TikTok-Falle: Farm-Video verrät 20 Thais in Taiwan

Eine Influencerin zeigte ihren Alltag und warb offenbar um Landsleute. Die Ermittler verglichen Hintergründe in ihren Clips, bis sie das Versteck fanden. Was hatte die Gruppe im Schiffscontainer gebaut?

TikTok-Falle: Farm-Video verrät 20 Thais in Taiwan
China Times

KAOHSIUNG, TAIWAN – In Taiwan sind 20 Thailänder festgenommen worden, die nach Ablauf ihrer Aufenthaltserlaubnis illegal arbeiteten. Die Ermittler fanden das versteckte Quartier über TikTok-Videos einer Thailänderin. Die Einwanderungsbehörde gab den Fall am 15. Oktober bekannt.

Werbeanzeige

Zwanzig Thailänder in versteckten Unterkünften entdeckt

Die Gruppe lebte in provisorischen Metallunterkünften und Schiffscontainern, die im hohen Gras einer abgelegenen ländlichen Gegend verborgen waren. Beamte der Einwanderungsbehörde fanden an zwei Standorten 20 thailändische Staatsbürger, die länger blieben, als es ihr Visum erlaubte, und die ohne Genehmigung arbeiteten.

Berichten zufolge waren die Beschäftigten in der Landwirtschaft und auf Baustellen tätig. Dort ging es unter anderem um Materialien für Betonschalungen.

Werbeanzeige
Werbeanzeige

Fünf mutmaßliche Arbeitgeber gehören zu den Ermittlungen

In den Fall sind außerdem fünf mutmaßliche illegale Arbeitgeber verwickelt. Mit ihnen kommt die Zahl der beteiligten Personen auf 25.

Die Beamten prüfen weiter, ob hinter den Einsätzen ein illegales Vermittlungsnetzwerk steckte. Ein Ergebnis dazu lag zum Zeitpunkt der Meldung noch nicht vor.

Werbeanzeige

Ein TikTok-Konto führte die Ermittler auf die Spur

Beamte waren auf Videos einer Thailänderin aufmerksam geworden, die Medien in Taiwan als Social-Media-Influencerin beschreiben. Die Clips zeigten ihren Alltag auf einer Farm, Tanzeinlagen und taiwanesisches Tonikum.

Ein Video erreichte mehr als 100.000 Aufrufe. Thailändische Zuschauer schrieben in die Kommentare, dass sie gern zu ihr auf die Arbeit kommen würden. Laut Einwanderungsbehörde nutzte die Frau ihre Inhalte auch, um Landsleute mit Arbeitswunsch anzusprechen.

Werbeanzeige
Werbeanzeige

Karaoke-Raum aus einem Schiffscontainer

Die Gruppe hatte einen Schiffscontainer neben ihrer Unterkunft in einen Karaoke-Raum umgebaut. Eine Neonbeleuchtung gehörte zur Ausstattung.

Auch Videos von den Zusammenkünften wurden online geteilt. Die Beamten werteten diese Aufnahmen ebenfalls aus.

Werbeanzeige

Abgleich von Hintergründen und Geländeaufnahmen

Laut der Nachrichtenagentur CNA begannen Einheiten der Kaohsiung City Specialised Operation Brigade damit, die Videos nach Hinweisen auf den Aufenthaltsort der Gruppe zu durchsuchen. Die Ermittler verglichen Hintergründe und Gelände in den TikTok-Aufnahmen, bevor sie mehrere Überwachungseinsätze starteten.

Erst danach fanden sie die beiden Standorte, an denen die 20 Thailänder angetroffen wurden.

Werbeanzeige
Werbeanzeige

Bis zu drei Jahre Haft und hohe Geldstrafen drohen

Gewinnorientierte illegale Vermittlung kann in Taiwan mit bis zu drei Jahren Haft und Geldstrafen von bis zu 1,2 Millionen Neue Taiwan-Dollar bestraft werden.

Lesen Sie auch: Polizei hebt Thai-Prostitutionssyndikat in Hongkong aus

Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Thaiger

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.