Thaksin unter Druck: Millionen-Steuerstreit eskaliert erneut

17 Milliarden Baht stehen aus: Ein ehemaliger Abgeordneter fordert nun die Eintreibung der Steuerschulden aus dem Shin-Corp-Verkauf. Das Finanzministerium reagiert – doch muss der Ex-Premier wirklich zahlen?

Thaksin unter Druck: Millionen-Steuerstreit eskaliert erneut
ThaiRath, ThaiExaminer

BANGKOK, THAILAND – Ein ehemaliger Abgeordneter der Democrat Party hat eine monatliche Druckkampagne gestartet, um eine umstrittene Steuerschuld von 17 Milliarden Baht gegen Ex-Premier Thaksin Shinawatra einzutreiben. Das Finanzministerium hat den Fall an das Revenue Department weitergeleitet, womit die Auseinandersetzung um den Verkauf der Shin Corp aus dem Jahr 2006 wieder in den Fokus rückt und Thaksins Freiheit auf Bewährung scharf beleuchtet.

Ministerium leitet Prüfantrag an das Finanzamt weiter

Watchara Petchthong hatte am 18. Mai ein Schreiben eingereicht; das Finanzministerium antwortete laut Watchara mit dem Referenzschreiben GC 0102/1592 vom 22. Mai. Am 1. Juni gab Watchara bekannt, dass er die ministerielle Antwort erhalten habe.

Das Ministerium habe die Angelegenheit an das Revenue Department zur Prüfung weitergeleitet und mitgeteilt, dass das Finanzamt seine Ergebnisse direkt übermitteln werde. Watchara begrüßte das Schreiben und dankte dem Finanzminister: „Ich möchte Herrn Ekniti Nitithanpraphas, dem Finanzminister, dafür danken, dass er das Büro des Ministers angewiesen hat, auf meinen Brief zu antworten.“

17 Milliarden Baht: Der alte Streit flammt auf

Hintergrund ist der Verkauf der Shin Corp an Temasek Holdings im Jahr 2006, eine Transaktion, die damals politische Unruhe auslöste und bis heute nachwirkt. Die nun geforderte Summe beläuft sich auf rund 17 Milliarden Baht.

Ein Urteil des Obersten Gerichtshofs vom 14. August 2025 (Nr. 6890/2568) hob Entscheidungen unterer Instanzen auf und öffnete die Steuerfrage neu, sodass sich ein fast zwanzigjähriger Rechtsstreit in eine neue Phase bewegt.

Thaksins Freilassung blieb an Bedingungen geknüpft

Thaksin Shinawatra wurde am 11. Mai auf Bewährung entlassen; seine Freiheit steht unter Bewährungsauflagen, darunter elektronische Überwachung. Damit ist seine Freilassung nicht uneingeschränkt.

Anhänger hatten ihn vor seiner Residenz Chan Song La in Bangkok empfangen, und Thaksin kommentierte seine Haftzeit: „Ich war acht Monate im Winterschlaf. Jetzt kann ich mich an nichts mehr erinnern.“ Auch sein Aufenthalt im 14. Stock des Police General Hospital sorgt weiter für Aufmerksamkeit.

Weitere juristische Wolken: Berufung wegen Majestätsbeleidigung

Parallel zur Steuerforderung läuft eine Berufung des Attorney General gegen einen Freispruch Thaksins in einem Fall von Majestätsbeleidigung, die weiterhin anhängig ist. Die Berufung stellt eine zusätzliche rechtliche Belastung dar.

Solange die Berufung und die Prüfung durch das Revenue Department andauern, bleibt Thaksins rechtlicher Status komplex und offen, was seine Bewegungs- und Handlungsfreiheit beeinflussen kann.

Politische Folgen für Pheu Thai und Thaksins Einfluss

Thaksin prägt die thailändische Politik seit mehr als 25 Jahren und bleibt innerhalb von Pheu Thai eine zentrale Figur, zu der Anhänger und Parteifreunde nach wie vor Beziehungen pflegen. Seine Rückkehr hat die Debatte um seine Rolle neu entfacht.

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Gleichzeitig steht Pheu Thai vor einem Generationenwechsel und veränderten Machtverhältnissen, sodass die Partei nun andere strategische Optionen prüfen muss, während Thaksins Einfluss weiterhin spürbar bleibt.

Nächste Schritte: Monatlicher Druck und staatliche Prüfung

Watchara kündigte an, jeden Monat beim Minister nachzufassen, bis die 17 Milliarden Baht eingetrieben seien, und das Finanzministerium hat die Prüfung an das Revenue Department übergeben. Die nächsten Entscheidungen des Revenue Department und die weiteren Antworten der Behörde bestimmen den weiteren Verlauf.

Watchara erklärte: „Ich werde jeden Monat beim Minister nachhaken, bis Thailand die 17 Milliarden Baht an Steuereinnahmen vom ehemaligen Premierminister Thaksin Shinawatra erhält, wie es das Urteil des Obersten Gerichtshofs vorsieht.“

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Quelle: Thai Examiner

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