Kokain-Razzia in Phuket: Nigerianer und Belgier in Patong verhaftet

Verdeckte Ermittler schnappten in Patong einen Nigerianer und einen Belgier beim Drogendeal. Die Fahnder stießen bei den Männern auf eine pikante kriminelle Vorgeschichte.

Kokain-Razzia in Phuket: Nigerianer und Belgier in Patong verhaftet
ThaiTabloid

Phuket, Thailand – Die Touristenpolizei hat in Patong zwei ausländische Männer bei getrennten Kokain-Einsätzen festgenommen. Dabei ging es nicht nur um Drogen, sondern auch um massive Visa-Überziehungen von 550 und 762 Tagen.

Erster Zugriff an der Phra Metta Road

Im ersten Fall nahm die Polizei am Abend des 6. Mai 2026 den Nigerianer Mr Samuel Egbujonuma Silas in der Nähe eines Bekleidungsgeschäfts an der Phra Metta Road in Patong fest. Die Beamten beschlagnahmten dabei Kokain.

Nach Angaben der Polizei hatten verdeckte Beamte Gruppen von Ausländern infiltriert, die im Verdacht standen, mit Drogen zu handeln. Danach sei ein kontrollierter Kauf organisiert worden.

Sechs Päckchen Kokain sichergestellt

Bei dem Zugriff fanden die Beamten sechs Päckchen Kokain, eingewickelt in schwarzes und orangefarbenes Klebeband. Das Gesamtgewicht lag bei etwa 10,45 Gramm.

Die Behörden sagten zudem, Silas habe ein 60-Tage-Touristenvisum besessen, es aber um 550 Tage überzogen. Ihm wird Besitz eines Betäubungsmittels der Kategorie 2 mit Verkaufsabsicht zu kommerziellen Zwecken sowie das Verbleiben in Thailand nach Ablauf seines Visums vorgeworfen.

Zweiter Zugriff vor Supermarkt

Im zweiten Einsatz wurde am selben Abend der Belgier Mr Bruno Trunfio vor einem Supermarkt an der Rat Uthit 200 Pi Road in Patong festgenommen. Auch hier stellten die Beamten Kokain sicher.

Die Polizei beschlagnahmte drei Mengen Kokain mit einem Gesamtgewicht von etwa 2,90 Gramm. Ein Päckchen soll bei der Festnahme in seiner linken Hand gewesen sein, ein weiteres wurde während des verdeckten Einsatzes verkauft und eine kleinere Menge an der Vorderseite seiner Shorts entdeckt.

762 Tage zu lange in Thailand

Die Behörden teilten mit, Trunfio sei über ein Visumbefreiungsprogramm nach Thailand gekommen, habe seinen erlaubten Aufenthalt aber um 762 Tage überschritten. Auch ihm werden Besitz eines Betäubungsmittels der Kategorie 2 mit Verkaufsabsicht zu kommerziellen Zwecken und das Überschreiten seines erlaubten Aufenthalts im Königreich vorgeworfen.

Beide Verdächtigen wurden an die Ermittler der Polizeistation Patong übergeben, damit dort die rechtlichen Schritte eingeleitet werden können. Die Festnahmen sind Teil eines breiteren Vorgehens gegen ausländische Kriminalität in Phuket.

Druck von oben auf die Ermittler

Die Einsätze folgten Anweisungen von Pol Lt Gen Saksira Pueak-am, dem Kommissar des Tourist Police Bureau, der eine strengere Durchsetzung gegen ausländische Staatsangehörige in Kriminalität gefordert hatte. Pol Col Narapon Wattanakornthawee wies die Ermittler unter Leitung von Pol Lt Col Sarawut Kohklang an, Informationen über verdächtige ausländische Drogenhändler in der Gegend zu sammeln. Die Touristenpolizei in Phuket treibt damit ihr Vorgehen gegen Ausländer voran, die mit Drogenvergehen und Visaverstößen in Verbindung gebracht werden. In Patong sollen die Ermittlungen und Kontrollen weiter auf diesem Kurs bleiben.

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Quelle: ThaiTabloid

Ein Kommentar zu „Kokain-Razzia in Phuket: Nigerianer und Belgier in Patong verhaftet

  1. Eigentlich sind die beiden Fälle schöne Beispiele wie sinnlos die Verkürzung der visabefreiten Einreise auf 30 Tage ist. Ob nun einer 550 oder 580 Tage illegal im Land ist, oder der andere 762 oder 792 Tage, ist ja sowas von Jacke wie Hose. Hätte die Immigration ihre Arbeit richtig gemacht und diese Typen zeitnah nach Ablauf ihrer Visa hops genommen, ja dann wäre das sogar als super Beispiel vorbeugender Kriminalitätsbekämpfung von Ausländern gewesen. So aber bleibt nur der etwas fade Geschmack, dass zwei Kleindealer mit langem Overstay von der Straße geholt wurden.

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