SAMUI – Die thailändische Polizei hat am Flughafen Samui einen 30-jährigen Israeli bei seiner Wiedereinreise festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, mit einem Strohmann-System über eine thailändische Firma Land auf Koh Phangan für einen privaten Ferienwohnsitz erworben zu haben. Der Mann war zuvor ausgereist, bevor die Beamten zugreifen konnten.
Zugriff am Flughafen
Der als Alisa identifizierte israelische Staatsbürger landete am 10. Juni 2026 gegen 10:30 Uhr mit einem Flieger auf der Ferieninsel. Ermittler der Einwanderungspolizei von Surat Thani warteten bereits auf ihn und klickten bei seiner Ankunft die Handschellen.
Grundlage war ein Haftbefehl des Provinzgerichts Samui, der bereits am 21. Mai 2026 ausgestellt worden war. Alisa hatte Thailand zuvor verlassen, sodass die Beamten ihn bei der Wiedereinreise abfingen.
Geständnis zu Strohmann-Firma
Bei der ersten Befragung bestätigte der Verdächtige laut Polizei seine Identität. Er soll gestanden haben, eine Buchhaltungsfirma mit der Gründung der Firma „Alisa Paradise Co. Ltd.“ beauftragt und die von dieser Firma bereitgestellten thailändischen Staatsangehörigen als Nominee-Aktionäre eingesetzt zu haben.
Mit dem Konstrukt wurde Landbesitz auf Koh Phangan registriert. Alisa gab an, er habe dort in Zukunft einen privaten Ferienwohnsitz errichten wollen. Die Beamten überstellten ihn anschließend zur weiteren Vernehmung an die Polizeistation Koh Phangan.
Großrazzia auf der Party-Insel
Der Fall ist Teil der unter dem Namen „Crackdown on Foreign Nominee Networks on Koh Phangan“ laufenden Operation. Mitte Mai 2026 hatten die Behörden 45 Haftbefehle ausgestellt, 27 Verdächtige sitzen mittlerweile in Gewahrsam.
Die Ermittlungen gehen weiter und zielen auf das gesamte Netzwerk ab. Die Polizei kündigte an, auch gegen die beteiligte Buchhaltungsfirma und die thailändischen Strohmänner vorzugehen, die mutmaßlich ihre Identität für den Scheinerwerb zur Verfügung stellten.



Wie diese Story belegt haben es die thailändischen Fahnder offensichtlich nicht nur auf Großprojekte illegaler Nomineefirmen abgesehen, sondern haben offensichtlich auch schon „kleine Häuslebesitzer“ im Visier. War und ist wohl keine gute Idee gewesen zu glauben mit windigen Rechtskonstellationen das Landerwerbsverbot umgehen zu können und ungeschoren davonzukommen. Egal was man davon hält, die Rechtslage ist sehr eindeutig und wird nun offenbar unter der Regierung Anutin auch strikt durchgesetzt. Wenn Betroffene glauben diese Warnung von Ko Phangan auch ignorieren zu können, denen ist vermutlich wirklich nicht mehr zu helfen. Egal wo in Thailand.