BANGKOK, THAILAND – In den ersten drei Tagen der Songkran-Verkehrssicherheitskampagne stieg die Zahl der Verkehrstoten landesweit auf 95. Behörden melden weiterhin viele Unfälle durch Raserei und Alkohol am Steuer und verschärfen Kontrollen – besonders in Feier- und Touristenzonen.
95 Tote und Hunderte Unfälle in drei Tagen
Thailand registrierte vom 10. bis 12. April landesweit 515 Unfälle mit 486 Verletzten und 95 Todesopfern im Rahmen der Songkran-Sicherheitskampagne.
Die Zahlen wurden am Montag, 13. April, veröffentlicht – noch bevor die größten Reise- und Feierströme zum eigentlichen Songkran-Haupttag vollständig auf den Straßen waren.
Bangkok mit den meisten Todesfällen, Lampang mit den meisten Unfällen
Bangkok verzeichnete kumuliert die meisten Todesfälle mit sechs Toten, während Lampang die höchste Gesamtzahl an Unfällen und Verletzten meldete (jeweils 25).
In 30 Provinzen wurden in diesem Zeitraum keine Todesfälle registriert, was auf regional sehr unterschiedliche Risikolagen hinweist.
Tag 3 im Detail: 171 Unfälle und 24 Tote an einem Tag
Allein am 12. April meldete das Road Safety Operation Center (RSOC) 171 Unfälle, 169 Verletzte und 24 Todesfälle.
Suphan Buri hatte an diesem Tag die meisten Unfälle (10), Phrae die meisten Verletzten (9) und Bangkok die meisten Todesfälle (3).
Hauptursachen: Raserei und Alkohol am Steuer
Als häufigste Unfallursache wurde überhöhte Geschwindigkeit genannt (46,20 Prozent), gefolgt von Trunkenheit am Steuer (24,56 Prozent).
Die Behörden betonten, dass sich das Muster gefährlichen Verhaltens fortsetzt und das Risiko trotz laufender Kampagne hoch bleibt.
Motorräder besonders betroffen – viele Unfälle auf geraden Strecken
Motorräder waren in 77,17 Prozent der Unfälle beteiligt, was die besondere Gefährdung von Zweiradfahrern während Songkran unterstreicht.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Die meisten Unfälle passierten auf geraden Straßen (81,29 Prozent); 39,77 Prozent ereigneten sich auf Tambon- oder Dorfstraßen und 34,50 Prozent auf Straßen des Department of Highways.
Wann und wer besonders gefährdet ist
Das höchste Unfallaufkommen wurde zwischen 15.01 und 18.00 Uhr registriert (24,56 Prozent).
Am stärksten betroffen war die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen (22,80 Prozent), wie das RSOC berichtete.
Strengere Kontrollen: Fokus auf die „10 Hauptdelikte“
Provinzen und Bangkok wurden angewiesen, Gesetze zu den zehn wichtigsten Verkehrsverstößen strikt durchzusetzen – insbesondere in Songkran-Wasserzonen und Touristengebieten.
Damit sollen riskante Verhaltensweisen frühzeitig unterbunden werden, bevor es zu Unfällen kommt, so die Linie der Einsatzleitung.
Härteres Vorgehen gegen Alkohol – auch bei Minderjährigen
Die Maßnahmen gegen Trunkenheit am Steuer wurden verschärft, darunter strengere Kontrolle des Alkoholverkaufs sowie ein vollständiges Verkaufsverbot an Personen unter 20 Jahren.
Wenn Minderjährige alkoholisiert fahren und dabei Menschen verletzt oder getötet werden, sollen Ermittlungen ausgeweitet werden – auch auf Verkaufsstellen, mögliche „Ermöglicher“ des Trinkens sowie Eltern oder Erziehungsberechtigte nach den einschlägigen Gesetzen.
Checkpoints in Gemeinden und Familien sollen Unfälle verhindern
Zusätzlich werden Community- und Familien-Checkpoints intensiviert, um riskante Fahrer zu kontrollieren, zu warnen und abzuschrecken.
Ziel ist es, gefährliche Fahrten bereits vor dem Unfallgeschehen zu stoppen – besonders in Zeiten hoher Reisetätigkeit rund um Songkran.
Behörden warnen auch vor Risiken beim Wasserspielen
Saharat Wongsakulwiwat, Vize-Generaldirektor des Department of Disaster Prevention and Mitigation und Sekretär des RSOC, sagte, die Daten der ersten drei Tage zeigten vor allem riskantes Verhalten von Fahrern und anderen Verkehrsteilnehmern.
Er warnte davor, Wasser direkt auf Motorräder zu spritzen, nicht mitten auf der Straße Wasser zu spielen und möglichst nicht auf der Ladefläche von Pick-ups während fahrender „Wasser-Runden“ zu sitzen oder zu stehen, da Sturzgefahr besteht.
Rettungsketten sollen schnell funktionieren
Die Behörden wurden angewiesen, Kommunikations- und Notfallsysteme einsatzbereit zu halten, damit Rettungswagen und Teams Unfallstellen zügig erreichen.
Auch der schnelle Transport von Verletzten ins Krankenhaus wurde als zentraler Punkt genannt, um die Folgen schwerer Unfälle zu begrenzen.
Deine Meinung
Wie erlebst du Songkran im Straßenverkehr: Sind die Kontrollen in deiner Region spürbar strenger, oder bleibt riskantes Fahren weiterhin ein großes Problem?
Sollten Alkohol- und Tempokontrollen während Songkran noch weiter ausgeweitet werden – und was wäre aus deiner Sicht die wirksamste Maßnahme, um die Zahl der Toten zu senken? Schreib es in die Kommentare.



Mit knapp 80% sind Motorräder beteiligt, davon mit Sicherheit die meisten noch im jugendlichen Alter. Grade Straßen sind auch mit gut 80% dabei, kann nur mit unangemessener Geschwindigkeit zusammenhängen, vom Alk mal ganz abgesehen. Und ebenso wird in Dörfern und Tambons gesoffen und gerast. Das ist alles nicht zu kontrollieren und es helfen weder irgendwelche Kampagnen oder Aufklärungsversuche. So schlimm das alles ist, am besten abhaken unter dem Begriff „Karma.“
Es ist schrecklich und tragisch das so viele Menschen im Strassenverkehr ums Leben kommen.
Aber : 95 Verkehrstote in 3 Tagen = Das ist doch eigentlich der normale Wahnsinn auf Thailands Strassen. Denn es werden jaehrlich ca. 20.000 Opfer beklagt, das sind im Durchschnitt ca. 50 pro Tag. Das ca. 80 % Zweiradfahrer liegt an der Fahrweise und der Missachtung jeglicher Regeln. Und DAS wird sich auch in Zukunft leider nicht aendern.
Moin, alle Jahre wieder dieser Wahnsinn. Wenn es sich vermeiden lässt, meide ich am Straßenverkehr teilzunehmen, alternativ fahre ich sehr frühzeitig…..Appelle und Einsicht….2 Welten treffen aufeinander. In den vergangenen 3 Tagen wurde ich 4 mal nach den gültigen Dokumenten überprüft…und während der Überprüfung fuhren Einheimische ohne Helm ( und Führerschein?) einfach vorbei!