Nach Offroad-Fahrt durch Weltkriegs-Krater: 10.000 Baht Strafe

Rücksichtslose Touristen verwüsten historisches Gelände im Nationalpark Khao Laem. Die Behörden greifen hart durch, doch reicht die saftige Geldbuße aus, um die unwiederbringlichen Spuren der Geschichte dauerhaft zu schützen?

Nach Offroad-Fahrt durch Weltkriegs-Krater: 10.000 Baht Strafe
ThaiRath

Sangkhla Buri, Thailand – Eine Touristengruppe fuhr mit Fahrzeugen durch ein historisches Areal mit Bombenkratern bei Station Nithe im Khao‑Laem‑Nationalpark. Die Nationalparkbehörde ordnete ein Bußgeld von 10.000 Baht an, forderte die Wiederherstellung des Geländes und kündigte verstärkte Kontrollen an; die Gruppe hat sich zur Klärung für den 2. Juni gemeldet.

Fahrt durch geschütztes Areal

Mehrere Touristen waren mit Fahrzeugen in das Gebiet der Station Nithe gefahren, wo noch Bombenkrater aus dem Zweiten Weltkrieg sichtbar sind.

Das Befahren solcher Schutzgebiete ohne Genehmigung verstößt gegen die Vorschriften der Nationalparkbehörde und kann natürliche Ressourcen sowie die Ruhe der Tierwelt beeinträchtigen.

Bußgeld und Wiederherstellungsauftrag

Die Behörden verfügten ein Bußgeld in Höhe von 10.000 Baht und ordneten an, die betroffenen Flächen schnellstmöglich in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen.

Generaldirektor Attapol Charoensan sagte: „Ich habe den Leiter des Khao‑Laem‑Nationalparks angewiesen, die gesetzlichen Vorschriften strikt umzusetzen, ein Bußgeld von bis zu 10.000 Baht zu verhängen und alle damit verbundenen Straftatbestände zu verfolgen. Ich habe zudem ein striktes Verbot für derartige Verhaltensweisen in der Zukunft erlassen. Sollte dies erneut vorkommen, drohen die Höchststrafen von Gefängnis und Geldstrafe. Gleichzeitig habe ich alle Nationalparks angewiesen, die Überwachungsmaßnahmen zu verstärken, um solche Vorfälle künftig zu verhindern.“

Touristen melden sich zur Anhörung

Der Nationalpark hatte die Gruppe aufgefordert, sich innerhalb von 7 Tagen zur Klärung des Sachverhalts zu melden; nach Angaben der Behörden hat die Gruppe Verantwortung gezeigt und für den 2. Juni ein Gespräch angekündigt.

Der Generaldirektor betonte, dass das Verfahren transparent und fair durchzuführen sei und dass alle Beteiligten über die Kommunikationskanäle des Parks zur Mitarbeit aufgefordert worden seien: „Dieser Vorfall wurde vom Nationalparkamt nicht ignoriert. Nachdem die Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden, haben wir über die Kommunikationskanäle des Parks dazu aufgerufen, dass sich die Beteiligten melden. Uns wurde mitgeteilt, dass die Gruppe bereits erste Verantwortung übernommen hat und für heute (2. Juni 2569) um ein Treffen zur Klärung des Sachverhalts gebeten hat. Ich habe die Beamten angewiesen, das gesetzliche Verfahren transparent und fair durchzuführen, um einen Standard für den Schutz von Schutzgebieten im ganzen Land zu setzen. Ich möchte alle Bürger und Touristen warnen, die Regeln der Nationalparks strikt zu befolgen. Bei Verstößen werden wir das Gesetz sofort und konsequent anwenden.“

Historischer Schutzwert des Gebiets

Das Gelände um Station Nithe gehört zu einer historischen Eisenbahnstrecke aus dem Zweiten Weltkrieg und gilt deshalb als schützenswert.

Die Nationalparkbehörde weist ausdrücklich darauf hin, dass das Einfahren mit Fahrzeugen ohne Genehmigung nicht nur gegen Vorschriften verstößt, sondern auch die historischen Spuren und die natürliche Umgebung gefährdet.

Beschilderung, Information und höhere Kontrolldichte

Der Khao‑Laem‑Nationalpark hat bereits Informationstafeln und Verbotsschilder angebracht und kündigt weitere Hinweistafeln sowie Bekanntmachungen an, um Touristen die Regeln deutlicher zu machen.

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Zusätzlich sollen Überwachung und Kontrolle touristischer Aktivitäten verschärft werden, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern und die Einhaltung der Schutzregeln in allen Nationalparks zu stärken.

Büro Ban Pong überwacht das Verfahren

Die Abteilung für Nationalparks, Wildtiere und Pflanzenschutz hat das Büro für Schutzgebietsverwaltung 3 (Ban Pong) beauftragt, die Ergebnisse des Verfahrens zu verfolgen und kontinuierlich über den Fortschritt zu berichten.

Das Büro für Schutzgebietsverwaltung 3 (Ban Pong) wird die Einhaltung der Auflagen überwachen und sicherstellen, dass die Wiederherstellungsmaßnahmen sowie die Bußgeldzahlung ordnungsgemäß durchgeführt werden.

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Quelle: Thairath

Ein Kommentar zu „Nach Offroad-Fahrt durch Weltkriegs-Krater: 10.000 Baht Strafe

  1. Tja, Thailändischer Staatsbürger müsste man sein, dann schauen Polizei und Behörden einfach weg. Pech, wenn man Ausländer ist in Thailand, man hat immer die A-Karte.

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