Das thailändische Gesundheitsministerium prüft eine Pflichtversicherung für Touristen. Wer künftig nach Thailand einreist, soll vor der Ankunft oder beim Grenzübertritt eine gültige Krankenversicherung nachweisen müssen. Hintergrund sind unbezahlte Behandlungsrechnungen, die öffentliche Krankenhäuser jährlich in Millionenhöhe selbst auffangen.
Gesundheitsminister Pattana Promphat stellte das Vorhaben am 30. April im Rahmen der Grundsatzrichtung des Ministeriums für 2026 bis 2030 vor. Konkrete Prämien oder ein Einführungsdatum nannte er nicht. Das Ministerium prüft noch, wie hoch die Mindestdeckung ausfallen soll.
Warum Thailand die Pflichtversicherung für Touristen erwägt
Ausländische Patienten hinterlassen thailändischen Krankenhäusern jährlich unbezahlte Rechnungen von mindestens 100 Millionen Baht. Besonders Notaufnahmen in Touristenzentren wie Phuket und Chiang Mai tragen die Last. Das Vachira-Krankenhaus in Phuket nennt allein für sich 10 Millionen Baht unbezahlter Behandlungskosten pro Jahr.
Minister Promphat erklärte, Touristen, Arbeitnehmer und Tagesreisende könnten eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen, sobald sie medizinische Versorgung benötigten und nicht zahlen könnten. Notaufnahmen dürfen ethisch nicht verweigert werden — die Kosten bleiben beim Krankenhaus.
Was bisher bekannt ist – und was noch offen bleibt
Touristen sollen die Versicherung vor der Einreise oder beim Grenzübertritt abschließen können. Die Prämienhöhe prüft das Ministerium noch: Sie soll keine übermäßige Belastung darstellen, aber im Krankheitsfall echten Schutz bieten. Einen konkreten Betrag oder ein verbindliches Startdatum gibt es bisher nicht.
Das Vorhaben steht im Zusammenhang mit einer breiteren Debatte über eine mögliche Einreisegebühr von 300 Baht für Flugtouristen, die das Kabinett noch berät. Für Langzeitbewohner mit Non-OA-Visum gilt bereits seit Oktober 2021 eine Pflichtversicherung mit 3.000.000 THB Mindestdeckung — das Neue wäre die Ausweitung auf alle Einreisenden.
Grenzregionen und Altenpflege: weitere Themen der Ministeriumspressekonferenz
Promphat sprach auch über Krankenhäuser in Grenzregionen, die Menschen ohne geklärten Aufenthaltsstatus versorgen. Das Nationale Gesundheitssicherheitsamt soll diesen Einrichtungen mehr Mittel zuweisen. Internationale Organisationen könnten die Versorgung in Grenznähe ergänzen.
Ein weiterer Punkt: Der Ausbau der Altenpflege durch private Investoren. Freiwillige Pflegekräfte sollen bettlägerige Patienten zu Hause betreuen — ein Wahlversprechen der Bhumjaithai-Partei, das nun schrittweise umgesetzt werden soll. Den geeigneten Investitionsrahmen für neue Altenpflegezentren prüft das Ministerium noch.
Redaktionelle Hinweise
Das Vorhaben ist noch nicht beschlossen. Alle genannten Angaben zu Prämien und Deckungssummen sind vorläufig und können sich vor einer allfälligen Einführung noch ändern. Für bestehende Non-OA-Visa gelten weiterhin die bekannten Versicherungspflichten.



Sofortige Meldung der Personalien an die Grenzbehörden, rote Warnleuchte bei der Passkontrolle bei der Ausreise und deren Verweigerung bis die Schuld bezahlt ist.
Dazu noch eine gehörige Strafe damit das auch sitztg!
Problem unter Berücksichtigung illegaler Ausreisen zu + – 70 % gelöst!
Es ist für den Betrger so einfach, die Zahlung zu umgehen.
Z.B. Bangkok Hostpital: Nach erfolgter Behandlung und Fertigstellung der Papiere wirst du von einer freundlichen Schwester zur Kasse begleitet. Sie zieht eine Nummer und und übergibt sie sowohl dem Patienten wie der Kassenpersonal und verabschiedet sich freundlich.
Der geneigte Betrüger setzt sich zufrieden in seinen Sessel, wartet eine Minute bis sich alle wieder ihrem Handy gewidmet haben, erhebt sich und schlurft zufrieden von dannen..
Und keiner hält ihn auf:
Kontrollmöglichkeiten gäbe es in der heutigen Zeit zuhauf!
…aber vor der Behandlung musste der Patient seinen Pass vorzeigen – also sind alle Daten vorhanden, inkl. Aufenthaltsort (Hotel).
ja klar, darum wäre es einfach, ihn der Behörde zu melden die dann seine Personalien bei der Ausreise schon vorliegen hat.
ist doch simpel oder?
