BANGKOK – Premierminister Anutin Charnvirakul hat die Ausarbeitung von Gesetzesänderungen angeordnet, um ausländische Straftäter künftig schneller des Landes zu verweisen. Ziel sei es, Wiederholungstaten zu unterbinden. Gleichzeitig weiteten Polizei und Behörden die Überwachung in mehreren Touristenhochburgen aus.
Kabinett gibt Startschuss für härtere Abschiebe-Regeln
Am Dienstag erteilte Anutin im Kabinett den Auftrag, das Einwanderungsgesetz und die dazugehörigen Vorschriften zu überarbeiten. Mit der Ausarbeitung betraut sind sein Stellvertreter Pakorn Nilprapunt, das Immigration Bureau und das Innenministerium.
Die Änderungen sollen umgehend vorbereitet werden, erklärte Regierungssprecherin Rachada Dhnadirek nach der Sitzung. Maßstab seien die nationale Sicherheit, das öffentliche Interesse und die internationalen Verpflichtungen Thailands.
Warum der bisherige Prozess zu wünschen übrig lässt
Derzeit müssen ausländische Tatverdächtige erst das gesamte Strafverfahren durchlaufen, bevor eine Abschiebung möglich ist. Sie können gegen Kaution freikommen, müssen aber in der Regel ihre Pässe abgeben.
In dieser Phase kehren einige nach Behördenangaben einfach zu ihren kriminellen Aktivitäten zurück. Erst nach Abschluss des Verfahrens landen zur Abschiebung vorgesehene Ausländer in einem Abschiebezentrum – ein langwieriger Weg.
Touristenhochburgen als Deckmantel für Kriminelle
Die Polizei stellt fest, dass sich ausländische Verdächtige bevorzugt in wichtigen Touristenzielen aufhalten. Dort können sie sich leichter unter Auswanderer-Gemeinschaften und Geschäftsnetzwerke mischen.
In den vergangenen Monaten haben die Behörden deshalb ihre Überwachungs- und Ermittlungsoperationen ausgeweitet. Betroffen sind unter anderem Koh Phangan in Surat Thani, Phuket, Pai in Mae Hong Son und Hua Hin in Prachuap Khiri Khan.
Anutin: „Wer Gesetze bricht, fliegt raus“
Die Sprecherin zitierte den Premierminister mit klaren Worten: „Thailand freut sich, ausländische Touristen, Investoren und Geschäftsleute willkommen zu heißen.“ Doch für jene, die Gesetze verletzen oder dem Land schaden, gelte etwas anderes.
„Diejenigen, die ankommen und Gesetze brechen oder dem Land Schaden zufügen, müssen entschlossen strafrechtlich verfolgt und so schnell wie möglich abgeschoben werden“, so Anutin laut Rachada. Die Regierung gehe massiv gegen grenzüberschreitende Kriminalität, Call-Center-Betrug, Scheingeschäfte und illegale Aktivitäten vor.
So geht es jetzt weiter
Die beauftragten Stellen arbeiten an den Gesetzesänderungen, um den Abschiebeprozess drastisch zu beschleunigen. Ein konkreter Zeitplan wurde zunächst nicht genannt.
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Die Neuregelung soll verhindern, dass ausländische Straftäter nach einer Freilassung auf Kaution erneut zuschlagen. Thailand will den Druck auf kriminelle Netzwerke in den Touristenzentren weiter erhöhen.



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