BANGKOK – Der Strompreis für die ersten 200 verbrauchten Einheiten wird auf maximal 3 Baht pro Einheit gedeckelt. Das kündigte das Innenministerium am 20. Juli an. Ab August 2026 gilt die neue Regel – und erstmals sollen auch Bewohner von Wohnheimen, Apartments und Mietshäusern denselben fairen Tarif bekommen wie Hauseigentümer.
Deckel bei 3 Baht pro Einheit
Die neue Preisstruktur gilt für den Zeitraum 2026 bis 2030. Für die ersten 200 Einheiten darf kein Anbieter mehr als 3 Baht pro Einheit verlangen. Die Vorgabe richtet sich an die beiden großen Stromversorger PEA und MEA.
Stellvertretender Innenminister Phonpee Suwannachwee gab die Reform am Hauptsitz der Provinzialen Elektrizitätsbehörde bekannt. Er setzt damit eine Vorgabe von Premierminister Anutin Charnvirakul um, die Lebenshaltungskosten zu senken.
Faire Tarife für Mieter und Wohnheimbewohner
Die Regierung weitet die Definition der Haushaltsstromkunden aus. Bewohner von Apartments, Mietshäusern und Häusern mit nur vorübergehender Hausregistrierung erhalten künftig den gleichen Tarif wie Eigentümer. Bislang waren sie oft von günstigeren Konditionen ausgeschlossen.
Vermieter und Betreiber müssen die neuen Preisgrenzen einhalten. Wer überhöhte Strompreise berechnet, riskiert Konsequenzen. Betroffene Mieter können sich ab sofort wehren.
315 Baht monatlich für Bedürftige
Für schutzbedürftige Gruppen bleibt eine direkte Hilfe bestehen. Registrierte Haushalte erhalten eine Stromkostensubvention von bis zu 315 Baht pro Monat. Wer mehr verbraucht, muss die Differenz selbst tragen.
Zusätzlich will der Staat öffentliche Stromkosten von rund 9 Satang pro Einheit aus den Haushaltsrechnungen streichen. Dafür sollen andere staatliche Haushaltsmittel eingesetzt werden, um die Bürger weiter zu entlasten.
Überhöhte Preise sofort melden
Bei Verstößen durch Vermieter hat die Regierung drei Beschwerdewege eingerichtet. Meldungen sind über die Hotline des Damrongdhama-Zentrums unter 1567 möglich. Auch das Bürgerservicezentrum unter 1111 und das Verbraucherschutzamt unter 1166 nehmen Hinweise entgegen.
Nach einer Meldung sollen umgehend Beamte zur Überprüfung entsandt werden. Beide Stromversorger, PEA und MEA, bestätigten ihre Bereitschaft, die Reform umzusetzen.
Ab September sinken die Rechnungen
Die Umsetzung beginnt im August 2026. Die Auswirkungen sehen Verbraucher erstmals auf der Stromrechnung für den Abrechnungszeitraum September 2026. Bis dahin müssen die Versorger ihre Tarifsysteme anpassen.
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Alles schön und recht, aber auch gut? Die Frage muss doch sein, was kostet die Produktion einer Einheit und sind die Preise kostendeckend. Wenn die Preise nicht kostendeckend sind, zahlt irgendein anderer dafür und nicht der Verursacher, sprich der Strombezieher.
Vielleicht kann man sich freiwillig melden um mehr zu bezahlen. Damit könntest Du Dein Gewissen erleichtern.
Dein Kommentar ist mir einigermaßen unverständlich. Aber ich zahl gar nichts, da wir mit unserer Solaranlage mit Speicher 100% Selbstversorger sind….555
Du hast die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen derartiger „Entlastungen“ wohl nicht verstanden.
Ja, aber Du hast die Solaranlage gekauft und muss zukünftig die Wartung und Reparaturen zahlen, oder übernehmen das Dritte?
Freddy…
Deine Nationalität ist sonnenklar und bestätigt meine Annahme.