Ich werde bestimmt nicht eine Pflichtversicherung, die zudem noch limitierte Krankenkosten hat während meine die ich immer abschließe unlimited ist und wahrscheinlich auch noch günstiger ist.
Bericht genau gelesen?
Da steht „Wer künftig nach Thailand einreist, soll vor der Ankunft oder beim Grenzübertritt eine gültige Krankenversicherung nachweisen müssen.“
Wer eine für Thailand gültige Krankenversicherung vorweisen kann, braucht natürlich nicht noch zusätzlich eine thailändische Krankenversicherung abzuschließen. Meine (in Deutschland abgeschlossene private) Krankenvesicherung gilt automatisch befristet auch in Thailand.
Ich werde ganz bestimmt keine Pflichtversicherung akzeptieren, die in den Krankenkosten auch noch limitiert ist, während meine private abgeschlossene unlimitiert ist.
Nach Covid war bei der Einreise eine Krankenversicherung Pflicht, warum wird das heute nicht mehr verlangt. Beim TDAC ausfüllen einfach Abfrage der Versicherung, Nummer, Vers.-Höhe abfragen, wäre leicht zu prüfen.
Falls das so kommen sollte, na dann bye bye Thailand. Eine Auslandskrankenversicherung, die ich selbst auch immer habe, ist ein absolutes muss. Aber die wähle ich mir selbst aus. Ich lasse mir bestimmt nicht vom thailändischem Staat irgendeine Pflichtversicherung aufdrücken.
Bericht genau gelesen?
Da steht „Wer künftig nach Thailand einreist, soll vor der Ankunft oder beim Grenzübertritt eine gültige Krankenversicherung nachweisen müssen.“
Wer eine für Thailand gültige Krankenversicherung vorweisen kann, braucht natürlich nicht noch zusätzlich eine thailändische Krankenversicherung abzuschließen. Meine (in Deutschland abgeschlossene private) Krankenvesicherung gilt automatisch befristet auch in Thailand.
Eine neue Idee der einfallsreichen thailändischen Politiker, wie man Touristen noch mehr schröpfen kann. Da soll man doch einfach darauf achten, dass Patienten nach einer Behandlung nicht einfach aus dem Krhs. verschwinden können. Im Übrigen sind 100 Mil. Baht im Vergleich zu den Einnahmen die 30 Mil. (oder mehr) Touristen generieren kaum erwähnenswerte Peanuts. Das sind weniger als 3 Mil. Euro. Bei 30 Mil. Touristen sind das nicht mal 10 Cent pro Tourist. Mal sehen was sich die Regierung als nächstes einfallen lässt. Viel Zeit um neue Regeln und Gesetze für Touristen einzuführen hat sie ja nicht bei der kurzen Halbwertzeit die jede thailändische Regierung hat. Einfach nur 555555
So langsam wird es Zeit sich von diesem Land zu verabschieden.Immer neue Ideen die Touristen abzuzocken wo es nur geht.Thailand war mal ok aber das ist längst vorbei.
Egal welche Versicherung, bei einem Notfall der durch Eigenverschulden entstanden ist, fahren ohne gueltige
Fahrerlaubnis, oder z.b. Unfall unter Alkohol oder Drogen, wird die Versicherung auch kuenftig nicht greifen.
Und das duerfte wohl den Hauptanteil der Notfaelle betreffen.
Um ehrlich zu sein, ich wäre sogar für eine Versicherungspflicht, soweit sich diese auf eine Grundversorgung im staatlichen Gesundheitswesen beschränken würde. Wem das nicht genug ist, kann sich ja wie bisher privat versichern, zumindest soweit er sich das leisten kann und überhaupt noch versicherungsfähig ist. Das Inkasso wäre relativ einfach via DTAC und in den Immigrationbüros bei EoS möglich. Rein überschlagsmäßig wären bei 30 Baht pro Tag mindestens 50 Milliarden Baht für das chronisch unterfinanzierte staatliche Gesundheitssystem drin. Wird die visabefreite Einreise tatsächlich auf 30 Tage verkürzt wären das für echte Touristen gerade mal 900 Baht und für Residenten nicht einmal 11.000 pro Jahr für eine Grundversorgung.
Ein Vorteil im staatlichen Gesundheitssystem wäre für Touristen, dass Risikoausschlüsse, u.a. bei Vorerkrankungen wie in der privaten Versicherungswirtschaft üblich wegfallen und bislang nicht Versicherbare zumindest einen Mindestschutz erhalten würden. Gleichzeitig, wie oben schon erwähnt, ließe sich damit die Finanzierung des staatlichen Gesundheitswesen finanziell absichern.
Und abschließend, mir ist sehr bewusst, dass es niemanden in diesem Land interessiert was sich ein Oskar vorstellen könnte.