Thailands neue Super-Fregatte: Marine fordert radikale Gegengeschäfte

Waffen allein reichen nicht: Die Marine verlangt von den sechs Bietern massiv Know-how und lokale Produktion. Ob die Konzerne dieses knallharte Ultimatum akzeptieren, entscheidet über den Mega-Auftrag.

Thailands neue Super-Fregatte: Marine fordert radikale Gegengeschäfte
Royal Thai Navy

THAILAND – Die Königliche Thailändische Marine sagt, das Auswahlverfahren für eine neue High‑Tech‑Fregatte verläuft planmäßig; bei der Entscheidung zählen neben den Kampffähigkeiten vor allem Verteidigungs‑Offsets und Technologietransfers. Das Projekt soll die Flotte bis 2031 modernisieren und sieht vor, dass rund 20 % der eingebauten Ausrüstung in Thailand gefertigt werden.

Auswahlverfahren läuft planmäßig

Konteradmiral Parach Rattanachaiyaphan erklärte, die Beschaffung des neuen Schiffes bleibe im Zeitplan. Sechs Firmen konkurrieren um den Auftrag; namentlich genannt sind Hyundai Heavy Industries, Singapore Technologies Engineering sowie zwei türkische Werften, Askeri Fabrika ve Tersane İşletmeleri und TAIS Gemi İnşa ve Teknoloji. Die Namen der anderen beiden Bieter wurden nicht veröffentlicht.

Die Marine prüft die Angebote weiter und bewertet sowohl die technischen Fähigkeiten der Fregatten als auch die ergänzenden Leistungen der Anbieter. Entscheidungen sollen auf Basis dieser Gesamteinschätzung getroffen werden.

Offsets und Technologietransfer als Schlüssel

Verteidigungs‑Offsets – also zusätzliche wirtschaftliche und technologische Leistungen jenseits der reinen Waffensysteme – sind ein Hauptkriterium bei der Vergabe, erklärt die Marine und verweist auf die Definition der Transparenzorganisation Transparency International. Die Offsets beeinflussen die Bewertung genauso stark wie die Kampffähigkeiten der Schiffe.

Die Royal Thai Fleet erwartet, dass etwa 20 % der neuen Ausrüstung in Thailand gefertigt werden und dass der Lieferant Technologietransfer sowie Möglichkeiten zur Ausbildung hochqualifizierten Personals bietet. Solche Zusagen sollen lokale Industrie und Fachkräfte stärken.

Neue Fregatte soll Kern der Flotte werden

Die bestellte Fregatte wird als Schiff der neuen Generation geplant und soll künftig das Kernschiff der Marine der Zukunft bilden. Sie bringt laut Marine fortschrittliche Technologie, die die Einsatzfähigkeit steigern soll.

Die Marine hofft, das Schiff bis 2031 in Dienst stellen zu können, sofern die Beschaffung und die technischen Übergaben wie geplant verlaufen. Dieses Schiff ist zentral für die geplante Modernisierung der Flotte.

Flottenbedarf: Vier im Dienst, vier fehlen

Derzeit hat die Marine vier Fregatten im Dienst; nach dem Verteidigungsplan werden vier weitere benötigt, um die Einsatzstärke zu erreichen. Der Neubau ist Teil dieses Ausbaus, um die vorhandenen Lücken zu schließen.

Ein zusätzlicher Plan für eine weitere Fregatte wurde jedoch wegen Budgetkürzungen gestoppt. Finanzielle Begrenzungen beeinflussen damit direkte Ausbauentscheidungen der Marine.

Dezember‑Einsatz an der Grenze: Unterstützung in Trat

Im Dezember setzte die Marine während Grenzkonflikten mit Kambodscha ein Offshore‑Patrouillenboot ein, um Landoperationen der Marineinfanterie in Trat zu unterstützen. Die Maßnahme zeigte die praktische Bedeutung maritimer Mittel bei landgebundenen Einsätzen.

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Die Royal Thai Fleet gilt als Hauptkampfeinheit der Marine und liefert solche unmittelbaren Unterstützungsleistungen, wenn es die Sicherheitslage erfordert. Einsätze wie in Trat gelten als Teil der operativen Erfahrung, die auch in die Bewertung neuer Schiffstypen einfließt.

Entscheidung hängt von Bewertung der Angebote ab

Die Marine betont, dass die endgültige Vergabe von einer sorgfältigen Prüfung der Kampffähigkeiten und der angebotenen Kompensationspakete abhängt; die Auswahl läuft weiterhin planmäßig. Die politische Zustimmung aus dem Vorjahr und die Unterstützung in der Öffentlichkeit stärken die Position des Projekts bei der Umsetzung.

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Quelle: Bangkok Post Thailand

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