Die Bank of Thailand (BoT) hat eine öffentliche Konsultation zu neuen Standards für Bankgebühren gestartet, um Kosten zu senken und die Gebührenstruktur für Verbraucher landesweit fairer zu machen. Die Entwürfe liegen vom 10. April bis 10. Mai 2026 zur Stellungnahme aus, eine Umsetzung wird für Juni erwartet.
Öffentliche Konsultation: Fristen und Ziel
Die thailändische Zentralbank hat einen Entwurf für neue Regeln zu Bankgebühren veröffentlicht und bittet die Öffentlichkeit um Feedback. Die Konsultation läuft vom 10. April bis 10. Mai 2026.
Die neuen Standards sollen Gebühren für grundlegende Finanzdienstleistungen vereinheitlichen und transparenter machen. Laut BoT ist die Einführung der Regeln für Juni vorgesehen.
Warum die BoT Gebühren neu ordnen will
Die Zentralbank begründet den Schritt damit, dass Kunden Finanzdienstleistungen zu angemessenen Preisen nutzen können sollen. Gleichzeitig soll die Transparenz bei Kosten und Gebühren steigen.
Nach Angaben der BoT spiegeln manche bestehenden Gebühren wegen technologischer Fortschritte nicht mehr die tatsächlichen Kosten wider. Andere Gebühren seien weiterhin übermäßig hoch.
15 Service-Kategorien im Fokus
Der Entwurf sieht Anpassungen von Gebühren in insgesamt 15 Service-Kategorien vor. Damit soll eine konsistentere Gebührenstruktur über verschiedene Bankleistungen hinweg entstehen.
Die BoT betont, dass die Reformen verbraucherfreundlicher sein sollen und landesweit einheitlichere Standards schaffen. Rückmeldungen aus der Konsultation sollen in die finalen Regeln einfließen.
Kontoführung und Karten: Neue Obergrenzen
Die monatliche Kontoführungsgebühr soll von 50 Baht auf maximal 20 Baht sinken. Damit würden laufende Basiskosten für viele Kunden deutlich reduziert.
Für Karten sind ebenfalls Deckelungen vorgesehen: ATM-Karten sollen maximal 150 Baht pro Jahr kosten, Debitkarten maximal 200 Baht pro Jahr. Ziel ist es, Standardprodukte günstiger und vergleichbarer zu machen.
Auszüge und Bescheinigungen: Papier, E-Statement und Zertifikate
Papier-Kontoauszüge sollen pro Anfrage auf maximal 100 Baht begrenzt werden. E-Statements sollen innerhalb von 12 Monaten kostenlos sein.
Für ältere E-Statement-Daten ist eine Obergrenze von 100 Baht vorgesehen. Zudem sollen Finanzbestätigungs- oder Zertifikatsbriefe (financial certification letters) pro Anfrage ebenfalls maximal 100 Baht kosten.
Kreditkarten-Bargeldabhebung: Gebühren sollen sinken
Die Gebühren für Bargeldabhebungen mit Kreditkarten sollen laut Entwurf von 3% auf maximal 2–2,5% reduziert werden. Damit würden besonders teure Transaktionen günstiger.
Die BoT ordnet diese Anpassung in das Ziel ein, Gebühren stärker an tatsächlichen Kosten auszurichten. Gleichzeitig soll die Struktur für Kunden nachvollziehbarer werden.
Überregionale Transaktionen: Gebühren sollen wegfallen
Gebühren für Einzahlungen, Abhebungen und Überweisungen über Provinz- oder Clearingzonen hinweg sollen abgeschafft werden. Das würde interprovinzielle Transaktionen landesweit kostenneutraler machen.
Zusätzlich sollen Banken grundlegende ATM- und Filialservices ohne zusätzliche „Cross-Area“-Aufschläge anbieten müssen. Damit will die BoT finanzielle Belastungen für Kunden in allen Regionen reduzieren.
Deine Meinung
Wie bewertest du die geplanten Obergrenzen und die Abschaffung von Gebühren für Transaktionen über Provinzgrenzen hinweg? Würde das deinen Alltag in Thailand spürbar erleichtern?
Welche Bankgebühren empfindest du aktuell als besonders intransparent oder zu hoch, und wo sollte die BoT deiner Meinung nach noch nachschärfen? Schreib uns deine Einschätzung in die Kommentare.



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