CHON BURI, THAILAND – Nach einem Streit beim Gassigehen nahe der Ban-Khao-Chi-Chan-Schule soll eine 51-jährige Thailänderin einen 54-jährigen Polen in die Brust gestochen haben. Die Frau stellte sich später der Polizei und beruft sich auf Notwehr, während die Ermittler von unterschiedlichen Darstellungen ausgehen.
Streit nahe Schule eskaliert
Am Abend des 10. April kam es in Bang Saray (Sattahip, Provinz Chon Buri) zu einer Auseinandersetzung zwischen einer Thailänderin und einem polnischen Staatsbürger.
Auslöser soll ein Konflikt im Zusammenhang mit ihren Hunden gewesen sein, der in einem Messerstich in die Brust des 54-Jährigen endete.
Opfer in Krankenhaus gebracht
Der Pole erlitt schwere Brustverletzungen und wurde zunächst von Rettungskräften erstversorgt.
Anschließend wurde er in das Queen Sirikit Naval Hospital gebracht und soll inzwischen nicht mehr in kritischem Zustand sein.
Polizei umstellt Wohnhaus der Verdächtigen
Später am selben Abend, gegen 22 Uhr, umstellten Behörden das Haus der Verdächtigen in der Nähe des Tatorts.
An dem Einsatz waren unter anderem der Leiter des Unterbezirks Bang Saray, Worarit Jangborworn, Verwaltungsbeamte sowie der stellvertretende Ermittler der Polizeistation Sattahip, Lt. Col. Sila Sa-chai, beteiligt.
Verdächtige stellt sich nach Verhandlungen
Nach anhaltenden Verhandlungen kam die Frau, die als Jindaporn identifiziert wurde, aus dem Haus und ergab sich.
Sie räumte den Stich ein, erklärte jedoch gegenüber der Polizei, sie habe in Notwehr gehandelt.
Darstellung der Frau: Hundestreit und Angriff auf Ehemann
Jindaporn sagte, sie sei mit ihrem etwa 70-jährigen Ehemann und ihrem Hund unterwegs gewesen, als sie auf den polnischen Mann trafen.
Demnach habe dessen Hund versucht, ihren Hund zu beißen, und der Mann habe anschließend ihren Ehemann angreifen wollen, woraufhin sie ein Messer zur Verteidigung eingesetzt habe.
Rekonstruktion geplant, Ermittlungen laufen
Die Polizei will Jindaporn zum Tatort zurückbringen, um den Ablauf anhand ihrer Angaben zu rekonstruieren, und sie danach zur weiteren Befragung zur Polizeistation Sattahip bringen.
Zudem soll der Geschädigte nach seiner Genesung umfassend vernommen werden, da seine Version der Ereignisse laut Bericht von der Darstellung der Verdächtigen abweicht.
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