PHUKET – Eine Luxusvilla in Rawai gleicht einem Scherbenhaufen. Nach der Vermietung an einen britischen Staatsbürger hat die Eigentümerin nun Anzeige bei der Polizei erstattet. Der Schaden beläuft sich auf mehr als 300.000 Baht. Nun prüft die Polizei brisantes Videomaterial und einen skurrilen Fund.
Inspektion am 6. Juni bringt das Fass zum Überlaufen
Nattakan Hankeaw, die im Namen der Villenbesitzerin Talaticha Loney handelt, schilderte dem Nachrichtenportal Mati Press Online den Ablauf. Die Nobel-Immobilie im Bezirk Mueang Phuket war demnach seit März an den Briten Farah Hashi vermietet.
Eine routinemäßige Überprüfung am 4. Juni ergab noch keine Auffälligkeiten. Zwei Tage später, bei einer erneuten Inspektion am 6. Juni, bot sich den Verantwortlichen jedoch ein Bild der Verwüstung. Zahlreiche Gegenstände im Inneren waren massiv beschädigt.
Überwachungskamera filmte abends mit
Für die Ermittler der Chalong Police Station dürften die Aufnahmen der hauseigenen CCTV-Anlage von zentraler Bedeutung sein. Laut Nattakan sollen die Kameras am 4. Juni gegen 20:00 Uhr den britischen Mieter dabei gefilmt haben, wie er in mehreren Räumen Schäden verursachte.
Welche konkreten Handlungen auf dem Band zu sehen sind, wurde von Mati Press nicht im Detail berichtet. Die Aufnahmen sind nun Teil der Beweismittel, die die Eigentümerin bei der Polizei eingereicht hat.
Lachgas-Ausrüstung in der verwüsteten Villa entdeckt
Bei der Inspektion der von Chaos geprägten Villa stießen die Beteiligten auf einen brisanten Fund. Es wurde Ausrüstung sichergestellt, die mutmaßlich zum Inhalieren von Distickstoffmonoxid verwendet wurde.
Die Beamten untersuchen nun, ob es eine Verbindung zwischen dem Konsum der Substanz und den entstandenen Verwüstungen gibt. Dieser Fund könnte die ohnehin schon ernsten Vorwürfe gegen den Mieter weiter verschärfen.
Hohe Haftstrafe droht
Nach Section 358 des thailändischen Strafgesetzbuches kann vorsätzliche Sachbeschädigung hart bestraft werden. Dem beschuldigten Mieter drohen im Falle einer Verurteilung bis zu drei Jahre Haft, eine Geldstrafe von maximal 60.000 Baht oder beides.
Zum aktuellen Zeitpunkt hat die Polizei jedoch noch keine formellen Anklagen erhoben. Die Ermittler sammeln weiter Beweise, um über das genaue Vorgehen gegen den Briten zu entscheiden.
Separater Vorfall mit randalierendem Briten im Mai
Die aktuellen Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf einen ähnlichen Fall aus dem Mai. Damals soll ein britischer Mann in Phuket ausgerastet sein und die Sitze mehrerer Motorräder aufgeschlitzt sowie mit einem Messer ein Ladenschild beschädigt haben.
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Ob es sich bei dem Mann aus dem Mai-Vorfall um denselben Mieter Farah Hashi handelt, blieb in der Berichterstattung von Mati Press offen. Die Polizei hat zu dieser möglichen Verbindung bisher keine Angaben gemacht.
Beweissammlung der Polizei läuft
Die Eigentümerin hat alle Beweise, inklusive der Videoaufnahmen, an die Chalong Police Station übergeben. Die Beamten prüfen das Material nun in Ruhe, bevor sie die nächsten rechtlichen Schritte einleiten.
Die Polizei sammelt Beweise, um über weitere rechtliche Schritte zu entscheiden.



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