PATTAYA, THAILAND – In Pattaya steigen die Fahrpreise für Songthaews (Baht-Busse) erstmals seit über 30 Jahren. Viele Fahrgäste zeigen Verständnis, verbinden die Erhöhung aber mit Erwartungen an mehr Sicherheit und klarere Regeln.
Neue Tarife seit dem 10. April
Die überarbeitete Preisstruktur gilt seit dem 10. April und markiert die erste Anpassung seit mehr als drei Jahrzehnten.
Künftig kosten Fahrten über 1 bis 10 Kilometer 15 Baht, auf längeren Strecken steigt der Preis bis maximal 20 Baht.
Warum die Preise jetzt steigen
Laut Umfragen unter Passagieren wird die Erhöhung überwiegend akzeptiert, vor allem wegen gestiegener Kraftstoffpreise und höherer Lebenshaltungskosten.
Mehrere Fahrgäste verweisen darauf, dass der frühere Einheitspreis von 10 Baht jahrzehntelang unverändert blieb und unter heutigen Bedingungen kaum noch tragfähig sei.
Forderungen nach Fairness und Transparenz
Ein Teil der Öffentlichkeit fordert, dass das neue System fair und nachvollziehbar umgesetzt wird, etwa durch klarere Preispraktiken.
Genannt werden außerdem sicherere, ausgewiesene Haltepunkte sowie disziplinierteres Fahrverhalten, um abruptes Anhalten und riskante Manöver auf stark befahrenen Straßen zu reduzieren.
Betreiber: Kosten lange abgefedert
Thongchai Sukhakojai, Vorsitzender der Pattaya Songthaew Operators Cooperative, erklärte, es handle sich um die erste Fahrpreiserhöhung seit über 30 Jahren.
In dieser Zeit seien die Betriebskosten, insbesondere für Treibstoff, kontinuierlich gestiegen; die Betreiber hätten die Mehrkosten lange getragen, könnten das alte Niveau nun aber nicht mehr halten.
Versprechen: Besserer Service parallel zur Erhöhung
Die Genossenschaft kündigte an, mit der Preisanpassung auch die Servicestandards verbessern zu wollen, darunter sichereres Fahren und korrektes Ein- und Aussteigenlassen.
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Auch höflichere Kommunikation mit Fahrgästen soll laut Betreibern dazu beitragen, das Vertrauen der Öffentlichkeit zu stärken.
Fahrer: Einkommen soll wieder zu den Ausgaben passen
Fahrer betonen, die Anpassung helfe dabei, die Einnahmen besser an die gestiegenen Ausgaben anzupassen, insbesondere an die Treibstoffkosten.
Gleichzeitig versichern sie, dass die Servicequalität während der Umstellungsphase eine Priorität bleiben solle.
Songthaews als Rückgrat des Nahverkehrs
In Pattaya sind derzeit mehr als 712 Songthaew-Fahrzeuge im Einsatz und bilden einen zentralen Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs.
Entsprechend groß ist die Bedeutung der neuen Tarife für Einheimische und Pendler, die diese Fahrzeuge täglich nutzen.
Deine Meinung
Ist die Erhöhung auf 15 bis 20 Baht aus deiner Sicht angesichts der gestiegenen Kosten gerechtfertigt, oder hätte es andere Lösungen geben sollen?
Welche Verbesserungen erwartest du jetzt konkret bei Sicherheit, Haltepunkten und Preistransparenz – und wie sind deine Erfahrungen mit den Songthaews in Pattaya?



Ich überlege jetzt schon stundenlang, Vietnam, die Philipinen oder doch Kambodscha als Ausweg, als Alternative um diese Preiserhöhung zu umgehen und zu überleben.
In Europa steigen die Preise Jährlich. Sei es aufgrund gestiegener Rohstoffpreise oder Ernteausfälle. Einen Grund gibt es immer. Ist der Preis einmal angehoben, bleibt er hoch -und wartet auf den nächsten Grund die Preise wieder nach oben anzupassen.
Seit 9 Jahren lebe ich in Thailand. Das französiche Baguette beim Bäcker kostet noch immer 40 Baht. Die Nudelsuppe um die Ecke noch
immer 50 Baht. Wenn ich sehe, wie viele Klimaanlagen es braucht, um einen grossen 7-Eleven zu kühlen, frage ich mich, wie lange die Preise bei den gestiegenen Energiekosten noch gehalten werden können. Einzig die Eier werden lautlos immer teurer. Wenn jemand nicht über das nötige Kleingeld verfügt – um die kleinen – kommenden Preisanpassungen zu bezahlen, soll er nach Vietnam oder China zurückreisen. Meine Meinung!
Schockschwerenot, ich sehe schon meine Milliönchen schwinden! Nicht, dass ich noch Bürgergeld (oder heißt es nun Grundsicherung?) beantragen muss. Gott sei Dank hat sich die Bahtbusvereinigung kein Beispiel an Milka genommen, d.h. Preis rauf und Menge runter – also 15 Baht für 1 bis 8 km, 20 Baht für 9-12 Km, 25 Baht für 13 bis ? km . Das wäre definitiv für keinen Touristen zu verkraften.
Bekommt man für den Mehrpreis vielleicht einen „kostenlosen“ Softdrink an der Bahtbusbar? Oder muss man erst noch ein kostenpflichtiges Verpflegungspaket ordern, wie bei den Billigfliegern? :-))
Gibt es vielleicht auch sowas wie die Rabbitcard von Phuket? Weshalb immer mit barer Münze zahlen? Soll doch die Bahtbusvereinigung mit der Zeit gehen und alles digitalisieren!!! Oder vielleicht sowas wie die All-inkl.-Armbänder einführen und man bezahlt dann bei Eintritt in den „Freizeitpark“ Pattaya eine Eintrittsgebühr, die „alles“ abdeckt; zumindest alle Fahrten mit Bahtbussen. :-))