BANGKOK – Die thailändische Regierung setzt einen neuen Wachstumsturbo an. Gemeinsam mit der Privatwirtschaft hat sie eine langfristige Mammutstrategie geschnürt, die das Königreich innerhalb von zwölf Jahren endgültig in den Club der Hocheinkommensnationen katapultieren soll. Bis 2030 soll Thailand zudem unter die Top 20 der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften weltweit aufsteigen.
Von 2,7 auf über 3 Prozent: Thailands neuer Wachstumspfad
Finanzminister und Vize-Premier Ekniti Nitithanprapas gab die ambitionierten Pläne nach der ersten Sitzung des Gemeinsamen öffentlich-privaten Beratungsausschusses für wirtschaftliche Probleme unter Vorsitz des Premierministers am 22. Juni bekannt. Das Gremium einigte sich auf klare kurz-, mittel- und langfristige wirtschaftliche Ziele für das Land.
Kern des mittelfristigen Plans: Das potenzielle Wirtschaftswachstum muss von derzeit mageren 2,7 Prozent auf über 3 Prozent hochgedrückt werden. Das langfristige Ziel ist ein Platz unter den 20 wettbewerbsfähigsten Nationen bis zum Ende des Jahrzehnts, bevor dann im finalen Schritt der ersehnte Hocheinkommensstatus winkt.
Auf sieben Stärken setzen: Vom Ackerbau bis zur KI
Um diesen Sprung zu schaffen, konzentriert sich die Strategie auf sieben Kernsektoren, die als natürliche Stärken Thailands gelten. Auf der Agenda stehen klassische Stärken wie Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion sowie die forcierte Sicherung der Ernährungssouveränität.
Gleichzeitig setzt die Regierung voll auf Zukunftstechnologien: Dazu zählen zukünftige Mobilitätslösungen, digitale Elektronik samt Künstlicher Intelligenz, der Gesundheits- und Pharmasektor, traditioneller Handel sowie die boomende Kreativwirtschaft.
„Reinvent Thailand“: Die Vier-Säulen-Strategie
Für die Umsetzung haben Regierung und Privatsektor das Programm „Reinvent Thailand“ aus der Taufe gehoben. Es ruht auf vier massiven Säulen, die das Wachstum stemmen sollen: massive Investitionen, boomender Handel und Dienstleistungen, Qualifizierung des Humankapitals und eine grundlegende Effizienzsteigerung des öffentlichen Sektors.
Ekniti bezeichnete anziehende Investitionen als den entscheidenden Haupttreiber für den zukünftigen ökonomischen Aufschwung. Die Zusammenarbeit zwischen Staat und Unternehmen soll nun auf völlig neue Beine gestellt werden, um die Wirtschaft endlich aus dem Mittelfeld zu katapultieren.
Von 22 auf 30 Prozent: Investitionen als Turbo
Um diesen Anspruch zu untermauern, verfolgt Thailand ein klares Rechenziel: Die Investitionsquote soll von aktuell rund 22 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf nahezu 30 Prozent in die Höhe schnellen. Nur mit dieser massiven Finanzspritze lasse sich das angestrebte Wachstumstempo überhaupt realisieren, so die Regierung.
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Um so ein Ziel zu erreichen, braucht man maximalen ausländischen Kapital- und Knowhow-Zufluß. Wie soll dieser aber kommen, wenn ausländische Investitionen doch massiv benachteiligt werden? Wer baut eine Fabrik, wenn er das Grundstück nicht besitzen kann und damit auf Wohlwollen des Verpächters? Und der Probleme hat, seine ausländischen hochqualifizierten Mitarbeiter hier zu installieren, um effiziente Entwicklung und Produktion sicherzustellen?
So dachte auch der frühere PM (General P.), theoretisch ja, aber ohne jeglichen Bezug zur Praxis.
Wieso ausländisches Kapital? Damit die Gewinne wieder ins Ausland abfliessen? Es hat genügend Kapital in Thailand. um investiert zu werden. Aber solange Traumtänzer und Fantasten am Ruder sind, wird sich die thailändische Hochfinanz hüten.
Genug Kapital? Ich will mal folgende Tabelle aufmachen:
………….. Brutto-Inlandsprodukt …. BIP pro Kopf …. Börsenkapital
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USA ……… 32,4 Bio USD …………….94.430 USD ….. 79,5 Bio USD
China ……. 20,9 Bio USD ……………. 14.870 USD ….. 17,8 Bio USD
Germany … 5,5 Bio USD …………… 65.300 USD …….. 3,1 Bio USD
Thailand …. 0,5 Bio USD ……………… 8.100 USD …….. 0,6 Bio USD
OK, die Zahlen haben mich dann doch überrascht. Thailand steht besser da als ich dachte. Und natürlich darf man Börsenkapital nicht mit Gesamtkapital, das man ja kaum erfassen kann, verwechseln.
Ich bleibe dabei, ausländisches Kapital und Knowhow ist erforderlich, falls man so einen riesigen Sprung machen will. Auch die anderen Länder bleiben nicht stehen.
Die USA hat einen riesigen finanzmarktorientierten Kapitalbestand. In Deutschland ist dagegen ein riesiger Teil des realen Kapitalbestandes (Maschinen, Fabriken, Immobilien) im privaten Mittelstand (GmbHs, Familienunternehmen) gebunden und taucht nicht an der Börse auf. Bei Thailand zeigt sich überraschenderweise, daß die Marktkapitalisierung fast exakt dem jährlichen BIP entspricht. Das ist für ein Schwellenland eine ungewöhnlich reife Finanzmarkinfrastruktur, die stark von den großen Energie-, Tourismus- und Industriekonzernen getragen wird.
Mit genug Kapital habe ich nicht den Staat gemeint, sondern die reichen Famlienclans.
Träume sind Schäume!
Könnte sogar gelingen, falls die EU mit Vorschriften, Verboten und Sanktionen so weitermacht!
Find ich Klasse! Und ich will in 12 Jahren wieder jung und geldig sein und das Aussehen eines Adonis haben. ✌️
Alles schöne Träume, aber solange die Politik nicht versteht dass die Bildung das Wichtigste ist um nachhaltig Wohlstand zu erlangen, werden sie dem Reichtum immer hinterher Rennen.