Post aus Thailand: 17-Jähriger nach Drogenfund verurteilt

Er bekannte sich schuldig, Drogen geliefert und zum Weiterverkauf besessen zu haben. Auslöser der Ermittlungen waren zwei Pakete aus Thailand mit rund 1,3 Kilo Cannabis.

Post aus Thailand: 17-Jähriger nach Drogenfund verurteilt
SCMP

SUFFOLK, GROSSBRITANNIEN – Ein 17-Jähriger darf drei Monate lang die Grafschaft Suffolk nicht betreten. Er bekannte sich schuldig, Drogen geliefert und zum Weiterverkauf besessen zu haben – Ermittlungen begannen nach dem Fund von Cannabis in zwei Paketen aus Thailand.

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Drei Monate Einreiseverbot nach Schuldbekenntnis

Der Jugendliche räumte Straftaten im Zusammenhang mit Kokain, Cannabis und Ketamin ein. Bei seinem Auftritt vor dem Magistrates Court in Suffolk wurde er von seiner Mutter begleitet.

Sein Name darf aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden. Das Gericht verhängte neben dem Einreiseverbot eine zwölfmonatige Jugendmaßnahme.

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Post aus Thailand enthielt rund 1,3 Kilo Cannabis

Die Ermittlungen begannen, als die britische Post Royal Mail zwei verdächtige Sendungen abfing. Beide waren an die Adresse des Jugendlichen in Suffolk gerichtet und aus Thailand verschickt worden.

Die Pakete enthielten nach Angaben der Staatsanwaltschaft insgesamt rund 1,3 Kilogramm Cannabis. Weitere Nachforschungen führten die Beamten zu einer Mobiltelefonnummer, die dem Jugendlichen zugeordnet wurde.

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Durchsuchung brachte weitere Drogen ans Licht

Bei der Durchsuchung des Wohnorts fanden Polizisten Drogen der Klassen A und B, mehrere Mobiltelefone, Verpackungen, Checklisten und weitere Gegenstände, die mit Drogenhandel in Verbindung gebracht wurden.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft fanden Ermittler die DNA des Jugendlichen auf einem Teil des beschlagnahmten Materials. Die sichergestellten Drogen ordnete das Gericht zur Einziehung und Vernichtung an.

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Gericht hörte von möglicher Ausbeutung

Der 17-Jährige hatte bereits Vorstrafen wegen Drogendelikten und des Besitzes von Klingenwaffen. Das Verfahren war zuvor vertagt worden, damit Berichte zu seiner Verhandlungsfähigkeit und zu möglichen Hinweisen auf Ausbeutung erstellt werden konnten.

Sein Vertreter verwies auf schwierige Erfahrungen in der Kindheit, die den Jugendlichen besonders anfällig für Ausbeutung gemacht hätten. Laut Gericht dienten die Straftaten dazu, Geld für Grundbedürfnisse wie Essen und Kleidung zu bekommen. Seine Lebensumstände hätten sich inzwischen geändert: Er lebe nun außerhalb der Grafschaft und beziehe Sozialleistungen. Dadurch sei der Bedarf, Straftaten zu begehen, gesunken, sagte sein Vertreter.

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Jugendmaßnahme, Kosten und weitere Auflagen

Die zwölfmonatige Jugendmaßnahme umfasst zehn Tage mit Rehabilitationsaktivitäten. Der Jugendliche muss außerdem den Jugendgerichtsdienst informieren, falls er innerhalb der kommenden zwölf Monate die Grafschaft verlässt, in der er inzwischen lebt.

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Das Gericht setzte die Kosten auf 170 Pfund und einen Zuschlag von 26 Pfund fest. Die Beträge können nach Angaben des Gerichts von seinen Sozialleistungen abgezogen werden. Für Ausländer in Thailand erinnert der Fall daran, dass sich die Cannabisgesetze dort in den vergangenen Jahren geändert haben, internationale Post Kontrollen und Zollkontrollen unterliegt und beim Versand von Cannabis die Gesetze des Ziellandes gelten.

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Quelle: AseanNow

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