THAILAND – Ein Familienstreit um die Besitzer des Singha-Imperiums hat das Land erschüttert: Siranudh „Psi“ Scott hat seinem Bruder Sunit „Pi“ Scott wiederholten sexuellen Missbrauch in der Kindheit vorgeworfen und dafür eine Sprachaufnahme veröffentlicht. Pi trat daraufhin von allen Führungspositionen bei der Boon Rawd Brewery zurück, das Unternehmen kündigte Zusammenarbeit mit den Behörden an und die Affäre löste breite öffentliche Kritik aus.
Wer Psi Scott ist und welche Vorwürfe er erhebt
Siranudh „Psi“ Scott ist 29 Jahre alt, als Umweltaktivist bekannt und Teil der vierten Generation der Familie Bhirombhakdi. Er leitet die Initiative „Sea You Strong“ und ist öffentlich als Langstreckenschwimmer präsent.
Psi behauptet, sein älterer Bruder Pi habe ihn als Kind wiederholt sexuell missbraucht, begonnen als Psi etwa 10 oder 11 Jahre alt war, und dass Familienmitglieder davon gewusst, aber nicht eingegriffen hätten. Er sagt außerdem, seine Mutter habe ihn gedrängt, nicht öffentlich zu sprechen, und anschließend eine Klage eingereicht, um vererbtes Eigentum zurückzufordern.
Die veröffentlichte Sprachaufnahme
Psi veröffentlichte eine Audioaufnahme, die ein Gespräch mit Pi über die Vorwürfe zeigen soll und die in den sozialen Medien große Beachtung fand. Die Aufnahme veränderte die öffentliche Wahrnehmung und löste eine Reihe von Reaktionen innerhalb der Familie und Öffentlichkeit aus.
Pi bestreitet die Anschuldigungen des sexuellen Missbrauchs; er räumt laut Darstellung ein, dass es Streit gab und er in der Kindheit grob zu Psi gewesen sei, lehnt sexuelle Übergriffe aber ab. Seine Aussagen in der Aufnahme gelten als weniger kategorische Ablehnung der Vorwürfe.
Boon Rawd Brewery reagiert – Rücktritt von Pi
Der CEO der Boon Rawd Brewery, Bhurit Bhirombhakdi, äußerte Besorgnis über die Anschuldigungen und bekräftigte die Haltung des Unternehmens gegen häusliche Gewalt. In der offiziellen Mitteilung wurde Pis Rücktritt von allen Führungspositionen bestätigt und sein Schreiben angefügt.
Das Unternehmen erklärte, es werde vollumfänglich mit den zuständigen Behörden kooperieren, um die Angelegenheit zu klären.
Milds erste Verteidigung und spätere Entschuldigung
Lapassalan „Mild“ Jiravechsoontornkul, Ehefrau von Pi und bekannte Schauspielerin, verteidigte zunächst öffentlich ihren Mann. Ihre frühere Unterstützung zog jedoch heftige Kritik nach sich.
Nach Veröffentlichung der Aufnahme entschuldigte sie sich öffentlich bei Psi und der Öffentlichkeit, erklärte, die Aufnahme zuvor nicht gehört zu haben, und kündigte an, sich vorübergehend von ihrem Ehemann zu distanzieren.
Prominente ziehen Unterstützung zurück
Mehrere thailändische Prominente, die zunächst öffentlich Pi und Mild unterstützt hatten, sahen sich Online-Kritik ausgesetzt und veröffentlichten anschließend Entschuldigungen. Die Affäre richtete den Blick auf den Umgang mit Anschuldigungen gegen Mitglieder prominenter Familien.
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Die öffentliche Debatte verlagerte sich auf Fragen von Loyalität, Verantwortlichkeit und die Rolle öffentlicher Stimmen, wenn private Vorwürfe bekannt werden.
Rechtlicher Stand: Zivilklage anhängig, keine Strafanzeige
Bei den Gerichten läuft eine Zivilklage der Mutter von Psi Scott, in der es um die Rückforderung von vererbtem Eigentum aus dem Nachlass von Chamnong Bhirombhakdi geht. Dieser Zivilrechtsstreit ist derzeit anhängig.
Zum Zeitpunkt des Berichts liegt im Zusammenhang mit den Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs keine formelle Strafanzeige vor, und eine förmliche Untersuchung durch thailändische Behörden wurde nicht öffentlich bestätigt.



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