PHUKET, Thailand – Zwei israelische Touristen sollen in einem Handygeschäft in Bang Tao wegen einer „Free Palestine“-Flagge mit dem Inhaber aneinandergeraten sein. Der Wortwechsel wurde von einer Überwachungskamera aufgenommen und anschließend in sozialen Medien vielfach geteilt.
Streit über die Flagge vor dem Laden
Der Vorfall ereignete sich am 2. August 2026 gegen 14.43 Uhr bei Ban Rak Mobile im Bang-Tao-Gebiet von Choeng Thale im Bezirk Thalang. Nach Angaben des Ladenbesitzers betraten die Frau und der Mann das Geschäft zunächst, um nach einem Handy-Zubehör zu fragen, das nicht vorrätig war.
Anschließend sprachen die Besucher die Flagge vor dem Geschäft an. Die Touristin habe sich darüber beschwert und verlangt, dass sie entfernt werde. Daraufhin entwickelte sich ein hitziger verbaler Austausch, bevor beide den Laden verließen.
Video löst Diskussion im Netz aus
Die Aufnahmen zeigen einen ausländischen Mann und eine ausländische Frau beim Betreten des Geschäfts. Veröffentlicht wurden sie vom Facebook-Nutzer Dahlan Kitcharak, der zugleich als Ladenbesitzer genannt wird.
In der Begleitnachricht hieß es, die Flagge habe auf Privatgrund gestanden. Viele Nutzer kommentierten den Beitrag; einige stellten sich hinter den Geschäftsinhaber und kritisierten die beiden Touristen.

Inhaber zeigt Flagge seit mehr als einem Jahr
Kitcharak erklärte, die Aufnahmen gäben den Ablauf des Vorfalls korrekt wieder. Die „Free Palestine“-Flagge habe bereits seit mehr als einem Jahr vor dem Geschäft gehangen und sei nicht wegen aktueller Nachrichten oder neuer Entwicklungen im Konflikt angebracht worden.
Der Inhaber sagte, er vertrete persönlich eine Position zur palästinensischen Frage und wünsche ein Ende der Zerstörung sowie des Verlusts ziviler Menschenleben. Mit der Flagge wolle er seine Haltung als Mensch ausdrücken.
Besitzer weist Vorwurf des Beginnens zurück
Nach seiner Darstellung äußerte sich die Touristin unzufrieden mit der Flagge und verlangte, dass sie entfernt werde. Kommentare über Palästinenser seien abfällig gewesen und hätten beleidigende Worte enthalten, woraufhin er reagiert habe.
Kitcharak betonte, er habe die beiden Touristen nicht zuerst angesprochen und sie auch nicht bedroht. Der Streit endete, als das Paar das Geschäft verließ.
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