BANGKOK – Thailand will seine Tourismuseinnahmen 2027 um mindestens 5 Prozent steigern und sich als Asiens führendes Reiseziel für hochwertige und sinnstiftende Reisen positionieren. Die Tourismusbehörde TAT stellte dafür im Rajadamnern-Stadion ihren Marketingplan mit vier strategischen Schwerpunkten vor.
60:40-Verteilung und mehr Einnahmen als Ziel
Die TAT will die Einnahmen 2027 gegenüber 2026 um mindestens 5 Prozent erhöhen. Zugleich sollen 60 Prozent der Besucher die großen Reiseziele und 40 Prozent weniger bekannte Orte besuchen.
Ein drittes Ziel ist ein Platz unter den drei führenden Reisezielen Asiens beim Index für Besuchertreue. Die Behörde will damit das Wachstum stärker auf den Wert der Reisen und weniger auf die Zahl der Besucher stützen.
Neue Märkte und 19 aufstrebende Reiseziele
Mit dem Programm „Rebalance Market Portfolio“ will die TAT Herkunftsmärkte, Kundengruppen und Reiseziele besser ausbalancieren. Abhängigkeiten von einzelnen Märkten sollen sinken. Die Strategien werden in die Bereiche Retain für Märkte mit weiterem Wachstum, Reshape für neue hochwertige Besuchergruppen und Recover für Märkte mit rasch zurückzugewinnendem Vertrauen eingeteilt.
Geplant sind neue Märkte in Osteuropa und Lateinamerika sowie weitere Abflugstädte in wichtigen bestehenden Märkten. Die TAT unterscheidet Reisende nach ihrem Verhalten und ihren Motiven in die Gruppen Mainstream, Experience, High Value und Premium Traveller.
Mehr Besucher für weniger bekannte Regionen
Über das Programm „The Link Plus“ will die TAT Einnahmen und Chancen auf 19 aufstrebende Reiseziele verteilen. Dort soll die Zahl internationaler Besucher um 10 Prozent steigen.
Jede Region soll eigene Reiseerlebnisse erhalten, die ihre Besonderheiten zeigen und neue Gründe für Reisen innerhalb Thailands schaffen. Auch das UNESCO-Netzwerk Thailand und mehr als 55 gemeindebasierte Tourismusziele sollen weiter ausgebaut werden.
Thailand wirbt mit Gesundheit und Gefühl
Mit „Shape Experience Platform“ will die TAT Thailand vom Reiseziel mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis zu einem Land für sinnstiftende Erlebnisse weiterentwickeln. Die Marke „Amazing Thailand“ wird unter dem Leitgedanken „Heilung ist der neue Luxus“ ausgebaut und soll die Nachfrage nach Reisen für körperliches und seelisches Wohlbefinden aufgreifen.
Die neuen Figuren Nong Sukhjai und Nong Rak Yim sollen Reisende begleiten und für thailändischen Charme stehen. Für den Inlandsmarkt sind die Kampagnen „365 Thai Tiew Thai: Das ganze Jahr reisen“ und „Instant Happiness in Thailand: Lass Thailand dein Herz heilen“ vorgesehen.
Fünf Provinzen im Marken-Pilotprojekt
Mit dem Ansatz „Signature Destination Branding“ will die TAT die Identität einzelner Städte stärken. Als Pilotprovinzen wurden Chiang Rai, Ubon Ratchathani, Songkhla, Trat und Samut Songkhram ausgewählt.
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Die Behörde will Besuchern damit klarere regionale Angebote machen. Der Plan verbindet die jeweiligen Besonderheiten der Provinzen mit neuen Reiseanlässen.
Wellness, Festivals und neun Erlebnisgruppen
Der dritte Schwerpunkt, „Build New Growth Engine“, soll vorhandene Stärken Thailands über vier mit der Life Economy verknüpfte Wachstumsfelder in höheren wirtschaftlichen Wert verwandeln. Dazu gehören neun Gruppen von Reiseerlebnissen, darunter „Unseen Luxperience“ für Premium-Reisende.
Im Well-being-Tourismus will Thailand seine medizinischen Angebote, wissenschaftlich ausgerichtete Wellness und traditionelles thailändisches Wissen nutzen. Unter der Festivalwirtschaft sollen mehr internationale Veranstaltungen ins Land geholt werden.
Festivals werden zu internationalen Reisezielen
Die TAT will auf den Erfolg thailändischer Kulturfeste aus dem Jahr 2026 aufbauen. Genannt werden das Kerzenfestival von Ubon Ratchathani, die beleuchtete Bootprozession von Nakhon Phanom und die Weihnachtssternprozession von Sakon Nakhon.
