PHUKET, THAILAND – Nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung während der Songkran-Wasserschlachten in Kathu hat die Polizei zwei französische Staatsbürger festgenommen. Parallel ermittelt die Polizei in Pattaya nach einem Angriff auf zwei ausländische Touristen in der Soi 6, der ebenfalls im Zusammenhang mit Wasserpistolen-Aktionen stehen soll.
Attacke in Kathu: Eskalation in den frühen Morgenstunden
In Phuket wurden am Dienstag zwei französische Staatsangehörige nach einem Angriff auf einen thailändischen Mann während der Songkran-Feierlichkeiten festgenommen. Der Vorfall ereignete sich am Montag, 13. April, gegen 4.30 Uhr im Bezirk Kathu.
Der 29-jährige Kunanya Phokham war nach Angaben der Polizei mit dem Motorrad unterwegs, um seine Freundin zu treffen, als eine Gruppe ausländischer Feiernder die Straße blockierte. In der Gruppe wurde mit Wasser gespritzt und mit Wasserpistolen gespielt.
„Ich will nicht mitmachen“: Auslöser war eine verweigerte Teilnahme
Kunanya soll signalisiert haben, dass er nicht an der Wasserschlacht teilnehmen wolle, und versuchte, auf dem Motorrad sitzend durch die Situation hindurchzufahren. Kurz darauf soll ihm ein Mann Wasser direkt ins Gesicht geschüttet haben.
Im Anschluss habe derselbe Mann ihn mit einer Wasserpistole geschlagen, woraufhin Kunanya anhielt und die Gruppe zur Rede stellte. Die Konfrontation eskalierte laut Bericht innerhalb weniger Augenblicke.
Mehrere Angreifer: Opfer erleidet Gesichtsverletzungen
Ein weiterer Mann soll sich von hinten genähert und Kunanya geschlagen haben, danach hätten sich mehrere Personen an der Attacke beteiligt. Der Thai wurde demnach von mehreren Angreifern umringt und erlitt Verletzungen im Gesicht sowie am Körper.
Zeugen griffen ein, brachten ihn aus der Situation und transportierten ihn ins Patong Hospital. Dort wurden Gesichtsverletzungen und Prellungen behandelt, das genaue Ausmaß der Verletzungen wurde jedoch nicht veröffentlicht.
Anzeige durch die Freundin: Treffpunkt nahe Marine Market
Später am selben Tag erstattete Kunanyas 27-jährige Freundin Maytinee Sila Anzeige bei der Polizei in Patong. Sie erklärte, Kunanya sei auf dem Weg gewesen, sie in der Nähe des Marine Market zu treffen.
Als Treffpunkt wurde laut ihrer Aussage die „Black Bar“ genannt, zudem habe Kunanya versucht, den Festivitäten auszuweichen. Weil die Gruppe jedoch die Straße blockierte, sei die Begegnung unvermeidbar geworden, bevor die Lage kippte.
Ermittlungen und Festnahmen: Zwei Franzosen in Gewahrsam
Die Polizei leitete Ermittlungen unter der Vorgangsnummer 53 (datiert auf den 13. April 2026) ein, zuständig war die Polizeistation Patong. Mehrere ranghohe Beamte wurden in dem Bericht als verantwortliche Leiter der Operation und der Ermittlungen genannt.
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Nach Auswertung von Zeugenaussagen und verfügbarem Beweismaterial identifizierten die Ermittler zwei Verdächtige: Bouboune Nicolas Florent und Heraoui Abdelkrim, beide französische Staatsbürger. Am Dienstag, 14. April, wurden beide festgenommen, vernommen und anschließend wegen Körperverletzung nach thailändischem Recht in Gewahrsam genommen; die Ermittlungen laufen weiter.
Separater Fall in Pattaya: Streit in der Soi 6 während Songkran
Unabhängig davon kam es in Pattaya in der berüchtigten Ausgehmeile Soi 6 ebenfalls zu Gewalt während der Songkran-Feierlichkeiten. Auslöser soll gewesen sein, dass ein ausländischer Mann Wasser auf eine Gruppe thailändischer Frauen spritzte, zu der auch Motorradtaxi-Fahrer und Sicherheitskräfte gehörten.
Als ein weiterer ausländischer Tourist seinem Begleiter helfen wollte, soll die Situation weiter eskaliert sein und weitere Beteiligte angezogen haben. In der Gasse kam es schließlich zu einem Angriff auf einen Ausländer in einem weißen Shirt, wobei laut Bericht auch Männer mit orangefarbenen Motorradtaxi-Westen beteiligt gewesen sein sollen.
Video sorgt für Druck: Polizei lädt Verdächtige vor
Der Vorfall in Pattaya wurde auf Video festgehalten und am Montag, 13. April, in sozialen Netzwerken verbreitet, was starke Reaktionen und Kritik auslöste. Zunächst erklärte die Polizei von Pattaya City, es liege keine formelle Anzeige vor.
Unter dem öffentlichen Druck wurden am Mittwoch, 15. April, sechs Verdächtige zur Befragung vorgeladen, darunter Motorradtaxi-Fahrer und Sicherheitsleute von Bars. Die Gruppe räumte den Angriff ein, behauptete jedoch, die Ausländer hätten den Konflikt begonnen und zuvor einen Thai angegriffen, der an den Wasserspielen beteiligt gewesen sei.
Deine Meinung
Songkran gilt als fröhliches Fest – doch die Fälle aus Phuket und Pattaya zeigen, wie schnell Wasserschlachten in Gewalt umschlagen können, wenn Grenzen nicht respektiert werden. Sollte es in Party-Hotspots strengere Regeln oder klar abgegrenzte Zonen für Wasserschlachten geben?
Wie erlebt ihr Songkran in Thailand: eher ausgelassen und sicher oder zunehmend aggressiv und unübersichtlich? Schreibt eure Einschätzung und Erfahrungen in die Kommentare.



Aggressiv und unübersichtlich hauptsächlich in den Berichten, nicht nur im WB. Ansonsten ruhig und sicher mit einem Glas Apfelschorle in den Abendstunden auf der Terrasse. Natürlich nicht jeden Tag…die Apfelschorle meine ich.