BANGKOK – Thailands Luftwaffe will die Entwicklungen rund um einen chinesischen Luftwaffenstützpunkt im benachbarten Laos beobachten und analysieren. Luftwaffenchef Seksan Khantha sagte am Montag, der Stützpunkt in Ban Keun könne wirtschaftlichen, politischen und militärischen Zwecken dienen. Für Bangkok ist das ein Beispiel dafür, wie Großmächte ihren Einfluss in den Nachbarländern ausbauen.
Thailand will den Stützpunkt in Laos genau beobachten
Seksan äußerte sich am 12. Oktober bei der Vorstellung seiner Prioritäten für 2027 und 2028 an der Königlichen Luftwaffenakademie Navaminda Kasatriyadhiraj. Thailand müsse die Entwicklung von außen verfolgen und die Absichten hinter solchen Projekten prüfen.
Wörtlich sagte er, man werde die Lage von außen beobachten und die verschiedenen Signale analysieren. Anlagen, die mit Beteiligung von Großmächten entstehen, könnten wirtschaftlichen, politischen und militärischen Zwecken dienen.
Der Stützpunkt wurde am 29. September eröffnet
Die Anlage wurde am 29. September gemeinsam mit der China-Laos-Freundschaftsakademie für Luftfahrt eröffnet. Chinas Verteidigungsministerium erklärte, das China-Laos-Zentrum für gemeinsame Unterstützung und Ausbildung werde von beiden Ländern gemeinsam betrieben und gewartet.
Das Zentrum soll laotische Piloten ausbilden. Peking betont, die Einrichtung richte sich nicht gegen Dritte. Sicherheitsanalysten haben Fragen aufgeworfen. Sie wollen wissen, ob der Stützpunkt die militärische Präsenz Chinas in Südostasien ausbauen könnte. Beide Regierungen beschreiben die Anlage offiziell als gemeinsames Trainings- und Unterstützungszentrum.
Der Ort hat eine Geschichte aus Konflikten der 1960er und 1970er Jahre
Das Gelände soll schon einmal eine Rolle in regionalen Konflikten gespielt haben. Berichten zufolge nutzten die Vereinigten Staaten es in den 1960er und 1970er Jahren für ihre Einsätze in Laos sowie in den Nachbarländern Vietnam und Kambodscha.
Die Geschichte des Ortes ist also älter als das neue Projekt.
Seksan sieht die Machtverhältnisse in der Region in Bewegung
Seksan sagte, das Thema betreffe nicht nur Laos. Seit fünf bis zehn Jahren verändere sich die Geopolitik der Region, weil Großmächte ihre Interessen schützen und ihren Einfluss ausweiten wollen.
Laos beschrieb er als freundlichen und friedliebenden Nachbarn, der seine Wirtschaft entwickeln muss. Wirtschaftlicher, militärischer und politischer Einfluss könnten sich aber gemeinsam ausweiten. Thailand kann sich nicht von seinen Nachbarn isolieren, muss aber die Absichten der beteiligten Staaten prüfen.
Bangkok will seine Beziehungen zu den Großmächten abstimmen
Thailand muss sich nach Seksans Worten mit der Regierung, dem Außenministerium und anderen zuständigen Behörden abstimmen. Die Beziehungen zu den Großmächten sollen sich an nationalen Interessen und gegenseitigem Nutzen orientieren, ohne dass das Land von einer einzigen Macht abhängig wird.
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„Bei der nachrichtendienstlichen Zusammenarbeit müssen wir Verbündete sein, ohne beherrscht zu werden, Wettbewerber, ohne zu Gegnern zu werden, und Freunde, die Aufrichtigkeit zeigen.“
Bei der militärischen Zusammenarbeit müsse Thailand gelegentlich Kompromisse eingehen oder Gegenleistungen aushandeln. Die militärische Diplomatie bleibe jedoch an die Außenpolitik der Regierung und das Außenministerium gebunden. Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

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