ebenfalls mit 5.000 bis 20.000 Baht und/oder bis zu einem Jahr Haft belegt – unterstützen 70,38% die neue Strafhöhe. 20,38% finden sie zu mild, 8,86% zu hart.
Die Zahlen zeigen: Die Mehrheit trägt die Verschärfung mit, doch ein Fünftel fordert noch härtere Konsequenzen. Gleichzeitig bleibt eine kleinere Gruppe skeptisch gegenüber der Höhe der Strafe.
Gurtpflicht und Schutzhelm: Zustimmung vorhanden, aber spürbare Kritik
Für das Nichtanlegen des Sicherheitsgurts (bis zu 2.000 Baht) stimmen 60,15% zu, während 35,04% das Bußgeld für zu hoch halten und 4,66% es sogar höher ansetzen würden. Beim Nichttragen eines Helms (bis zu 2.000 Baht) nennen 55,57% die Strafe angemessen, 38,70% zu hart und 5,50% zu niedrig.
Damit liegen beide Schutzmaßnahmen zwar mehrheitlich im Zustimmungsbereich, aber mit auffällig hoher Ablehnung. Besonders beim Helm zeigt sich, dass viele Befragte die Sanktion als überzogen empfinden.
Zebrastreifen und Fahren gegen die Fahrtrichtung: Mehrheit dafür, aber nicht ohne Vorbehalte
Wer nicht für Fußgänger am Zebrastreifen anhält, muss mit 4.000 Baht rechnen – 60,08% unterstützen das, 28,09% halten es für zu hoch und 11,68% für zu mild. Beim Fahren gegen die Fahrtrichtung (bis zu 2.000 Baht) sagen 58,40%, die Strafe sei passend, 26,41% zu niedrig und 14,96% zu hoch.
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Die Ergebnisse zeigen eine grundsätzliche Zustimmung zu härterem Durchgreifen bei gefährlichen Verhaltensweisen. Gleichzeitig bleibt bei beiden Delikten ein nennenswerter Anteil, der die Strafhöhe in die jeweils andere Richtung korrigieren würde.
Führerschein, Handy und Rotlicht: Akzeptanz – aber viele empfinden es als zu streng
Für das Nichtvorzeigen eines Führerscheins (bis zu 1.000 Baht und mögliche Haft bis zu einem Monat) stimmen 58,24% zu, 35,34% finden es zu hart und 5,89% zu mild. Die Handynutzung ohne Freisprecheinrichtung (bis zu 4.000 Baht) befürworten 55,11%, während 34,73% die Strafe zu hart und 9,85% zu mild finden.
Beim Überfahren einer roten Ampel (bis zu 4.000 Baht) stimmen 54,28% zu, 35,88% halten das Bußgeld für zu hoch und 9,69% wünschen sich eine höhere Strafe. Insgesamt zeigt sich: Die Mehrheit akzeptiert die Linie, doch die Skepsis gegenüber der Höhe bleibt bei mehreren Delikten groß.
Rasen: Einziger Bereich, in dem die Mehrheit das Bußgeld zu hoch findet
Beim Überschreiten der Geschwindigkeit (bis zu 4.000 Baht) dreht sich das Bild: 54,43% halten die Strafe für zu hoch. Nur 40,69% stimmen der Höhe zu, 4,58% finden sie zu niedrig.
Damit ist Rasen der einzige abgefragte Verstoß, bei dem die Ablehnung der Strafhöhe die Zustimmung übertrifft. Die Umfrage legt nahe, dass strengere Sanktionen zwar grundsätzlich gewollt sind, aber beim Thema Tempo auf weniger Akzeptanz stoßen.
Deine Meinung
Sind die neuen Strafen in Thailand aus deiner Sicht ein notwendiger Schritt für mehr Verkehrssicherheit – oder wird bei einzelnen Delikten überzogen durchgegriffen? Besonders beim Rasen: Findest du bis zu 4.000 Baht angemessen oder zu hoch?
Schreib uns in die Kommentare, welche Verstöße deiner Meinung nach am konsequentesten geahndet werden sollten und wo du eher auf Aufklärung statt Strafe setzen würdest. Welche Erfahrungen hast du selbst im thailändischen Straßenverkehr gemacht?



Ab wann ist man denn ein Raser in Thailand ? Ab 10 Km/h zu schnell, ab 20 Km/h oder erst ab 50 Km/h ? Also ich fahre generell so um 30 Km/h zu schnell, vor allem mit meiner 1100er Honda.
Vor längerer Zeit hat mir ein Polizist erzählt, ab 12km zu schnell würden die Blitze reagieren. Wobei der Tacho ja auch nicht unbedingt die reale Geschwindigkeit anzeigt.
Beim Rasen sollten sie die Geschwindigkeitsüberschreitung staffeln. Je schneller desto teurer oder härter. Das mit dem Helm ist klar das die jammern. Der verbiegt ja nur die Frisur. Wenn der Kopf Matsch ist jammern sie dann auch. Da fehlt das Bewusstsein für die eigene Gesundheit. Kann also gerne höher sein die Strafe. Rote Ampel überfahren ist auch ein Witz was die höhe der Strafe angeht. Da hier bei manchem immer nach Europa und D. geschielt wird wie die das machen, könnten sie ihren Bußgeldkatalog nach deutschen Regeln anpassen, anstatt das Rad neu zu erfinden. Wenn man bei uns dazu eine Umfrage machen würde, wäre auch nicht jeder mit allem einverstanden.
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Zu dichtes Auffahren bei allen Geschwindigkeiten – es geht nicht schneller vorwärts
beim zu schnellen Fahren bin ich auch für eine Staffelung. Man kann das Limit nie genau einhalten, schon aus technischen Gründen nicht und weil man ja auch nicht immerzu auf den Tacho schaut. Also sollte bei 90 km/h die Kulanz bis 100 km/h reichen, aber danach schon die erste Stufe von 100 km/h bis 110 km/h, 110 km/h bis 120 km/h und die Strafen sollten erst noch als Verwarnung betrachtet werden können, mit 500 THB , aber dann überproportional ansteigen. Je mehr einer übers Limit geht, desto teurer muß es werden. 130 km/h und mehr bei 90 km/h Limit geht gar nicht, da kanns dann ruhig schon sehr teuer werden!