Liebe Redaktion, liebe Mitleser,
ein Kumpel von mir, Schweizer, 54 Jahre alt, will jetzt endlich seinen Ruhestand in Thailand verbringen. Eigentlich eine schöne Sache, aber bei der Vorbereitung stolpert er gerade über ein paar bürokratische Stolpersteine, die wohl nicht nur ihn betreffen.
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Er ist momentan noch in Thailand, fliegt aber Ende Juni kurz zurück in die Schweiz und kommt am 11. Juli wieder rein. Sein Ziel ist klar: das Rentnervisum, also die Aufenthaltsgenehmigung für Leute im Ruhestand.
Dafür braucht er zuerst ein Non-Immigrant-Visum, ohne das geht gar nichts. Erst mit diesem Visum kann er überhaupt ein normales Bankkonto vor Ort eröffnen.
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Und dieses Konto braucht er wiederum, um das geforderte Geld nachzuweisen, bevor er bei der Einwanderungsbehörde die Verlängerung als Rentner beantragen kann. Ohne Konto, kein Nachweis. Ohne Nachweis, kein Visum. So einfach, so nervig.
Jetzt hat er aber noch einen laufenden Antrag für ein normales Touristenvisum im System. Da er schon im Land ist, aber eigentlich ein komplett anderes Visum braucht, frage ich mich: Was macht man da am besten?
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Ein Touristenvisum bringt ihn ja keinen Schritt weiter, weder zum Bankkonto noch zum Ruhestand. Für mich wäre der logische erste Schritt, diesen Touristenvisum-Antrag einfach zu stornieren.
Nur so kann er doch sauber von der Schweiz aus, oder direkt nach der Rückkehr im Juli, den richtigen Antrag für das Non-Immigrant-Visum stellen, oder sehe ich das falsch?
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Wir vermuten, dass zwei parallel laufende Anträge oder die Einreise mit dem falschen Visum später nur Ärger machen oder den Wechsel sogar unmöglich machen. Wie seht ihr das, liegen wir mit der Stornierung richtig?
Das eigentliche Ärgernis bei der ganzen Auswanderungsgeschichte ist aber die Krankenversicherung. Für bestimmte Non-Immigrant-Visa verlangt Thailand stur eine ganz bestimmte Versicherung mit einer festgelegten Mindestdeckung.
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Soweit wir das recherchiert haben, gibt es nur eine Handvoll Versicherer, die genau das von den Behörden geforderte Formular ausstellen.
Mein Kumpel hat eine sehr gute, durchgehende Schweizer Krankenversicherung. Die gilt weltweit, deckt auch Vorerkrankungen ab und das bis zu zwölf Monate am Stück.
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Im Ernstfall würde diese Versicherung sämtliche Kosten in Thailand zu hundert Prozent übernehmen, also eigentlich mehr als das, was Thailand überhaupt verlangt.
Das Problem: Diese gute Schweizer Versicherung steht einfach nicht auf der Liste der von Thailand anerkannten Versicherungen. Und auf eine anerkannte Versicherung zu wechseln, ist mit 54 Jahren kein Spass.
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So ist es ja meistens: Neue Versicherungen schliessen in dem Alter gerne Vorerkrankungen aus oder verlangen happige Aufschläge, wenn sie überhaupt etwas davon mitversichern.
Mein Kumpel müsste also seine lückenlose Schweizer Versicherung gegen eine lokale ersetzen oder ergänzen, die ihm im Zweifel ausgerechnet bei dem nicht hilft, wofür er am ehesten zum Arzt müsste.
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Deshalb meine Frage an euch: Muss er da wirklich eine zweite, eigentlich unnötige Versicherung abschliessen, nur damit das Papier stimmt?
Mir leuchtet nicht ein, warum eine weltweit gültige Top-Versicherung nicht anerkannt wird, nur weil das richtige Stempelformular fehlt. Hat jemand von euch da schon eine Lösung gefunden, oder seine bestehende Versicherung doch irgendwie anerkennen lassen können?
Beste Grüsse
Ein besorgter Freund
Anmerkung der Redaktion
Liebe Leserinnen und Leser, das Thema Krankenversicherung und Visabestimmungen bei der Auswanderung nach Südostasien sorgt immer wieder für intensive Diskussionen und große Unsicherheit. Haben Sie selbst bereits Erfahrungen mit dem thailändischen Rentnervisum und der Anerkennung europäischer Versicherungen gemacht? Teilen Sie Ihr Wissen, Ihre Lösungsansätze oder alternative Visarouten gerne in den Kommentaren mit uns und der Community, um anderen bei der Bewältigung dieses bürokratischen Hürdenlaufs aktiv zu helfen!



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