BANGKOK – Ein Streit um Motorradtaxi-Fahrpreise endete in den frühen Morgenstunden des 14. Juni in einer tödlichen Schießerei. Ein Grenzpolizist erschoss einen Fahrer und verletzte zwei weitere Männer schwer, bevor er sich selbst stellte.
Angriff vor dem Markt
Kurz vor drei Uhr morgens knallten vor dem Kiat Thongchai Markt in der Soi Prachasongkhro 38 plötzlich Schüsse. Die Gruppe der Motorradtaxifahrer saß wie immer beisammen und ruhte sich aus, als ein junger Mann auf sie zukam und sofort Streit suchte.
Der hitzige Wortwechsel eskalierte in eine wüste Schlägerei. Mitten im Tumult zog der Angreifer eine Pistole und feuerte mehrfach in die Menge der Fahrer.
Toter Fahrer lag auf dem Boden
Als die Rettungskräfte eintrafen, fanden sie den 37-jährigen Phurit Mangthisan leblos auf dem Gehweg. Der Motorradtaxifahrer trug seine orangefarbene Weste mit der Nummer 12 und erlitt tödliche Verletzungen.
Zwei weitere Männer aus der Gruppe wurden ebenfalls schwer verletzt. Der 46-jährige Kiattisak Srirat und der 48-jährige Charin Khunarak wurden zur medizinischen Versorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Täter flüchtete mit öffentlichem Verkehrsmittel
Nach den Schüssen rannte der Schütze in unbekannte Richtung davon. Zeugen beschrieben ihn als jungen Mann in schwarzem Langarmshirt, kurzer Jeans und einer schwarzen Umhängetasche.
Später gab er selbst an, mit einem öffentlichen Verkehrsmittel vom Tatort im Bezirk Din Daeng geflohen zu sein.
Grenzpolizist stellt sich auf Wache Makkasan
Nur kurze Zeit später ging bei den Beamten die Meldung ein, dass der Verdächtige auf der Polizeistation Makkasan erschienen sei. Es handelte sich um den 33-jährigen Polizei-Lance Corporal Namthap vom Grenzschutzpolizei-Büro.
Er übergab seine Tatwaffe, eine 9-Millimeter-Pistole der Marke Sig Sauer, sowie ein Magazin. Beides wurde sofort als Beweismittel sichergestellt.
Fahrpreis-Streit als Auslöser
In der ersten Vernehmung gab der festgenommene Polizist an, der ganze Vorfall sei durch einen Konflikt über einen Motorradtaxi-Fahrpreis ausgelöst worden. Der Disput habe sich dann zum erbitterten Streit hochgeschaukelt.
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Warum genau der Beamte zuerst den verbalen Konflikt suchte und dann das Feuer auf die gesamte Gruppe eröffnete, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Polizeigewahrsam und weitere Schritte
Die schwerverletzten Fahrer wurden in das Charoen Krung Pracharak Krankenhaus und das Phyathai Phaholyothin Krankenhaus eingeliefert. Forensiker der Spurensicherung nahmen zudem noch in der Nacht ihre Arbeit am blutigen Tatort auf.
Der Täter wurde vorläufig in Gewahrsam genommen. Die Polizeistation Huai Khwang hat die weiteren Ermittlungen zur Vorbereitung der strafrechtlichen Verfolgung übernommen.



Ich denke mal da hat das mit dem „ruhigen Herzen“ und dem „Mai pen lai“, der Grundphilosophie des thailändischen Lebens, nicht so richtig funktioniert. Der Gesichtsverlust des Täters ist nicht zu übersehen.