PHUKET, THAILAND – Die Polizei auf der Ferieninsel Phuket stoppte einen mutmaßlichen Kriminellen aus Russland. Er hob massenhaft Geld ab, das wehrlosen Opfern am Telefon gestohlen wurde.
Geldregen am Bankautomaten gestoppt!
Ein 41 Jahre alter Russe namens Anton Kurchenko geriet ins Visier der Ermittler. Vor einem Supermarkt in der Gasse Ta-iad im Bezirk Tschalong beobachteten Polizisten sein verdächtiges Treiben.
Der Mann steuerte immer wieder Bankautomaten an und zog Unmengen an Bargeld. Insgesamt 16 Mal spuckten die Maschinen Scheine aus, während die Beamten alles genau dokumentierten.
Beute aus miesen Betrügereien
Die Polizei stellte insgesamt 331.000 Baht sicher, die der Verdächtige bereits in Händen hielt. Das Geld stammt laut Ermittlern aus 16 verschiedenen Fällen von Telefonbetrug.
Insgesamt verursachte die Bande, für die der Russe gearbeitet haben soll, einen Schaden von über 790.000 Baht. Die Ermittler sind sich sicher, dass er das Geld für ein kriminelles Netzwerk waschen sollte.
Zugriff im Apartment in Rawai
Nach der Überwachung stürmten die Einsatzkräfte ein Apartment im Stadtteil Rawai. Dort klickten die Handschellen, als die Beamten den Russen direkt in seinem Zimmer festnahmen.
Da viele Betrugsopfer aus Surat Thani stammen, brachten Polizisten den Mann zur Wache nach Kantschanadit. Dort muss er sich nun für seine Taten vor der Justiz verantworten.
Jagd auf die Hintermänner
Die Ermittler hoffen nun auf weitere Hinweise durch die Vernehmungen des Verhafteten. Das Ziel ist es, die Drahtzieher hinter dem Geldwäsche-System zu finden.
Es ist nicht der erste Fall dieser Art in Thailand. Erst im vergangenen Monat schnappte die Polizei in Tschon Buri einen weiteren Russen, der mehr als 4,6 Millionen Baht an Automaten abgehoben hatte.
Banden lauern in Luxusvillen
Die Kriminellen agieren oft aus dem Verborgenen mit modernster Technik. In Bangkok hob die Polizei zwei Luxusvillen aus, in denen elf Südkoreaner Betrugsopfer am Telefon täuschten.
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Auch gegen illegale Glücksspiel-Seiten und Anlagebetrüger gehen die Behörden massiv vor. Erst gestern flogen mehr als 30 Inder in Tschon Buri auf, die ihre eigenen Landsleute um ihr Erspartes brachten.
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keiner der Täter sollte abgeschoben werden bis seine Strafe zur Gänze in den luxuriösen Gefängnissen Thailands abgessen ist.
Vielen der Geschädigten, ob nun schuldhaft oder nicht, wurde durch diese Kriminellen ihre Existenz völlig zerstört, was in vielen Fällen zum Freitod führte und noch führt.
Das ist Mord durch die Hintertür.