Diese Veranstaltungen sollen zu international bekannten Attraktionen mit dem Prädikat „Must-Experience in Thailand“ ausgebaut werden. Nachhaltige Tourismus-Pilotgebiete sollen außerdem auf die Provinz Nan und ausgewiesene Wellness-Täler erweitert werden.
Außerdem will die TAT CO₂-arme Hotels nach dem CF-Hotel-Standard und dem Bewertungsrahmen der Ziele für nachhaltige Entwicklung fördern.
Daten, Ausbildung und neue Reiseangebote
Unter „Transform Together“ will die TAT Behörden, Unternehmen, Gemeinden und weitere Partner beim gemeinsamen Wandel unterstützen. Für Entscheidungen sollen Daten und Marktkenntnisse über das Tourism Value Intelligence System verbunden und geteilt werden. Die Grundlage bilden Informationen aus 45 Inlandsbüros, zwei Koordinierungszentren und 29 Auslandsbüros.
Die TAT plant Schulungen für Führungskräfte und ein Tourism Leadership Institute, das 2028 offiziell eröffnet werden soll. Start-ups sollen bei Lösungen unterstützt werden, die Reisen bequemer und sicherer machen und Besuchern entlang ihrer Reise besondere Erlebnisse bieten.
Vier Leitlinien für den Tourismusplan
Die TAT sieht Chancen in Wellness, Kultur, Essen, Nachhaltigkeit und sinnstiftenden Erlebnissen. Der Plan soll hochwertiges Tourismuswachstum fördern, Einnahmen breiter verteilen und die Lebensqualität der Menschen in Tourismusgemeinden dauerhaft verbessern.
Für die Umsetzung nennt die Behörde Vertrauen durch Integrität, Sicherheit, Qualität und Erlebnisse, die Besucher zur Rückkehr bewegen. Sie setzt dabei auf die Zusammenarbeit aller Bereiche.
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Da glühen wieder mal die Glaskugeln bei der TAT………..
ich bin gespannt auf die konkreten Maßnahmen! Da wird der Urlaub noch teuerer werden in Thailand und die Mittelklasse Hotels, die kleinen Strassenhändler und viele Arbeitnehmer im Bereich Tourismus werden aufgeben müssen, weil es für sie keine Grundlage mehr gibt! Also, ich glaube nicht mal ansatzweise an die Phantastereien, die die TAT verbreitet!
Halt das Übliche blabla bei dem man besser keinerlei Realitätscheck machen sollte.
So etwas kommt heraus, wenn es zu viele Stellen in einer Verwaltung gibt….
Nur weil die TAT Thailand mal wieder anders bewerben will, ändert sich für die Masse an Touristen noch gar nichts.
Was Thailand insbesondere die TAT braucht, ist ein kräftiger Denkzettel, einen harten Dämpfer. Vielleicht kommen sie so wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
Wer das glaubt, wird selig. Die Eliten interessiert nur der Mammon und dafür nehmen sie alles. Reformen zum Wohle und der Beteiligung aller: vergiss es.
Das zusatz Wort „Bad“ ist ja eine Aufwertung. Absofort Bad Pattaya, Bad Patong usw. . Die Preise anheben und alle werden Glücklich. Kur Bad währe noch besser, dann geht’s nicht mehr zur Kur nach Baden Baden sondern nach Bad Pattaya.
Jetzt braucht es nur noch Reisende, die das auch wollen :-D
Der durchschnittliche Thailandurlauber will Strand, schönes Wetter und gutes Essen. Paar Ausflüge sind bei vielen auch noch gewünscht, aber den Wunschvorstellungen der TAT entsprechen wohl die wenigsten Urlauber.
Ich glaube, dass sind wieder die üblichen Wunschvorstellungen, welche Gäste man sich wünscht ohne zu die Gäste zu fragen, ob sie das in dieser Menge auch wollen. Am Ende suchen sich die weniger erwünschten Gäste andere Ziele und die gewünschten Gäste sind nicht in der gewünschten Anzahl verfügbar.
„Nachhaltige Tourismus-Pilotgebiete sollen außerdem auf die Provinz Nan und ausgewiesene Wellness-Täler erweitert werden.“
Jetzt wäre genau die richtige Zeit für Qualitätstouristen, für Ihren Traumurlaub in „NAN“ nur die Schwimmflügel nicht vergessen…;-)
„Die Flutwelle, die vor allem als schnelle Schlammflut aus den Bergen kam, forderte mindestens vier Tote und betraf insgesamt 23.827 Haushalte mit rund 67.129 Menschen in sieben Distrikten.“